Downton Abbey
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Meowan
Meowan

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Serienkritik
5,0
Veröffentlicht am 29. Dezember 2012
Wunderbare Serie, die es schafft genüngend Spannung und interessante Geschichten auf 90 Minuten pro Folge zu erzählen.
Kino:
Anonymer User
Serienkritik
5,0
Veröffentlicht am 27. Dezember 2012
In der Annahme mit einer Rosamunde Pilcher Serie gelangweilt zu werden, musste ich mich fast schon zum Zuschauen zwingen. Umso begeisterter war ich von dieser unheimlich atmosphärischen Serie. Herausragende Schauspieler, tolle Ausstattung, Musik und Dialoge. Man taucht förmlich in eine andere Zeit ein und wünscht sich für eine lange Zeit in ihr zu verweilen.
Kino:
Anonymer User
Staffel 4 Kritik
5,0
Veröffentlicht am 13. September 2013
Tolle Serie..ich freue mich schon auf Staffel 4...

„Downton Abbey ist hervorragend inszenierte, authentische Unterhaltung für Freunde britischer Adelsgeschichten,
Kino:
Anonymer User
Serienkritik
5,0
Veröffentlicht am 18. Juli 2015
One of the best tv Shows of all Time i think.
It should get more recognition!
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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Staffel 3 Kritik
3,5
Veröffentlicht am 5. Februar 2026
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle für die Granthams & Co!

Vorweg: Keine Spoilergefahr!

Auch in der dritten Staffel von „Downton Abbey“ geht es aufregend weiter. Stellenweise sogar mehr als man von der Serie bis dato gewohnt war. Ohne zu spoilern sei gesagt, dass hier einige einschneidende Erlebnisse präsentiert werden. Einige davon kommen aus dem Nichts und geben der Serie ordentlich Zündstoff. Die dritte Season erschien bereits 2012 als Erstausstrahlung und erschien 2013 dann auch auf DVD. Die Serie büßt auch hier nichts von ihrer Qualität ein und versteht es weiterhin gut zu unterhalten.

Die 20er sind da und sie beginnen mit schlechten Neuigkeiten: Lord Grantham verliert fast das ganze Vermögen der Familie und muss nun mit Matthew zusammen versuchen das Anwesen zu retten. Doch Matthew schlägt sich natürlich auch mit der nahenden Hochzeit mit Mary rum. Auch bei Edith bahnt sich etwas an und Sybil bekommt ein Kind… auf Downton.

Auch wenn die Serie eher dafür bekannt ist, das ruhigere Adelsleben realistisch zu porträtieren, so gibt es doch (wie schon erwähnt) einige einschneidende Erlebnisse in dieser Staffel, mehr noch als in Staffel mir die letzten Minuten des Finales dann doch etwas zu viel waren. Hier fühlte sich die Serie etwas manipulierend an und das hat mich gestört. Mir ist natürlich klar, dass es für diesen speziellen Handlungsteil darstellerische Gründe gab, macht diesen Schluss für mich aber dennoch irgendwie unschön…

Ansonsten gibt es einen tragischen Fall in dieser Staffel, der logischerweise später auch stark betrauert wird. Für mich wirkten einige Schauspieler hier allerdings etwas zu verhalten. Die Figuren in „Downton Abbey“ versuchen stets ihre Würde zu bewahren und reden sehr vornehm und höflich miteinander und mir ist klar, dass das auch zeitgenössisch sicherlich richtig so ist. Doch es gibt Momente, in denen man all diese Fassaden fallen lässt. Und genau das hat mir hier ab und zu gefehlt.

Doch ich bin damit sicherlich einer von wenigen, die das so sehen. „Downton Abbey“ bleibt aber auch weiterhin sehr unterhaltsam und der Cast überzeugt wieder mal. Der Neuzugang ist zudem sehr spannend mit Ed Speleers als etwas eingebildeten Kellner oder Lily James als naive Rose Aldridge. Sie mischen die älteren Figuren gehörig und unterhaltsam auf. Mein persönlicher Favorit ist nun aber definitiv Laura Carmichael als Lady Edith, der charmante Underdog der Familie Grantham.

Optisch und musikalisch ist alles wie beim Alten, hierbleibt „Downton Abbey“ ebenfalls konstant.

