Zum Start im Jahr 2012 bestand das Konzept von „Das Duell um die Welt“ noch darin, dass sich die Kontrahenten Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf gegenseitig um die Welt schicken – und sich dabei mit möglichst herausfordernden Aufgaben zu konfrontieren. Ab 2018 änderte sich das Konzept und die Moderatoren schickten stattdessen Prominente los, um sich an ihrer Stelle ihren größten Ängsten zu stellen.
Dabei gab es tatsächlich immer wieder wirklich Man-mag-kaum-hinschauen-Momente – darunter zum Beispiel die Auftritte von Axel Stein, auf den mit einer (höchst realen) Mini-Pistole geschossen werden sollte, bevor die ganze Aufgabe aus Sicherheitsgründen im letzten Moment abgebrochen wurde. Stattdessen durfte Axel Stein später noch zweimal wiederkommen – um sich diesmal nicht einer Pistole, sondern zunächst einem Gewehr und dann einem Flammenwerfer (wie bei „Max und Moritz“ eingepackt in Teig) zu stellen:
Aber selbst krasse Konzepte nutzen sich irgendwann ab – und so ist es eine schlüssige Entscheidung, dass Joko und Klaas mit „Das Duell um die Welt“ am kommenden Sonntag nach 13 Jahren Schluss machen. Es ist ja auch nicht so, als ob sie nicht eh noch genug andere Projekte am Laufen hätten, darunter zum Beispiel die aktuell achte Staffel von „Joko und Klaas gegen ProSieben“.
Aber ganz ehrlich: Eigentlich kommt das Ende sechs Jahre zu spät – und das liegt daran, dass Klaas damals eine ganz besondere Kandidatin gnadenlos unterschätzt hat! Die Rede ist von Ex-Viva-Moderatorin und „Feuchtgebiete“-Autorin Charlotte Roche, die 2019 an der Sendung teilnahm – und ihrem Auftraggeber Klaas vor Drehbeginn immer wieder Sprachnachrichten aufs Handy schickte, dass sie unbedingt eine „wirklich krasse“ Aufgabe haben will. Klaas hat ihren Wunsch schließlich erfüllt – und zwar offensichtlich in der Erwartung, dass sie es eh nicht durchziehen würde.
Joko ist selbst bei der Light-Version ausgestiegen
Schon vier Jahre vorher wurde Joko von Klaas nach Russland geschickt, um dort einen Bungee-Tandemsprung zu absolvieren. Mit seiner wohldokumentierten Höhenangst für Joko schon so eine kaum schaffbare Aufgabe – aber es gab da im wahrsten Sinne des Wortes noch einen ganz besonderen Haken (bzw. sogar gleich vier davon): Jokos Tandempartner sollte nämlich ein offensichtlich völlig durchgeknallter Extremsportler sein, der sich vor jedem Sprung vier Metallhaken durch seine Rückenhaut rammen lässt, um an diesen dann die Bungee-Seile zu befestigen.
Das Leben von Joko hätte also nur daran gehangen, ob die Haut seines Tandempartners hält oder nicht – und das war endgültig zu viel für ihn:
Einer der krassesten TV-Momente aller Zeiten
Einfach nur Jokos gescheiterte Aufgabe zu übernehmen, wäre für Charlotte Roche sicherlich ein Leichtes gewesen – sie ist schließlich seit jeher in jeder Hinsicht als „extrem“ bekannt. Aber wie gesagt hat Klaas ihren Wunsch erfüllt – und deshalb gefordert, dass sich Charlotte Roche selbst die Haken durch den Rücken rammen lässt, und an diesen allein den Bungee-Sprung absolviert (inklusive der höllischen Schmerzen, die das vierfache, erst direkt vor dem Sprung durchgeführte Extrem-Piercing verursacht).
Der totale Wahnsinn – und natürlich zieht das niemand durch! Nur lässt sich Charlotte Roche aus Prinzip nichts verbieten – und wenn jemand sagt, dass sie etwas nicht darf oder kann, dann macht sie es erst recht, egal wie irre oder schmerzhaft es ist. Das Ergebnis sind 25 der krassesten TV-Minuten, die jemals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurden:
Ich habe bis dahin alle Folgen von „Das Duell um die Welt“ geschaut. Aber im Anschluss an den Auftritt von Charlotte Roche wirkten die ach so krassen Aufgaben der nachfolgenden Promis plötzlich wie ein harmloser Kindergeburtstag. Damit war das Konzept der Sendung für mich komplett dahin – und am besten hätten auch Joko und Klaas danach direkt Schluss gemacht. Das ProSieben-Duo hat seine Meisterin gefunden!
Seitdem haben Joko und Klaas schon ein riesiges Vermögen angehäuft. Aber wusstet ihr, dass einer der beiden reicher sein soll, als der Andere? So reich soll das TV-Duo wirklich sein.