Als ein Berliner Schulleiter bei „Bares für Rares“ aufkreuzt, hat er einen unglaublichen DDR-Schatz mit ganz besonderer Geschichte im Gepäck. Obwohl der Gegenstand extrem interessant ist, können die Zuschauer einfach nicht fassen, dass dieses Objekt einfach so verkauft wurde.
Dieses DDR-Dokument ist alles andere als gewöhnlich
Als Schulleiter Ronald Vogel aus Berlin am 25. Februar in den Hallen von „Bares für Rares“ auftaucht, hat er einen ganz besonderen Schatz dabei: Einen originalen DDR-Ausweis, der ihm nach Ende seiner politischen Haft ausgehändigt worden war. Das Dokument diente dazu, dass Ronald Vogel nach dem Verbüßen seiner Haftstraße aus der DDR ausgewiesen werden konnte.
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Als wäre das Ausreise-Dokument aufgrund seiner politischen Bedeutung nicht schon spannend genug, offenbart das Stück eine noch unglaublichere Geschichte: Der junge Mann traf bei seiner Ausreise zufällig Weltstar Tina Turner am Flughafen – und bat sie prompt darum, auf dem Deckblatt des Dokuments zu unterschreiben. Deshalb gibt es auf dem Ausweis folgendes Autogramm zu bestaunen:
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"Bares für Rares"-Fans können es nicht fassen: Wie kann man einen Schatz nur so verscherbeln?
Horst Lichter hakt besorgt nach, warum sein Gast überhaupt so ein persönliches Dokument verkaufen will. Der gebürtige Ost-Berliner meint, dass es an der Zeit sei loszulassen, weswegen er trotz mickriger Expertenschätzung sein Glück im Händlerraum versucht. Letztlich geht der Tina-Turner-DDR-Schatz für gerade einmal 200 Euro an Händler Julian Schmitz-Avila.
Der Verkauf ist auch auf dem offiziellen YouTube-Channel von „Bares für Rares“ zu sehen und sorgt dort für heftige Diskussionen. Die meisten Fans können nicht fassen, wie man so ein Erinnerungsstück für nur ein paar Euro weggeben kann.
Ein Nutzer meint ehrlich: „Hätte das Dokument niemals weggegeben!“, während ein anderer betont, dass er nicht verstehen könne, wieso man sich denn überhaupt von so einem kleinen Gegenstand trennen muss: „Dieses DIN-A6 Papier hätte nun wirklich nicht viel Platz weggenommen. Ist ja keine Standuhr oder so.“ Die persönliche Geschichte sei so besonders, dass viele den Verkauf aber generell nicht nachvollziehen können: „Schade, ich hätte den Ausweis behalten. Was für ein besonderes Erinnerungsstück (seines!) Lebens.“ Außerdem sorgte der niedrige Verkaufspreis bei vielen Kommentatoren für Ärger: „200€ für einen wichtigen und einschneidenden Teil der eigenen Geschichte. Das hätte ich nie gemacht.“
Bei „Bares für Rares“ landete letztens eine besonders hässliche Statue:
Horst Lichter lästert über groteske Statue – doch im Händlerraum kommt es zur Sensation