Bei Olympia geht es zwar vorrangig um den Sport und darum, Medaillen zu gewinnen. Dass es für die Sportler und Sportlerinnen aber auch besonders emotional werden kann, ist bei dem Erfolgsdruck, der auf den Athlet*innen lastet, kein Wunder. Beim norwegischen Biathlet Sturla Holm Laegreid wurde ein Interview besonders tränenreich – doch da lag nicht an seiner Platzierung. Was passiert ist und warum er dafür Kritik bekommt, könnt ihr hier nachlesen.
Gefühlsausbruch bei Olympia: Biathlet macht pikantes Geständnis vor laufender Kamera
Am Dienstag, den 10. Februar, stand bei den Olympischen Spielen der erste Einzelwettkampf der Biathleten auf dem Programm. Der Norweger Sturla Holm Laegreid konnte sich am Ende die Bronze-Medaille ergattern. Doch sein Platz auf dem Treppchen rückt schnell in den Hintergrund, als er in einem Interview seinen Emotionen freien Lauf lässt und ein bisschen zu viel aus dem Nähkästchen plaudert.
Der Olympionike macht vor laufender Kamera ein Fremdgeh-Geständnis. Laegreid offenbarte: „Da ist jemand, mit dem ich das teilen wollte, der heute vielleicht nicht zuschaut. Vor sechs Monaten habe ich die Liebe meines Lebens kennengelernt. Den schönsten und nettesten Menschen der Welt.“ Er geht noch weiter und erklärte: „Ich habe sie betrogen. Vor einer Woche habe ich es ihr gestanden. Es war die schlimmste Woche meines Lebens.“ Nach seinem Geständnis sei die Beziehung in die Brüche gegangen.
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Biathlet bekommt Gegenwind wegen Fremdgeh-Beichte: "Fast schon traurig"
Gegenüber des norwegischen Senders NRK äußerte sich Biathlon-Legende Johannes Thingnes Bö zu dem emotionalen Interview seines Kollegen und findet deutliche Worte: „Er hat falsch gehandelt. Wir haben einen reumütigen Jungen dort stehen sehen, aber leider sind sowohl Ort als auch Zeitpunkt völlig falsch.“
Olympia-Experte Petter Northug kritisierte Laegreids Interview noch schärfer und betonte. Der Erstplatzierte Botn habe mit seinem Sieg seinen verstorbenen Teamkollegen und Freund Sivert Guttorm Bakken geehrt, während sein Teamkollege sich darauf konzentrieren würde, mit wem er geschlafen habe. „Es gibt so viele Gelegenheiten, so etwas anzusprechen - aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Das war auf so viele Arten falsch, es ist fast schon ein wenig traurig.“
Im Nachhinein bereute Laegreid seinen Gefühlausbruch und hofft bei einer Pressekonferenz, dass das Thema nach wenigen Tagen wieder uninteressant ist.