Fast 24 Jahre ist es her, dass Alexander Klaws als erster Sieger von DSDS zum „Superstar“ gekürt wurde. Seitdem flimmert Dieter Bohlen Jahr für Jahr mit wechselnden Juroren und Jurorinnen über die Bildschirme der heimischen Wohnzimmer. Doch mittlerweile scheint die Castingshow ihren Zenit überschritten zu haben – ein Wandel, der sich auch deutlich in den Einschaltquoten widerspiegelt: Die 22. Staffel von DSDS startete so schwach wie nie zuvor.
Zuschauer haben kein Interesse an DSDS: Warum sich RTL trotzdem freuen kann
Am Samstag starteten Dieter Bohlen, Isi Glück und Bushido mit der neuen Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Nachdem im vergangenen Jahr ausnahmsweise kein neues Nachwuchstalent gesucht wurde, können sich Musiker*innen in diesem Jahr nun wieder vor der gewohnt kritischen Jury beweisen.
Doch trotz der einjährigen Pause scheint das Interesse der Zuschauer*innen so gering wie nie zuvor. Wie DWDL berichtet, lagen die Einschaltquoten sogar noch unter den Werten der vorangegangenen Staffel von 2024. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen schalteten am Samstagabend lediglich 360.000 Menschen ein, was RTL einen Marktanteil von 11,9 Prozent bescherte. Dies markiert zwar den schwächsten Staffelstart der gesamten Showgeschichte, lag für RTL-Verhältnisse jedoch immer noch über dem aktuellen Senderschnitt. Insgesamt verfolgten 1,58 Millionen Zuschauer*innen den Auftakt, was einem Gesamtmarktanteil von 8,5 Prozent entspricht.
Neues Konzept sorgt bei Fans für Unmut
Um an den einstigen Erfolg der Castingshow anzuknüpfen, hat RTL das Konzept der Sendung grundlegend umgestellt – und sich damit bei der Fangemeinde keine Freunde gemacht. Durften sich die Zuschauer*innen in den vergangenen Jahren noch auf rund 20 Folgen pro Staffel freuen, gehört dies nun der Vergangenheit an: Für 2026 wurde DSDS drastisch auf lediglich zehn Ausgaben gekürzt.
Dass die Fans künftig nur noch die Hälfte ihrer gewohnten DSDS-Dosis erhalten, sorgt im Netz für reichlich Unmut. „Das ist ein Witz. Da fange ich erst gar nicht an, 10 Folgen ist so wenig“, kommentierte beispielsweise ein User auf Instagram. Andere fassen ihre Meinung kurz als „Pure Enttäuschung“ zusammen.
Zusätzlich bilden die Casting-Episoden nun jeweils einen kompletten Tag ab: Die Kandidat*innen werden hautnah dabei begleitet, wie sie an der Location eintreffen, vor die Jury treten und schließlich die Entscheidung über den Einzug in den Recall erhalten. Parallel dazu kündigte RTL eine eigene Spin-off-Doku an, die ab dem 21. April bei RTL+ zu sehen sein wird. Hier werden die Nachwuchstalente auf Schritt und Tritt auf ihrem Weg zum nächsten Superstar von Kameras begleitet.
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