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    Oscars 2018: Alle Gewinner in der Übersicht
    Von Christoph Petersen, Carsten Baumgardt — 05.03.2018 um 05:45
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    In der vergangenen Nacht wurden in Los Angeles zum 90. Mal die Oscars vergeben. In der folgenden Bildergalerie präsentieren wir euch die die Gewinner in allen 24. Kategorien:

    1. +

    Überraschungen gab es bei der Oscarverleihung 2018 so gut wie gar keine, als „Shape Of Water“ seine insgesamt 13 Nominierungen in vier Siege verwandelte - darunter die wichtigste Kategorie bester Film sowie beste Regie für Guillermo del Toro, bestes Produktionsdesign und bester Originalscore. Ein Blick auf die Details, auf die Zahlen und Rekorde lohnt sich dennoch. Immerhin sind die Academy Awards 90 geworden!

    90 Jahre Oscars, 90 Jahre Stars, Glamour, Triumphe und Skandale. Der materielle Wert dieser kleinen, vergoldeten Statue beträgt gerade einmal 900 Dollar, aber für den Marktwert und das Prestige der Künstler ist er unermesslich. In unserem Interview zu „Die dunkelste Stunde“ mokierte sich Hauptdarsteller Gary Oldman etwas spöttisch-angefressen, dass er vor seiner monumentalen Leistung als Winston Churchill noch nicht einmal für einen Golden Globe nominiert worden war. Den gewann er mit „Die dunkelste Stunde“ ebenso wie gestern Nacht verdientermaßen den Oscar (mit seiner zweiten Nominierung nach „Dame, König, As, Spion“). Das dürfte sich bei den kommenden Gehaltsschecks auch für Oldman auszahlen.

    Gastgeber Jimmy Kimmel tritt dagegen fast umsonst auf. Sein spärliches Salär für seine Oscar-Show beträgt gerade einmal 15.000 Dollar. Aber mehr kann man in Sachen PR und Marketing für die eigene Late-Night-Show „Jimmy Kimmel Live!“ wohl nicht machen, zumal sich Kimmel in guter Form zeigte und viele treffende Sprüche raushaute

    Oscar-Rekorde für Jordan Peele, James Ivory und John Williams

    Neben Oldman, der seinen ersten Oscar mitnahm, gab es noch eine Reihe von Stars, die tatsächliche Rekorde aufstellten. So ist Jordan Peele der erste Schwarze, der in der Kategorie bestes Original-Drehbuch (für „Get Out“) gewann. Dazu war der Filmemacher für die beste Regie und den besten Film nominiert.

    Vor kurzer Zeit hatten wir euch ein Special über Altersrekorde präsentiert, das bekommt jetzt Zuwachs. James Ivory (Regisseur von „Was vom Tage übrig blieb“, „Zimmer mit Aussicht“) ist durch seinen Sieg in der Kategorie bestes adaptiertes Drehbuch (für „Call Me By Your Name“) der älteste Gewinner überhaupt – mit seiner ersten Nominierung als Drehbuchautor. Klar, dass die Zuschauer im Dolby Theatre in Los Angeles den Kalifornier mit Standing Ovations feierten.

    Christopher Plummer gewann für „Alles Geld der Welt“ zwar nicht in der Kategorie bester Nebendarsteller, ist aber jetzt mit 88 Jahren der älteste Schauspieler, der je für einen Oscar nominiert war, während Timothée Chalamet (in „Call Me By Your Name“) der jüngste nominierte Hauptdarsteller seit 1944 ist.

    Erster Science-Fiction-Film gewinnt „besten Film“

    Seit Jahrzehnten hält sich die Frage, wer denn nun als erster Science-Fiction-Film überhaupt die Kategorie bester Film gewinnt. Die ist beantwortet: Guillermo del Toros Fantasymärchen „Shape Of Water“, das mehrere Genres, wie auch Science-Fiction, streift.

    Der Sieg von „Eine fantastische Frau – Una Mujer Fantástica“ als bester nicht-englischsprachiger Film ist ebenfalls eine Premiere. Das Transgender-Drama ist der erste chilenische Film überhaupt, der einen Oscar gewann.

    Und dann gibt es ja auch noch John Williams. Der legendäre Filmkomponist („E.T.“, „Schindlers Liste“) ist mit seinen 86 Jahren ein Garant für Rekorde. Der fünffache Oscarpreisträger war dieses Jahr für seinen Score zu „Star Wars: Die letzten Jedi“ nominiert, und ist damit die lebende Person mit den meisten Nominierungen, nämlich 51 (Walt Disney schaffte es als übergeordneter Rekordhalter auf 59 Nominierungen). Die Kehrseite der Medaille: Williams ist gleichzeitig auch der Mann mit den meisten Oscar-Niederlagen. 46 Mal war der New Yorker nominiert, ohne zu gewinnen.

