Ehemaliger Telefonjoker spricht über strenge Regeln bei "Wer wird Millionär?": Bei einem Verstoß drohen drastische Konsequenzen

Der Telefonjoker ist der einzige „Wer wird Millionär?“-Joker, der im persönlichen Umfeld des Kandidaten liegt. Deshalb gelten hier bestimmte Regeln.

RTL / Stefan Gregorowius

Bei „Wer wird Millionär?“ gibt es seit dem Start der Show den 50:50-, Telefon- und Publikumsjoker. Später kam der Zusatzjoker hinzu, für den man sich aktiv vor Start entscheiden muss. Wer aber als Telefonjoker einspringt, muss bestimmte Regeln beachten – sonst droht die Disqualifikation.

Telefonjoker bei "Wer wird Millionär?": Darum muss man sich vor Start kümmern

Wenn man bei „Wer wird Millionär?“ den Telefonjoker wählt, hat man als Kandidat eigentlich die Auswahl aus drei Personen, die man schon im Vornherein ausgewählt hat. Wenn man sich die Person, die man anrufen will, ausgewählt hat, muss man innerhalb von 30 Sekunden die Frage stellen und beantworten lassen.

Doch was RTL nicht zeigt, ist der Ablauf hinter den Telefonjokern. Julia Sloboda, stellvertretende Redaktionsleiterin der Allgemeinen Zeitung, gibt Einblicke: Eine ihrer früheren Kolleginnen trat bei „Wer wird Millionär?“ an und stellte sich den Fragen von Günther Jauch.

Als potenzieller Telefonjoker musste Sloboda vorab zahlreiche Formulare ausfüllen, Fotos schicken und zwei Telefonnummern hinterlegen. Am Aufzeichnungstag rief die Redaktion von „Wer wird Millionär?“ zur Probe an und nannte ihr ein dreistündiges Zeitfenster, in dem sie erreichbar sein musste.

Betrugsversuch bei "Wer wird Millionär?" kann Gewinn kosten

Am Telefonhörer gelten aber auch strenge Regeln. Sloboda musste nämlich unterschreiben, dass sie das Telefonat nicht auf Lautsprecher stellt und auf keinen Fall nebenbei die Frage in irgendeiner Form nachschlägt. Denn im Zweifel behält sich RTL vor, den gesamten Gewinn wieder einzuziehen, wenn ein Betrugsversuch vorliegt.

An dem Tag wurde Sloboda tatsächlich angerufen, konnte jedoch nicht helfen, da es um das falsche Fachgebiet ging. Erst Monate später, bei der Ausstrahlung, erfuhr sie den Gesamtzusammenhang – und dass Günther Jauch sie als „kratzbürstig“ bezeichnet hatte.

Bei der ARD-Quizshow „Gefragt – Gejagt“ blamierte sich einer der Jäger mit einer besonders schwachen Leistung:

„Das war sehr schlecht“: Jäger erlaubt sich bei „Gefragt – Gejagt” gleich mehrere Fehler - Alexander Bommes ist fassungslos

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Adrian Königer
Adrian Königer
-Redakteur, TV-STARTS
Junior Redakteur bei Filmstarts. Erzogen vom späten Harald Schmidt, aufgewachsen mit Joko & Klaas. Als Fan von Late Night Shows kenne ich mich bestens mit Böhmermann, Welke & Co. aus. Experte für deutsche TV-Shows und Entertainment. Schaue liebend gern Quiz-Shows.
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