Kinostart:
20. August 2009
Regie: Rudolf Thome
Mit Tonio Arango, Florian Panzner, Hannah Herzsprung,
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Genre:
Komödie
,
Romanze
Laufzeit: 82 Minuten.
Verleiher: Prometheus Film-Verleih und Vertriebs GmbH
Inhalt: Pink (Hannah Herzsprung) schreibt Gedichte und wird dafür von allen geliebt. Bei den Lesungen der „Punk-Dichterin“ stehen ihre Verehrer nicht nur bildlich, sondern gleich auch wörtlich Schlange. An diesem Abend sind es wie schon so oft Carlo (Guntram Brattia), ein erfolgreicher Geschäftsmann, Georg (Florian Panzner), ein aalglatter Verleger, und Balthazar (Cornelius Schwalm). Nach der Lesung warten sie, jeder einen Blumenstrauß in der Hand, einträchtig auf Pink und machen sich dabei Hoffnungen – diesmal sogar zu Recht. Pink hat die Stimme Gottes vernommen, und die hat ihr gesagt, dass sie sich endlich entscheiden muss. Nach genauen, das heißt in diesem Fall mathematischen, Überlegungen fällt die Wahl auf Carlo. Und schon bald läuten die Hochzeitsglocken. Doch an ein „... und lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ ist bei diesem ungleichen Märchen-Paar nun wahrlich nicht zu denken…
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Pressespiegel

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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Sascha Westphal
(4)
„Nach diesem künstlerischen Befreiungsschlag ist alles möglich“, hat Filmstarts über Rudolf Thomes Das Sichtbare und das Unsichtbare geschrieben. Diese enorme Offenheit in Richtung Zukunft, diese überraschende und auch verstörende „Tabula rasa“-Mentalität machte Thomes Künstlertragödie zu einem Ereignis, einem Höhepunkt in seinem Schaffen, aber auch im deutschen Kino, das mit dieser Art von Freiheit meist so seine Schwierigkeiten hat. Nun hat diese Zukunft also begonnen. Und sie erweist sich tatsächlich als rosig, und das nicht nur, weil Thomes neuester Film den Titel „Pink“ trägt. Alles ist möglich in dieser ganz und gar schwerelosen Komödie, mit der er sich an einer ganz eigenen Form des Kino-Märchens versucht. Die Selbstverständlichkeit und die Naivität, mit denen er diese Geschichte von einer jungen Frau und ihren drei Männern erzählt, sind absolut entwaffnend. So etwas würde sich nicht einmal Hollywood trauen, dessen romantische Konventionen Thome zitiert, um sie dann umso lustvoller wieder zu unterlaufen.
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insgesamt 8 Kritiken
Bewertung:
(3)
Kritik:
Zugegeben: Ich brauchte gewisse Zeit, bis ich den Film erfasst hatte. Und "Pink" wird gewiss nicht als Meisterwerk in die Annalen der Filmgeschichte eingehen. Aber ein "solide" kann man dem Werk schon bescheinigen.
Die Story ist ein modernes Märchen. Wer das begriffen hat, kann vieles eher tolerieren. Vor allem ihre drei Ehen finden Parallelen in dreifachen Wiederholungen, die in vielen Märchen zu finden sind (allen voran die drei Wünsche, die man bei der Fee frei hat). Dabei macht die Protagonistin eine Wandlung durch und ist am Ende ganz bei sich angekommen.
Auch die geraffte Erzählweise steht voll in der Tradition des Märchens. Als besonders temporeich würde ich den Film dennoch nicht bezeichnen. Er fließt eher ruhig dahin wie der südländische Fluß, auf dem Georg, Pinks Ehemann Nr. 2, seine frisch Angetraute entlang paddelt.
Hannah Herzsprung überzeugt sowohl als unreife Zicke, die sich sämtliche Annäherungsversuche von außen (der Fan im Zug, die Interviewerin) mit Schroffheiten vom Leib hält und vom Leben alles will, und zwar alles sofort ("Jetzt will ich nur noch glücklich sein." nach ihrer ersten Hochzeit). Aber auch als gereifte und innerlich beruhigten Frau, die Verantwortung für sich und ihre Familie übernimmt und auch schon mal Unkraut jätet und den Garten pflegt, bevor sie die reifen Früchte erntet. Ein besonderes Highlight sind die Liebesszenen mit der Therapeutin Lilli Berg (Christina Hecke) und der Gastauftritt von Rahde Schiff als spanische Dichterkollegin Silver (eine Farbe, die gut mit pink harmoniert).
Die Liebhaber und späteren Ehemänner geraten eher zu Typen (der Kaufmann, der Lebemann, der biedere Bauersmann) als zu echten Charakteren. Auch das ein Zugeständnis an Märchen-Traditionen, wo man auf immer wieder dieselben Könige, Ritter, Feen, Hexen etc. trifft.
Doch die Zeit der Märchen ist vorbei. Heute kann man sich diesem Genre nicht ohne Ironie nähern. So hat das scheinbare "happy end" einen schalen Beigeschmack. Die Wandlung einer hochmodernen Powerfrau zu einer glücklichen Hausfrau und Mutter, die ihre Familie in einem einsamen Hüttchen im Grünen begluckt, kann nicht ernst gemeint sein. Wenn das das Ziel ihrer Lebensachterbahnfahrt war - wozu dann der ganze Aufwand?
Fazit: Ein Märchen für einen geruhsamen Sommerabend ohne tieferen Anspruch oder Gehalt.
Bewertung: 6 von 10 in den Laptop gehackten Gedichten
Verfasst am 26.08. um 13:14 Uhr -
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Koyaanisqatsi
Mitglied seit 852 Tagen
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41 Userkritiken
Bewertung:
(0,5)
Kritik:
Nachdem ich mir hier alle Leserkritiken durchgelesen habe, welche ja ziemlich vernichtend sind, habe ich mir den Film trotzdem angesehen. Mit der Grundhaltung, dass man einen absolut schlechten Film zu sehen bekommt, funktioniert der Film wunderbar: Ich habe mich so oft totgelacht! Seien es die Gesänge von Balthazar (ich habe eine Wurzel ... Wurzel ... oh ... yeah), die Gedichte (I c h b i n k r a n k) oder Sprüche (keine Sorge, ich erschieße ihn!) oder Handlungen von Pink, oder überhaupt der gesamte Plot und die schauspielerischen Leistungen; das ist alles unterirdisch schlecht!
Nun kommt das große Aber: Auch wenn er vielleicht nicht so beabsichtigt war, könnte man den Film als einen Anti-Film auffassen. Er möchte einfach allen gängigen Konventionen, die ein Feel-Good-Movie ausmachen, entfliehen und will vielleicht darauf hinaus, dass selbst eine Hauptfigur "Pink", welche von allen geliebt und hochgeachtet wird, vom Zuschauer selbst gehasst werden kann. Das ist eigentlich das im wahrsten Sinne des Wortes reizvolle gewesen: Sich über diese Frau aufregen. Sie verkörpert irgendwie die Belanglosigkeit von Menschen und die wohl im Handy-Zeitalter immer fortschreitende Unfähigkeit, alleine klarzukommen. Das könnte aber freilich alles Zufall sein, das Drehbuch könnte von einer präpubertären 11-Jährigen stammen.
Verfasst am 05.11. um 17:00 Uhr -
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Besetzung und Stab
Tonio Arango
Rolle: Helmut
Florian Panzner
Rolle: Georg
Hannah Herzsprung
Rolle: Pink
Guntram Brattia
Rolle: Carlo
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Gast - Dienstag, 07. Februar um 08:29