Seit vielen Jahren wechseln sich nun „Gefragt – Gejagt“ und „Wer weiß denn sowas?“ im ARD-Vorabendprogramm ab. Dabei ist es meiner Meinung nach sicher, dass „Gefragt – Gejagt“ hier die weitaus bessere Wahl ist – und das liegt nicht nur am größeren Quizfokus. Völlig zurecht feiert die Show aktuell sein Jubiläum zur 1000. Folge.
"Gefragt - Gejagt" sticht durch originelles Konzept heraus – und hebt sich von Konkurrenz ab
„Gefragt – Gejagt“ folgt seit 14 Jahren dem gleichen Konzept: Ein Team bestehend aus vier Personen (Promis in der XXL-Version) tritt einzeln in Duellen gegen die sogenannten Jäger an – besonders gut belesene und informierte Personen, die regelmäßig in Wettbewerben antreten. Dabei haben die Kandidat*innen, abhängig von der genommenen Spielsumme, ein paar Fehler frei, bevor die Jäger sie einholen. Wenn sie nicht eingeholt werden, kommt man als Kandidat ins Finale.
ARD/Uwe Ernst
Hier kristallisiert sich auch der größte Unterschied zum Schwesternformat „Wer weiß denn sowas?“ heraus. Denn bei „Gefragt – Gejagt“ sorgt alleine das Spielprinzip für Hochspannung. Wie oft hat ein Kandidat einen haushohen Vorsprung gegenüber dem Jäger verspielt? Oder eine Person steht nur eine Frage vor dem Aus, doch dann hangelt sie sich trotzdem von Frage zu Frage ins Finale? Die Krönung sind dabei die abwechslungsreichen Fragen aus den unterschiedlichsten Kategorien – von Literatur über Botanik bis Geschichte. „Wer weiß denn sowas?“ setzt derweil den Fokus mehr auf die Interaktion zwischen den Promis und weniger auf die Herausforderung im Quiz.
"Gefragt - Gejagt" zeigt: Ohne Bommes und die Jäger geht's nicht
Doch „Gefragt – Gejagt“ sticht auch durch die Auswahl und Vielfalt der Jäger hervor. Ein Sebastian Jacoby sticht durch sein umfassendes Wissen über Geschichte hervor und seinen riesigen Ehrgeiz in jedem Finale, das er bewältigen muss. Auch ein Sebastian Klussmann wandelte sich zum Publikumsliebling, nachdem er sich neben seiner umfassenden Sprach- und Kunstkompetenz auch mit seiner bewussten Hemdenwahl beeindruckte.
Nachdem in den ersten Jahren ein wenig zu sehr das männliche Geschlecht im Jägerumfeld präsent war, sind in den letzten Jahren auch mit Annegret Schenkel und – meiner persönlichen Favoritin – Adriane Rickel zwei Frauen zu den Jägern gestoßen. Letztere brilliert mit der zweithöchsten Siegquote unter der Quiz-Elite, gleich nach Jacoby!
ARD/Uwe Ernst
Doch was wären die Jäger ohne ihre täglichen Schlagabtausche mit Moderator Alexander Bommes? Der Moderator stellt sich immer auf die Seite der Kandidat*innen und will immer auf das Wissen der Jäger mit einem gewitzten Spruch kontern. Dabei bleibt alles familiär und freundschaftlich.
„Gefragt – Gejagt“ bedient sich einer Stärke von „Wer wird Millionär?“, bei der die Spannung der fortschreitenden Fragen (und der dazukommenden Fallhöhe) auf einen versierten und sympathischen Günther Jauch trifft. Doch „Gefragt – Gejagt“ geht sogar noch weiter: Denn Alexander Bommes würde nicht alleine funktionieren. Doch die Kombination aus dem Moderator, den Kandidaten und dem Jäger macht sie zu der einzigartigen Show, die sie heute ist.
Anlässlich der 1.000. Folge von „Gefragt – Gejagt“ läuft die Quizshow aktuell in der Jubiläumswoche. Dabei können die Fans mit einer besonderen Überraschung rechnen:
Ab heute startet die große „Gefragt - Gejagt“-Jubiläumswoche: Damit können Fans jetzt rechnen