Pokémon schlug in den 90ern ein wie eine Bombe und sorgte dafür, dass die ganze Welt ins Sammelfieber verfiel. Die japanischen Taschenmonster mauserten sich dank gigantischer Verkaufszahlen zum erfolgreichsten Medien-Franchise aller Zeiten und begeistern noch heute jung und alt gleichermaßen. Besonders die Anime-Serie, die 1999 in Deutschland anlief, dürfte bei vielen Fans für wohlig-warme Nostalgie sorgen. Aber habt ihr gewusst, dass in der kultigen Kinderserie richtig verstörende Inhalte vorkamen, sodass einige Folgen nicht gesendet werden durften? Wir stellen sie euch vor.
Diese Pokémon-Folgen wurden nicht bei uns gezeigt
„Pokémon: Indigo“ startete in Deutschland wie viele weitere Animes bei RTLZWEI. Während die meisten Folgen ziemlich harmlose Unterhaltung für Kinder und junge Teenager lieferten, gab es aber einige Episoden, die so krass waren, dass sie bei uns nie gezeigt wurden.
James schockt mit künstlicher XXL-Oberweite
The Pokémon Company
Folge 18 (Engl.: „Beauty and The Beast“) ist berühmt-berüchtigt. In der japanischen Original-Schnittversion nimmt Team-Rocket-Bösewicht James mit gigantischen Fake-Brüsten an einem Schönheits-Wettbewerb teil. Um die minderjährige Misty wegen ihrer fehlenden Oberweite zu ärgern, pumpt James seine Brüste daraufhin sogar extra prall auf. Crossdressing im Kinderfernsehen ging vielen Sendern wohl zu weit, weswegen die Folge außerhalb von Japan vielerorts nie – oder nur stark gekürzt – ausgestrahlt wurde.
Waffengewalt im Kinderfernsehen: Diese Folge war zu viel für Deutschland
The Pokémon Company
In Folge 35 (Engl.: „The Legend of Dratini“) geht es ungewöhnlich hart zur Sache, denn Ash und weitere Charaktere werden eiskalt mit Schusswaffen bedroht. Zwar wird aus der Sicht eines Erwachsenen durchaus klar, dass die Szenen zur Belustigung gedacht waren, dennoch entschied man sich in vielen Ländern dagegen, die Folge zu senden. Auch in Deutschland und den USA ist sie nicht ausgestrahlt worden. Eine kuriose Kitzel-Folterszene schürte weitere Bedenken, dass die Folge nicht für Kinder geeignet sei.
Diese Folge soll für Zuschauende sogar gefährlich sein
The Pokémon Company
Um Episode 38 (Engl: Electric Soldier Porygon) ranken sich bis heute viele düstere Legenden, denn leider trug sich bei ihrer Ausstrahlung eine Tragödie zu: Als die Folge im japanischen Fernsehen gezeigt wurde, sollen viele Zuschauer epileptische Anfälle erlitten haben. Der Grund: In einer Szene werden wiederholt grelle Lichtblitze gezeigt, die bei Betroffenen diese schweren Anfälle auslösen können. Der Medienaufschrei in Japan war so groß, dass die Serie für mehrere Monate pausieren musste. Kurios: Eigentlich war Pikachu in der fraglichen Szene für den Lichtschein verantwortlich, man schob die Schuld aber lieber auf Porygon, das daraufhin nie wieder eine wichtige Rolle in der Serie einnahm. Zurecht wurde die Folge nicht international ausgestrahlt.
Warum eine frisch gebackene Oscar-Preisträgerin ihre Karriere in einer deutschen Kitschproduktion startete, gibt es hier: