"Keinen einzigen Satz selbst geschrieben": Ex-"Tagesschau"-Sprecher kritisiert ehemaligen ARD-Job
Adrian Königer
Adrian Königer
Junior Redakteur bei Filmstarts. Erzogen von Harald Schmidt, aufgewachsen mit Joko & Klaas. Als Fan von Late Night Shows kenne ich mich bestens mit Böhmermann, Welke & Co. aus. Experte für deutsche TV-Shows und Entertainment. Schaue liebend gern Quiz-Shows.

Die „Tagesschau“ läuft täglich zur besten Sendezeit und die Nachrichtensprecher stehen dabei mitunter im Mittelpunkt. Nun packt ein ehemaliger „Tagesschau“-Sprecher über seinen Job bei der ARD aus.

ARD/WDR

Constantin Schreiber war vier Jahre lang Sprecher bei der „Tagesschau“, bis er sich im letzten Jahr überraschend zurückzog. Für das Aus bei der ARD und dem Nachrichtenformat gab es konkrete Gründe, die Schreiber selbst verriet.

Ex-Nachrichtensprecher packt aus: Warum er bei der "Tagesschau" aufgehört hat

Am 25. Mai 2025 las Constantin Schreiber ein letztes Mal die Nachrichten in der „Tagesschau“ vor. Dabei war er seit 2021 dabei, hat aber mittlerweile mit seiner Zeit bei der ARD abgerechnet. In seinem gleichnamigen Podcast sprach er über den Ablauf bei der „Tagesschau“: „Ich kam gegen 18.30 Uhr in den Sender, zum NDR, habe mich umgezogen und mir überlegt: Welche Krawattenfarbe soll’s heute sein?“

Sein Problem: Schreiber hat sich als Journalist nicht gefordert gefühlt. „Gegen 19.45 Uhr bekam ich Zettel, die ich vorlesen sollte, auf denen ich keinen einzigen Satz selbst geschrieben habe“, so der ehemalige „Tagesschau“-Sprecher.

Ehemaliger "Tagesschau"-Sprecher war journalistisch unterfordert

Schreiber sollte in der „Tagesschau“ vor allem als Sprecher agieren, „nicht als Redakteur, auch nicht als Moderator“. Schreiber wollte mehr journalistisch arbeiten – womöglich so wie früher, als er als Korrespondent unterwegs war. „Das biss sich mit der Marke, mit der Erwartungshaltung an die Sendung“, erklärt er.

Schreiber war aufgrund seiner Positionen gegenüber dem Islam seinerzeit umstritten, was unter anderem dazu führte, dass er 2023 bei einer Lesung mit einer Torte beworfen wurde. „Das passte auch nicht zur Rolle als ‚Tagesschau‘-Sprecher zu dem Zeitpunkt, dass ich in so hochkontroversen Debatten unterwegs war“, erläutert er im Podcast.

Nach seinem „Tagesschau“-Aus begann er bei Axel Springer zu arbeiten, wo er nun als „Global Reporter“ für die „Welt“ tätig ist.

Jan Hofer hat zuletzt gezeigt, was bei der „Tagesschau“ hinter den Kulissen passiert und zeigt dabei etwas, wovon wir zuhause gar nichts mitbekommen:

So wird bei der „Tagesschau“ getrickst: Das passiert während der Live-Sendung hinter dem Nachrichtenpult

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