Fazit: Eine emotionale und spannende dritte Staffel, die mit einigen Höhepunkten der Serie glänzt. Vor allem kann „Downton Abbey“ aber auch nicht nur mit großen Dramen fesseln, sondern am besten in den kleinen, zwischenmenschlichen Momenten.
Der feine englische Stil bleibt weiterhin spannend und mitreißend!
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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Staffel 5 Kritik
2,0
Veröffentlicht am 5. Februar 2026
Eine schöne Serie enttäuscht mit frustrierenden Handlungssträngen…

Die gefeierte Serie aus England geht in die fünfte Runde. 2014 lief die Staffel im Fernsehen und ein Jahr später gab es das Ganze auf DVD. Nach recht furiosen drei Staffeln geriet die Serie in meinen Augen aber etwas ins Taumeln in Season 4. Und Staffel 5 schafft es leider nicht aus diesem Taumeln heraus zu kommen…

Der Kampf um Mary geht weiter und scheint gut auszugehen für Lord Gillingham, der mit ihr eine romantische Woche verbringen kann. Edith hingegen will ihre Tochter aus der Schweiz zurückholen und mit einem Trick im heimischen Dorf unterbringen. Währenddessen flirtet der Kunsthistoriker Simon Bricker mit Roberts Frau, der Verdacht auf Mr. Bates wird seitens der Polizei immer größer und in das Geheimnis um Mrs. Baxter wird endlich gelüftet…

Auf Papier sieht es nach einer ereignisreichen Staffel aus. Das Endergebnis ist jedoch kurioser weise sehr zäh. Es gibt zwar viele kleine Handlungsstränge, aber irgendwie harmonisieren diese in meinen Augen nicht sehr gut. Das könnte vielleicht am Drehbuch liegen, denn Staffel 5 fühlt sich stark nach einer klassischen Soap an. Waren die Charaktere zu Beginn wirklich fleischgewordene Figuren aus einer anderen Zeit, so wirken sie hier leider eher wie Schauspieler, die eine Rolle spielen. Die Dialoge sind längst nicht mehr so authentisch und stellenweise merkt man dem Skript an, dass einige Dinge krampfhaft dazu gedichtet wurden.

Einige Handlungsstränge waren für mich sogar unfassbar frustrierend. Meine Lieblingsfigur Edith hat beispielsweise die wohl dümmste Story in dieser Staffel. Gerade das Schicksal ihres verschollenen Mannes Michael war absolut unzufriedenstellend! Auch Thomas´ Charakter hat mich zu Beginn der Staffel genervt, wurde dann aber glücklicherweise besser. Generell mag ich es nicht, dass sich viele Figuren kaum weiterentwickeln. Mary beispielsweise: In der Theorie müsste sie durch den Tod ihrer Schwester und ihres Mannes eigentlich ein komplett anderer Mensch sein, aber das sieht man in meinen Augen kaum. Sie verhält sich immer wieder wie ein pubertärer Teenager.

Es gibt aber zum Glück auch wieder ein paar sehr schöne Momente. Mr. Molesley etwa ist in dieser Staffel meine Lieblingsfigur geworden und es gibt sogar meinen persönlichen Lieblingsmoment, der mich sogar zu Tränen gerührt hat, denn es muss uns wieder eine Figur in dieser Staffel verlassen (Keine Angst, wird hier natürlich nicht verraten!).

Fazit: Staffel 5 ist stellenweise sehr frustrierend und orientierungslos. In meinen Augen gibt es zu viel forciertes Liebesdrama und einige nervige Drehbuchentscheidungen. Dafür entschädigen aber wieder ein paar zwischenmenschliche Momente und die Figuren bleiben zum Glück nach wie vor charmant. Die Atmosphäre stimmt und am Ende ist „Downton Abbey“ weiterhin unterhaltsam. Aber für das Serienfinale wünsche ich mir etwas mehr Zug und Frische!
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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Staffel 1 Kritik
4,0
Veröffentlicht am 5. Februar 2026
Trotz einer Prise Kitsch ein starker Auftakt zur Erfolgsserie aus England!

Die viel gefeierte Serie „Downton Abbey“ wirkte auf mich immer etwas öde und hölzern. Doch nachdem meine Frau mich nun dazu bewegt hatte endlich mal die erste Staffel zu sehen, war ich doch sehr überrascht.
Die Serie entstand durch Julian Fellowes und richtete den Fokus unter anderem auch auf die Dienerschaft. Ich glaube, dass dies einer der tragenden Punkte für den Erfolg der Serie ist, denn den Adel und seine Problemchen zu begutachten ist schön und gut, aber leider auch schon stark ausgelutscht. 2010 aber überraschte „Downton Abbey“ mit einem überaus menschlichen Blick auf die unterschiedlichen Rangordnungen. Wie auch „Game of Thrones“ überzeugt „Downton Abbey“ mit Figuren, die tatsächlich aus einer anderen Welt zu stammen scheinen. Zuerst kommen die Figuren und dann die Schauspieler, was leider bei so vielen anderen Serien dieses Genres nicht der Fall ist. Und so kommt es, dass man am Ende mit den menschlichen Schicksalen wirklich mitfiebert. Ein Zeichen für eine wirklich qualitativ gute Serie.

