PERCYS SUCHE NACH EINER DECKE
Für Percy stehen große Veränderungen an, nicht nur muss er erfahren das er einen Halbbruder hat der ein Zyklop ist, sondern er muss auch miterleben wie das Halbblutcamp angegriffen wird. Percy macht es sich zur Aufgabe Clover vorm heiraten zu retten, während Luke das goldene Vlies braucht um Kronos wieder auferstehen zu lassen.
Percy Jackson and the Olympians Staffel 2 auf Disney+ bringt es auf 8 Episoden à ca. 35 Minuten und ist für mich leider schwächer als die erste Staffel.
Das Hauptproblem, Percy ist gefühlt Nebenfigur in seiner eigenen Serie.
Stattdessen rücken Charaktere nach vorne, die mich persönlich eher anstrengen als interessieren. Allen voran Clarisse, wandelnde Daddy-Issues, toxische Boss-Bitch-Energie und permanent auf 180. Mag zur Figur passen, nervt aber trotzdem. Annabeth kocht ihr eigenes Süppchen und Grover darf gefühlt die halbe Staffel im Brautkleid verbringen.
Die Handlung klappert brav den Mythologie-Zettel ab, Camp-Angriff, Polyphem, Skylla, Charybdis und goldenes Vlies. Das ist alles solide, manchmal sogar charmant, mit ein paar netten Gags und ordentlichem CGI, aber wirklich episch fühlt sich nichts an.
Was mich am meisten stört, wir reden hier von Halbgöttern, Kindern olympischer Götter und am Ende sehe ich Teenager in Rüstungen, die mit Schwertern rumfuchteln wie auf einem Mittelaltermarkt. Keine Fähigkeiten oder Kräfte, was ich echt mau finde.
Das Beste an der Staffel ist eindeutig Tyson, Percys Zyklopen-Halbbruder. Der ist charmant, naiv, herzig und stiehlt jeder Szene die Show, ohne nervig zu sein.
Unterm Strich bleibt eine Staffel, die funktioniert, aber nicht begeistert. Die Chemie der Gruppe ist schwächer, Percy verliert an Bedeutung. Andere Adaptionen haben Odysseus-Route besser umgesetzt.
6,5/10 Punkten. Wenn man nüchtern drüber nachdenkt, der eine will das Vlies an einen Baum hängen, der andere auf einen Steinhaufen legen. Götterlogik ist manchmal auch nur dekoratives Chaos.