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Conni & Co 2 - Das Geheimnis des T-Rex
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Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
4,0
stark
Conni & Co 2 - Das Geheimnis des T-Rex
Von
Noch bevor abzusehen war, wie gut Franziska Buchs Kinderabenteuerfilm „Conni & Co“ überhaupt laufen würde, gab Co-Produzent und Nebendarsteller Til Schweiger („Honig im Kopf“) bekannt, dass er bei der Fortsetzung „Conni & Co 2 – Das Geheimnis des T-Rex“ selbst Regie führen werde. Ob er nun tatsächlich von dem Projekt einer weiteren Adaption der beliebten Buchreihe um das Mädchen Conni begeistert war oder sich vor allem die Möglichkeit sichern wollte, noch einmal seine immer mehr dem Kinderrollenalter entwachsende Tochter Emma zu inszenieren, die in der Vergangenheit schon häufiger angekündigt hat, der deutschen Filmwelt den Rücken kehren und in die USA ziehen zu wollen: Entscheidend ist das Ergebnis! Und nachdem die Regiearbeiten des inzwischen 53-jährigen Filmemachers in den vergangenen Jahren ziemlich durchwachsen ausfielen, findet Schweiger mit „Conni & Co 2“ zu seiner Bestform zurück. Das ist nicht zuletzt dem feinfühligen Drehbuch zu verdanken, das der Superstar gemeinsam mit Kinderbuchautorin Vanessa Walder verfasste. Die beiden treffen in so ziemlich jeder Lebenslage genau den richtigen Ton und bringen das Gefühlsleben der jungen Zielgruppe mit Herz, Hirn und Humor auf die Leinwand.

Conni (Emma Schweiger) und ihre Freunde verbringen ihre freie Zeit am liebsten auf der versteckt gelegenen Kanincheninsel, die man nur mithilfe eines kleinen Bootes erreicht. Hier im Grünen ist es ruhig und es gibt viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Doch mit dieser Idylle soll es schon bald vorbei sein, denn der ehemalige Schuldirekter Möller (Heino Ferch) beschließt in seiner neuen Position als Bürgermeister, die Insel mit einem Luxushotel zu bebauen. Der Bauleiter ist ausgerechnet Connis Vater Jürgen (Ken Duken), der durch diesen Auftrag seine berufliche Existenz sichern kann. Conni und Co. wollen das Bauvorhaben trotzdem unbedingt verhindern – zumal sie am Ort des Geschehens gerade erst einen riesigen Knochen gefunden haben, der aller Wahrscheinlichkeit nach von einem Dinosaurier stammt. Unterstützt von Connis Oma Marianne (Iris Berben) und einem renommierten Dinosaurierforschers starten die Jugendlichen in ihr bislang größtes Abenteuer ...



Schon der erste „Conni & Co“-Film war von liebevollen Querverweisen auf nostalgische Jugendfilmklassiker wie etwa „Stand by Me“ geprägt und mit diesen teilt nun auch „Conni & Co 2“ die einfühlsame Sichtweise auf die Hauptfiguren: Hier dürfen die Kinder ganz allein die Helden sein. Und die jungen Protagonisten verfügen im Gegensatz zu Bibi Blocksberg, Harry Potter und Co. auch nicht über irgendwelche Superkräfte (Conni und ihre Freunde haben dankenswerterweise noch nicht mal das Smartphone für sich entdeckt), was ihre Erlebnisse nochmal eine Spur greifbarer und lebensnäher macht. Trotz punktueller Überzeichnungen des Bösewichts Möller (voll von widerlichem Elan: Heino Ferch) sind die Probleme, mit denen die Mädchen und Jungs es hier zu tun bekommen, absolut realistisch. Auf entsprechend ambivalente Weise entwickelt sich dann auch der Konflikt, denn in der Kinder-Clique sind längst nicht alle strikt gegen die Pläne des Bürgermeisters. Als Connis bester Freund Paul (Oskar Keymar) davon erfährt, dass die durch den Hotelbau entstehenden Touristenströme dafür sorgen könnten, dass seine Eltern den Buchladen nicht schließen müssen, findet er sich plötzlich auf der anderen Seite des Streits wieder. Eine Situation, die nicht nur ihn und den Freundeskreis, sondern auch das junge Publikum mit einem echten Dilemma konfrontiert, das über den typischen „Wir wenden eine drohende Katastrophe ab“-Plot hinausgeht.

Der Grundkonflikt um die bevorstehende Zerstörung der Kanincheninsel hat ohnehin mehr zu bieten als Abenteuerfilmflair, für das einige explosive Actionszenen und spannende Verfolgungsjagden sorgen: Wurde im Vorgänger noch kindgerecht das Thema Tierschutz (der vierbeinige Szenendieb Frodo ist natürlich auch in „Conni & Co 2“ wieder mit von der Partie) aufbereitet, geht es in „Das Geheimnis des T-Rex“ vor allem darum, Respekt für die Natur und ihre Geschichte zu vermitteln. Zwar sollte man sich nicht unbedingt die Frage stellen, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Gruppe von Kindern zufällig das astrein erhaltene Skelett eines ausgewachsenen Tyrannosaurus Rex entdeckt, doch die Begeisterung der jungen Knochenfinder springt auch ganz unabhängig davon auf den Zuschauer über. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ihre Darsteller allesamt beachtliche Leistungen zeigen. Emma Schweiger hat ihre stärksten Momente dabei in den ruhigen Dialogszenen, die großen emotionalen Ausbrüche überlässt sie lieber ihren jungen wie älteren Kollegen. Unter den Nebendarstellern sorgen indes neben Iris Berben („Eddie the Eagle“) als rüstige Oma Marianne vor allem die beiden strunzdoofen Security-Männer (Tim Wilde und Tamer Trasoglu) für jede Menge Lacher, die von den Kindern mehr als einmal ordentlich aufs Kreuz gelegt werden. Genau so muss es sein!

Fazit: Nicht nur Kinder von acht bis zwölf Jahren werden diesen Film lieben: Til Schweigers „Conni & Co 2 – Das Geheimnis des T-Rex“ verbindet klassisches Abenteuerkino mit einer überzeugenden „Schützt die Natur!“-Aussage.
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