Die Story spielt kurz nach dem tragischen Untergang der Titanic im Jahre 1912. Graf und Gräfin Grantham sind dabei ihre Töchter zu vermählen, allen voran Mary (die Älteste der drei). Das Erbe des Grafen kann nur an einen Sohn oder Erben weitergegeben werden. Doch Mary ist alles andere als „einfach“, was dieses heikle Thema angeht. Zeitgleich trifft ein neuer Kammerdiener ein: John Bates. Doch seine Kriegsverletzung macht es ihm nicht leicht seinen Pflichten nachzukommen. Schnell wird er ein Dorn im Auge bei manchen seiner Kollegen…

„Downton Abbey“ überzeugt neben dem menschlichen Aspekt auch durch das Auslassen eines bestimmten Protagonisten. Es gibt viele Figuren, manche haben etwas mehr zu tun in der Geschichte, manche weniger. Doch jeder ist relevant. So wie bei einem großen Anwesen wie Downton selbst. Niemand steht wirklich im Vordergrund, denn auch die Menschen „Hinter dem Vorhang“ sind wichtig. Umso passender, dass auch die Story keinen klaren Hauptcharakter hat. Ebenfalls stark finde ich den ruhigen Grundton der Serie. Große, forcierte Dramen werden (fast) immer vermieden. Und wenn mal etwas schiefläuft, wird sachlich und mit Verstand darüber diskutiert. So ergeben sich natürlich, aufgebaute Probleme, die man selbst äußerst gut nachvollziehen kann.

Der Cast ist wirklich sehr gut. Hugh Bonneville, Dan Stevens und Maggie Smith (McGonagall aus den „Harry Potter“-Filmen) dürften sicherlich die meisten kennen, aber wirklich jede Rolle ist klasse besetzt bis in die kleinste Nebenrolle. Brendan Coyle als Mr. Bates und Joanne Froggatt sind wunderbar charmant, während Thomas und O´Brien die wohlplatzierten Ekel sind, die jedoch ihre Beweggründe haben.

Die Musik von John Lunn gefällt mir und auch die Optik der Serie ist schön anzusehen, wenn auch nicht sonderlich herausragend.

Fazit: Auch wenn der Soap-Faktor der Serie manchmal ziemlich hoch sein kann, so wirkt er jedoch nie einschläfernd oder nervig. Ein wenig Kitsch gönne ich der Serie gern, solange sie weiterhin so gut unterhält. Ein toller Auftakt, der Lust auf viel mehr macht!
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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Staffel 2 Kritik
3,5
Veröffentlicht am 5. Februar 2026
Geschichten von Krieg und Liebe!

„Downton Abbey“ geht in die zweite Runde. Nach dem erfolgreichen Auftakt, bekommen wir nun sogar mehr Episoden geboten und das erste Weihnachtsspecial, das schnell zur Tradition in der Serie wurde. Kann die Serie die Qualität halten und uns weiterhin mit spannenden Geschichten und Intrigen unterhalten?

Der erste Weltkrieg wütet und hinterlässt Spuren. Einige Männer sehnen sich danach im Krieg für ihr Land dienen zu können, darunter Lord Grantham selbst, aber auch der Diener William. Der ehemalige Diener Thomas ist bereits an der Front, merkt aber schnell, dass es dort schrecklicher ist als in seinen kühnsten Alpträumen. Währenddessen kann sich Mary ihre Liebe zu Matthew nicht eingestehen und will eher aus Überzeugung heiraten. So trifft sie eines Tages auf den Herausgeber einer großen Zeitung: Richard Carlisle.

Was mir an Staffel 2 so gefällt, ist die Einbindung des Krieges auf eine indirekte Art. Wir kriegen vieles nur aus Downton selbst mit: So etwa, wenn die Menge an verwundeten Soldaten zu groß wird und das Anwesen als Herberge dienen muss. Das verändert natürlich auch das Leben der Adeligen, was ich sehr spannend finde. Die Szenen an der Front dagegen orientieren sic etwas mehr am Hollywood-Klischee. Generell gibt sich die Serie in der zweiten Staffel etwas mehr dem Kitsch hin, und zwar noch mehr als in Staffel 1. Das kann manchmal etwas viel werden, wobei die meisten sicherlich kein Problem damit haben. Ich würde „Downton Abbey“ insgesamt nämlich eher als Wohlfühlserie bezeichnen. Es werden natürlich einige schwerwiegende Themen aufgegriffen, aber am Ende (einer Staffel) bemüht sich die Serie um ein versöhnliches Ende.