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    Kommentare
    • Sentenza93
      Dafür aber 2014 12 Years A Slave als Film und für's Drehbuch. ;)
    • Bruce Wayne
      Wenn das wirklich eine bewusste Entscheidung war, dann könntest du mir ja die Quelle hinter den Infos zukommen lassen. Da wäre ich dir sehr verbunden. Inwiefern das meine Meinung zu Dunkirk beeinflusst, ist eine andere Angelegenheit, aber ich bin gerne bereit meinen Irrglauben in Bezug auf das Sound-Editing einzugestehen, wenn ich Beweise dafür sehe.
    • Bruce Wayne
      Immerhin einer der beiden Sick-Boys versteht was von Qualität :D
    • Bruce Wayne
      So und genau da stoßen wir bereits auf Probleme. Wenn ihm die Dialoge und Storydetails unwichtig waren, warum hat er dann nicht gleich auf alle Dialoge verzichtet? Das hätte dem Film einen gewissen Silent Era-Vibe gegeben, und wäre gleichzeitig Nolans Ziel, ein komplett inszenatorisch-fokussiertes Kinoerlebnis zu schaffen, näher gekommen. Das ist genau das Problem von meiner Seite. Der Film ist weder Fisch noch Fleisch. Einerseits pseudo-komplex mit seinen ganze Zeitebenen, andererseits nur auf die Inszenierung und technsichen Seiten des Filmemachens bedacht. Das war für mich keine stimmige Mischung. Mag sein, dass ich da alleine da stehe, aber ich war eben nicht on the edge of my seat, wie viele andere Kinogänger behaupten. Dazu hat sich der Film mit seinem Subplot auf dem Rettungsschiff auch viel zu viel Ruhezeit genommen. Der Anfang des Filmes ist eindeutig der beste Part, in meinen Augen. Gerade weil der Fokus auf die Atmosphäre liegt. Außerdem wird dort einiges an cleverem visual storytelling betrieben (in dieser Zeit wird praktisch auch kein einziges Wort geäußert). Werke wie Good Time haben diese Art des Adrenalin-Kinos (welches ich übrigens, über alles liebe) perfekt getroffen. Dunkirk scheitert hingegen an Nolans alten Tugenden (viel Exposition, komplexe Erzählstruktur etc.). Außerdem, und das will ich auch betonen, ist bisher nicht klar, ob der Sound-Editor diverse Ungereimtheiten im auditiven Teil des Filmes bezweckt hat. Evtll. ist es zu früh von Versagen zu sprechen, aber genau so auch von einer bewussten künstlerischen Entscheidung. Habe den Film übrigens in der 70 mm Fassung bewundern dürfen.
    • Cholerische Languste
      Der Edit hat dich gerettet. War schon beinahe enttäuscht :D Die Oscars sind nach wie vor ein Politikum - leider.
    • Bruce Wayne
      Hat auch zur Simplizität des Plots gepasst (ohne das jetzt negativ zu meinen).
    • Jimmy V.
      Ich schaue ihn mir auf jeden Fall an!
    • Fain5
      Also ich habe gester Three Billboards gesehen und dieser Film ist einfach nur klasse. So oft wie mir das Lachen im Hals stecken geblieben ist und dann an den unpassendsten Momenten doch willkommen war, sowas sieht man heute nicht mehr oft. Dazu noch eine Figurenzeichnung welche für so manche Überraschung sorgt. Im Kino hatte man oft ein fragendes Staunen vernehmen können, wenn eine Szene ganz anders endete als dies wirklich jeder im Saal erwartet hat.
    • Fain5
      JAWOLL!!!! Ich habe gestern den ganzen Tag jede News vermieden weil ich mir am Abend Three Billboards noch unbefangen angucken wollte. Und jetzt sehe ich, dass beide Darsteller zu Recht den Oscar bekommen haben. Die Academy ist endlich mal zu ihren Wurzeln zurück und belohnt einfach gute Filmarbeit anstatt Politik zu machen.Edit: Ok ich hätte weiter als bester Nebendarsteller lesen sollen: Get out bestes Drehbuch vor Three Billboards? Das müsste sogar Christoph skandalös finden.
    • Darklight ..
      Ich glaube, die Dialoge waren ihm schlicht unwichtig. Genauso wie die Namen oder Hintergrundgeschichten der Figuren. Alles unwichtig. Eben weil es auch im Krieg keine Rolle spielt. Da sind plötzlich Menschen da. Viele Soldaten. Zu viele...Das Gesagte wird unwesentlich. Es geht nur noch ums Überleben. Eine bewußte Künstlerische Entscheidung. Da kannst Du nicht von Unvermögen reden, wenn es gewollt war. Noch unsinniger wäre es dann auch, Untertitel zu setzen. Wozu?! Lesen in einem Moment, wo man Fühlen soll?!Macht keinerlei Sinn...Dunkirk war für mich kein Film, sondern eher eine Erfahrung. Ein Großteil der Spannung und des Rhythmusses des Film kaum aus dem Ton - gemischt mit dem Tonartigem Soundtrack. Diese Kombi war meisterhaft und hat diesem sehr langen Film einer konstante Anspannung und spannende Atmosphäre gegeben. Mich hat er (im IMAX) Kino sehr mitgenommen.Von daher kann ich diese OSCARS gut nachvollziehen.Auch wenn ich verstehen kann, das Baby Driver hier auf mind.gleicher Augenhöhe ebenfalls eine Trophäe verdient hätte. Da bin ich voll bei Dir.
