Schauspielerin kritisiert ARD-Programmplanung: Jetzt äußert sich der Sender
Adrian Königer
Adrian Königer
Junior Redakteur bei Filmstarts. Erzogen von Harald Schmidt, aufgewachsen mit Joko & Klaas. Als Fan von Late Night Shows kenne ich mich bestens mit Böhmermann, Welke & Co. aus. Experte für deutsche TV-Shows und Entertainment. Schaue liebend gern Quiz-Shows.

Anna Maria Mühe war unter anderem zuletzt bei „Totenfrau“ zu sehen. Sie wehrt sich gegen die schlechten Quoten der Krimiserie, die ARD antwortet nun auf die Kritik.

HR/ARD Degeto/ORF/Mona Film/Barry Films/Victoria Herbig

Anna Maria Mühe wird aktuell mit ihrer Krimiserie „Totenfrau“ verbunden. Während die österreichisch-deutsche Produktion auf Netflix und im ORF ein Erfolg war, fielen die Quoten in der ARD eher bescheiden aus, was die Schauspielerin beklagt. Der Sender selbst bezieht jetzt Stellung.

Anna Maria Mühe beklagt ARD-Sendeplatz von "Totenfrau"

Anna Maria Mühe übernahm in der zweiten Staffel von „Totenfrau“ erneut die Hauptrolle der Brünhilde Blum. Die Krimiserie wurde vorrangig vom ORF gezeigt und auf Netflix zur Verfügung gestellt. Im Mai 2026 lief die Fortsetzung erstmals im Ersten, wo die Quoten jedoch verhalten blieben. Nach DWDL sicherte sich die gesamte Staffel in der ARD weniger als 10 Prozent Marktanteil.

In einem Interview mit „t-online“ wurde sie direkt darauf angesprochen. Dabei kritisierte Mühe die Ausstrahlung von „Totenfrau“ in der ARD: „Man darf auch nicht unterschätzen, dass wir ausgerechnet an diesem Tag zum ersten Mal in ganz Deutschland richtig schönes Wetter hatten und wir den ersten warmen Abend genießen durften. Da ist einfach niemand vor dem Fernseher. Ich kann das total nachvollziehen.“

Für Mühe ist eine schlechte Quote ziemlich ärgerlich – immerhin hängt die Zukunft von vielen Formaten daran. Sie findet daher klare Worte zur Programmplanung: „Wie verteilen die, wann was läuft? Manchmal finde ich die Programmplanung sehr ärgerlich. Ich frage mich wirklich: Warum traut ihr dem Publikum nicht mehr zu? Es ist doch von Anfang an klar, dass eine schlechte Quote dabei herauskommt, wenn man gute Stoffe spät platziert.“

ARD wehrt sich gegen die Vorwürfe von Anna Maria Mühe

Auf Anfrage von „t-online“ nahm die ARD zu den Vorwürfen der „Totenfrau“-Schauspielerin Stellung. „Die lineare Ausstrahlung von 'Totenfrau' erfolgte am Samstag, 2. Mai, um 20.15 Uhr im Ersten – und damit in einem prominenten Programmfenster, antwortet der Sender. Die Quoten der gesamten Staffel wurden dabei jedoch nicht bewertet.

Die ARD setzt aber verstärkt auf den Platz der Serie in der Mediathek. „Die Folgen der ersten beiden Staffeln von 'Totenfrau' wurden im Kuratierungszeitraum vom 1. bis 30. Mai in der ARD-Mediathek insgesamt 5,5 Millionen Mal abgerufen“, so der Sender.

Die ARD strich kürzlich die Musikshow „Starnacht“ mit Barbara Schöneberger und Hans Sigl aus ihrem Hauptprogramm. Das Live-Event wandert nun zu einem anderen Sender:

Barbara Schöneberger und Hans Sigl fliegen aus dem Ersten: Beliebte Musikshow wechselt den Sender

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