Hinzu kommt, dass einige (Liebes-) Beziehungen kaum atmen können, wie etwa die von Anna und Bates. Das Drama um seine Ehefrau kommt meistens direkt in derselben Folge wieder zurück, was etwas nervig sein kann. Natürlich kann man nicht jeder Figur so viel Zeit widmen und man braucht auch das Drama, aber hier wirken manche Dinge etwas forcierter als noch in Staffel 1.

Der Cast bleibt weiterhin stark und manche Figuren bekommen noch mehr Tiefe und menschliche Momente, wie O´Brien (Siobhan Finneran) oder Robert Grantham (Hugh Bonneville). Technisch und musikalisch bleibt die Serie weiterhin auch auf einem guten Niveau.

Zudem wird von sieben Folgen nun konstant auf neun Folgen aufgestockt. Mitinbegriffen ist das schöne Weihnachtsspecial, welches satte 90 Minuten dauert (im Gegensatz zu den durchschnittlichen 53 – 60 Minuten).

Fazit: „Downton Abbey“ bietet weiterhin beste Unterhaltung. Eine Serie, die man trotz einiger Kitschmomente an einem Stück „bingen“ möchte.
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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Staffel 4 Kritik
3,0
Veröffentlicht am 5. Februar 2026
Downton Abbey ohne Fahrtwind….

Nach einer ereignisreichen Staffel geht es Downton Abbey spannend, wenn auch etwas entspannter weiter. Viele Fans waren bestürzt über die plötzlichen Tode zweier großer Charaktere. Vor allem das Austreten von Dan Stevens brachte sicherlich einige Herzen zum Brechen. Mich verärgerte es eher, da mir sein plötzlicher Tod kurz vor Ende der dritten Staffel sehr schäbig und fast schon hinterhältig vorkam. Aber was will man machen, wenn der Vertrag eines Schauspielers ausläuft und dieser andere Projekte machen möchte? In Staffel 4 kümmern wir uns tatsächlich schon um neue Verehrer für Mary und sind in den 20ern angekommen.

Nach Matthews Tod sind nun sechs Monate vergangen: Das Leben hat sich in Downton wieder relativ normalisiert, nur Mary kommt aus ihrer tiefen Trauer nicht heraus. Weiterhin hat Miss O´Brien eines Nachts das Handtuch geworfen und Downton verlassen, während die junge Rose nun einen festen Platz am Hofe der Granthams hat…

Was mich wirklich stört, sind die großen Zeitsprünge, die die Serie vor allem in dieser Staffel für sich entdeckt hat. Die sechs Monate nach Matthews Tod sind in gewisser Weise vielleicht sinnvoll, da man die Charaktere nicht nur in Trauer und Bedauern sehen möchte. Doch es wirkte für mich leider so als ob man Matthew schnellstmöglich aus der Serie entfernen möchte. Und das bei einem so charmanten Charakter…
Gegen Ende der Staffel entschieden sich die Produzenten wieder für solch einen Kniff. Da wird ein großes Ereignis für Edith einfach übersprungen, was ich sehr schade fand. Des Weiteren hadert „Downton Abbey“ nun etwas mit seiner Story, die manchmal vor sich hinplätschert. Immer wieder gibt es wundervolle, kleine und menschliche Momente, aber das große Ganze schafft es nicht mehr so zu fesseln, wie vorher. Entscheidungen der Charaktere wirken hier und da schnell trivial und nicht lebensnotwendig. Ich schätze zwar die friedliche Atmosphäre der Serie, die oftmals ohne forciertes Drama auskommt, aber hier hat „Downton Abbey“ dieses Talent etwas verloren, wie ich finde. Das intensivste Ereignis in dieser Staffel betrifft vor allem Anna und Bates.

