Diese unglaubliche Karriere könnte glatt aus einem Film stammen: Als Jungdarsteller spielte er bei einer kitschigen ARD-Serie mit, dann klopfte Hollywood an die Tür: Durch eine Rolle in einem Kultstreifen von Quentin Tarantino gelang ihm der internationale Durchbruch, später folgten sogar mehrere Golden-Globes-Nominierungen.
Daniel Brühl: Einer der wenigen Deutschen, die es in Hollywood bis ganz nach oben geschafft haben
Schauspieler Daniel Brühl (47) ist das gelungen, wovon wohl jeder Schauspieler träumt: Er mauserte sich vom deutschen Jungdarsteller zum waschechten Hollywood-Star. Eine Sache begünstigte seine Karriere dabei ungemein: Brühl ist Sohn eines deutschen Vaters und einer spanischen Mutter – und spricht deshalb 5 Sprachen (!) fließend.
Nachdem Brühl bereits als junger Mann sein Talent im deutschen Kino unter Beweis stellen durfte, gelang ihm schließlich mit dem Tarantino-Meisterwerk „Inglourious Basterds“ (2009) der internationale Durchbruch.
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Danach folgte eine Highlight-Rolle nach der nächsten. So stand er unter anderem in „Rush - Alles für den Sieg“ (2014) als Formel-1-Legende Niki Lauda vor der Kamera, wofür er eine Golden-Globe-Nominierung erhielt. 2019 wurde er für seine Rolle in der Netflix-Serie „The Alienist - Die Einkreisung“ erneut nominiert. 2021 folgte dann die große Überraschung: Mit „The Falcon and the Winter Soldier“ stieg er ins Marvel-Universum ein.
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In dieser kitschigen Seifenoper startete Brühls Weltkarriere
Man kann es kaum glauben, aber Daniel Brühls Schauspiel-Karriere startete tatsächlich bei der herrlich-kitschigen ARD-Seifenoper „Verbotene Liebe“. Brühl spielte den Teenager Benji Kirchner, der im Waisenhaus Kuckucksheim mit seiner düsteren Vergangenheit zu kämpfen hat. Mit lässiger 90er-Jahre-Frisur und zerschlissener Lederjacke ist er kaum wiederzuerkennen:
Screenshot: ARD
Inzwischen findet Brühl seine erste Rolle allerdings ziemlich peinlich, wie er 2015 im Interview mit BZ verriet: „Ich war erst 15 und hieß in der Rolle Benji. Ich trug eine Lederjacke und hatte eine weiße Ratte, die ständig meine Jacke vollgeschissen hat. Ich hoffe, das wird nie wiederholt!“
Als Sprungbrett hat seine Rolle bei „Verbotene Liebe“ aber allemal ihren Dienst erfüllt: Nur wenige Jahre später kann Brühl mit dem Kultstreifen „Good Bye, Lenin!“ (2003) auf der Leinwand beweisen, was für ein Ausnahmetalent in ihm steckt.