    • Felix Haberkorn
      Wenn du dich ein wenig mehr mit dem Hintergrund des Films beschäftigen würdest, würdest du feststellen, dass es eine bewusste Entscheidung des Filmteams war, dieses besondere Verhältnis zwischen Sound und Dialogen zu machen, aus bereits erwähnten Gründen. Und scheinbar gefällt das trotz mancher Kritik genug Leuten.
    • castro77
      Ich denke die klare Verteilung, bezüglich böse und gut, hat auch damit zu ton, dass Del Torro, es ja als Märchen versteht und da sind solche klaren Rollen ja normal.
    • Bruce Wayne
      Darum gehst doch überhaupt nicht. Wenn man intentional den Ton unverständlich machen will, dann setzt man Untertitel. Außerdem gibt es eine gewisse Ebene worauf du operierst, wenn es um Unverständlichkeit des Audios geht. Es wirkt ziemlich offensichtlich. In diesem Fall war es nicht so offensichtlich, ob das ein Versehen oder Intention des Sound-Editors war.
    • Rafael Usenko
      das hat er nicht geschrieben sondern dass jeder beste film zusätzlich in regie oder Drehbuch gewann. deine beispiele waren aber keine beste filme. Moonlight letztes jahr hatte noch einen drehbuch oscar genauso wie spotlight davor. er schrieb nicht dass jeder regieoscar-gewinnerfilm auch den für bester film gewann.
    • Rafael Usenko
      tja und wenn es aber genau so gewollt war? von daher unverschämt von nicht hingekriegt zu sprechen
    • Bruce Wayne
      Es ist ja wohl wesentlich alberner, einen Film dafür zu loben, dass es nicht richtig schafft Soundeinlagen und Dialoge richtig aufeinander abzustimmen. Man kann Dialoge auch klar hörbar machen, ohne den sonstigen Geräuschpegel runterzufahren. Die haben das anscheinend nicht hingekriegt. Notfalls nutzt man sogenannte Untertitel (!). Außerdem hat man bei Dunkirk so viel Potenzial liegen lassen, wenn es um die auditive Ebene geht. Da hätte man so viel anstellen können - teilweise mit dem Fokus auf einzelne Sounds wie das Atmen eines Soldaten, oder dem Einsetzen von Low Pass-Filtern etc. So viele Möglichkeiten!! Und letztlich haben sie nicht wirklich was daraus gemacht. Sorry, aber für mich ist Baby Driver der (heimliche) Gewinner dieses Preises.
    • Stefan L.
      So, die Oscar-Verleihung liegt nun wieder hinter uns. Freut mich sehr, dass Roger Deakins den Oscar endlich gewonnen hat. Zudem hat Blade Runner 2049 auch noch den Oscar für die besten visuellen Effekte gewonnen. Hervorragend. Auch Frances McDormand gönne ich den zweiten Oscar. Shape of Water finde ich abgesehen von den technischen Kategorien komplett überbewertet. Da wäre Three Billboards ... die besser Wahl gewesen.
    • Felix Haberkorn
      Also sorry, das ist jetzt schon albern. Der Sound ist großartig, eben weil er so authentisch ist. Man versteht eben im Gefecht bei Explosionen nicht alles, aber dennoch genug. Diese Arbeit als Versagen abzutun ist für mich Inkompetenz. Das nennt man Authenitizität, ähnlich den Weltraumexplosionen, die bei Star Wars viele tolle Geräusche machen, bei interstellar z.B. lautlos sind.Es ist ja trotz allem nicht so, dass man gar nichts versteht. Es ist manchmal nicht einfach, aber das Wichtigste versteht man.
    • Chris
      Keine genaue Ahnung was da passiert ist, aber die paar Sätze hier reichen schon um mir zu bestätigen das es gut war dat nich zu guckn...
    • HalJordan
      Nicht immer. ;-) Alejandro G. Inarritu z. B. erhielt den Regie-Oscar, aber Film (The Revenant) und Drehbuch gingen leer aus. Dasselbe gilt für Gravity. Der Regisseur Alfonso Cuaron wurde geehrt, ansonsten gab es nur Gold in den kleineren Kategorien.
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