Die Schauspieler bleiben nach wie vor stark und gut. Einige Figuren bekommen mehr Zuwendung, wie etwa der arbeitslose Buttler Molesley. Und Alfred wird ein richtig sympathischer Charakter. Thomas hingegen hätte auch eine wundervolle Figur werden können, verfällt aber immer wieder in alte Züge, die nicht mehr zu seiner Figur passen. Da erpresst er plötzlich eine neue Arbeitskraft ohne jeglichen Grund, obwohl er nun eine ehrliche Freundschaft mit James aufgebaut hatte…

Fazit: „Downton Abbey“ verliert in Staffel 4 leider etwas von seinem Glanz, kann aber zum Großteil noch qualitativ unterhalten. Es sind vor allem die kleinen Figuren, die die Serie so spannend machen. Die Grundgeschichte verliert sich aber schnell in Trivialitäten und unnötigen Zeitsprüngen…
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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Staffel 6 Kritik
3,5
Veröffentlicht am 5. Februar 2026
Gelungener Abschluss der Erfolgsserie mit einer Prise Seelenbalsam!

Nachdem „Downton Abbey“ in den letzten beiden Staffeln deutlich an Qualität verloren hatte, war ich sehr glücklich zu sehen, dass die sechste und letzte Season die Serie wieder in die richtige Spur bringen konnte. 2015/2016 war es für viele Fans so weit: Die beliebte, britische Hit-Serie sollte in die letzte Runde gehen (ich denke, dass hier noch nicht klar war, dass es einen Film geben würde). Und dafür sollte nun noch mal alles gezeigt werden, was die Serie so ausgemacht hat: Dramen, Herzschmerz und sympathische Figuren.

Auf Downton muss die Dienerschaft verkleinert werden und Thomas scheint einer der ersten zu sein. Doch er kann sich nur schwer von seiner Heimat trennen. Währenddessen übernimmt Edith ihre Rolle als Verlegerin mit mehr und mehr Selbstbewusstsein und ihre Schwester Mary stürzt sich wieder in eine neue Romanze…

Das sind natürlich nur ein paar der Figuren, deren Geschichte wir verfolgen. Und natürlich wird in dieser letzten Staffel eigentlich jede Geschichte sehr schön abgeschlossen, auch die der kleinsten Figuren, was sehr schön ist. Das ist gegen Ende fast schon etwas zu viel, da der Happy End-Faktor selbst für „Downton Abbey“-Verhältnisse hoch ist, aber am Ende ist die Serie halt eine historische Wohlfühl-Soap. Und das haben Julian Fellowes (er konzipierte die Serie und schrieb viele der Drehbücher) und sein Team bis zur letzten Folge sehr gut umgesetzt. Auch hier gibt es ein paar Momente (gerade im Drehbuch), die sehr forciert und manchmal frustrierend wirken. Zudem gibt es am Ende vielleicht das eine oder andere Liebespaar zu viel, aber im Gegensatz zu den vorherigen Staffeln erkennt man hier mehr einen roten Faden. Vor allem wurde die ätzende Geschichte von Edith und ihrem Kampf um Marigold endlich abgehakt. Hier kann sie wieder scheinen und zeigen, warum sie meine Lieblingsfigur in der Serie ist. Auch Mr. Molesley kann weiterhin überzeugen und erhält einen der schönsten Momente in der Staffel!

Der Cast überzeugt wie immer, auch wenn ich Penelope Wilton (Isabella Crawley) und gerade Elizabeth McGovern (Cora) sehr schwach finde im Gegensatz zu den anderen. Nicht ihre Figuren, aber die Schauspielerinnen. Beiden scheint es sehr schwer zu fallen etwas anderes zu spielen als die anständige Lady. Und in Staffel 6 zeigt sich das leider noch etwas stärker als sonst…

Optisch gibt es gerade mit der Figur des Henry Talbot etwas Abwechslung: Seine Figur ist Rennfahrer und wir können in Folge 7 dann auch eines dieser waghalsigen Rennen miterleben. Das Ganze ist zwar recht nüchtern gefilmt, aber für „Downton Abbey“ ist es dennoch eine gelungene, visuelle Abwechslung.

Fazit: Abschließend ist zu sagen, dass „Downton Abbey“ mit einer sehr soliden Staffel abschließt. Jede Figur bekommt gerade am Ende ihr Finale und man darf natürlich gern auf das eine oder andere Happy End hoffen. Der gemütliche Wohlfühlfaktor der Serie erstrahlt ein letztes Mal (bis zum Film jedenfalls) und auch wenn die erste Staffel in meinen Augen die beste bleibt, so ist die gesamte Serie doch eine sehr schöne Erfahrung gewesen. Die Details, die sympathischen Figuren und das spannende Setting (das Leben von Adel und Dienerschaft) machen die Serie zu etwas Besonderem.