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Home > Kino > Film-Archiv > Tragikomödie > Ex Drummer
Kinostart:
15. November 2007
Regie: Koen Mortier
Mit Dries Van Hegen, Norman Baert, Gunter Lamoot,
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FSK ab 16 freigegeben
Produktionsland:
Belgien
.
Genre:
Tragikomödie
,
Krimi
Laufzeit: 101 Minuten.
Produktionsjahr:
2007
Verleiher: Legend Home Entertainment GmbH
Inhalt: Es ist eine Band aus dem untersten Bereich der belgischen Unterschicht: Sänger Koen (Norman Baert) lebt dauerhaft auf Drogen, fickt die glatzköpfige Mutter seines Kumpels und geht mit Pflastersteinen auf telefonierende Frauen los. Ivan (Sam Louwyck), der Gitarrist, ist beinahe taub, verprügelt seine koksende Ehefrau und lässt seine kleine Tochter in der vollgemüllten elterlichen Wohnung elendig zugrunde gehen. Bassist Jan (Gunter Lamoot) hat einen steifen Arm, ist der schwule Sohn der glatzköpfigen Mutter und hat einen mordgeilen Vater, der in einer Zwangsjacke ans Bett gefesselt dahinvegetiert und dem Jan ständig den Arsch abwischen muss. Was dieser durch und durch verdorbenen Band noch fehlt, ist ein Drummer...
FILMSTARTS.de
(4)
Pressespiegel
(2,3)
User-Wertung(349 Bewertungen)
(4,3)
1. „Die 120 Tage von Sodom“ (Pier Paolo Pasolini, 1975); 2. „Men Behind The Sun“ (Tun Fei mou, 1988); 3. „Ich spuck´ auf dein Grab“ (Meir Zarchi, 1978); 4. „Bloodsucking Freaks” / „The Incredible Torture Show” (Joel M. Reed, 1976); 5. „Mondo Brutale” / „The Last House On The Left” (Wes Craven, 1972); 6. „Maniac“ (William Lustig, 1980); 7. „Nackt und zerfleischt“ / „Cannibal Holocaust“ (Ruggero Deodato, 1980); 8. „Henry – Portrait Of A Serial Killer” (John McNaughton, 1986); 9. „In A Glass Cage” (Agusti Villaronga, 1987); 10. „Nekromantik” (Jörg Buttgereit, 1987); 11. „Die Hündin von Liebeslager 7” / „Ilsa – She Wolf Of The SS” (Don Edmonds, 1975); 12. „Combat Shock” (Buddy Giovinazzo, 1986); 13. Eraserhead (David Lynch, 1977). Dies ist die legendäre „Disturbo 13“, eine Liste mit den 13 verstörendsten Filmen aller Zeiten, in den frühen 90er Jahren von den Fangoria-Redakteuren Stanley Wiater, Steven Bissette und Phil Nutman erstellt. Würde man die Liste heute aktualisieren, gingen einem schnell einige Werke durch den Kopf, die diese sinnvoll vervollständigen würden: Zum Beispiel das Vergewaltigungs-Drama Irreversible oder natürlich auch Takashi Miikes Magenumdreher Audition. Auch über Koen Mortiers radikal-stilisiertes Gewalt-Drama „Ex-Drummer“ aus Belgien könnte man in diesem Zusammenhang nachdenken. Wahrscheinlich würde man sich im Endeffekt zwar gegen eine Aufnahme des Films in die Liste entscheiden, doch einen Platz auf den näheren Folgerängen hätte er wohl dennoch sicher.
WeiterlesenMitglied seit 840 Tagen | 99 Userkritiken
Kritik: Ich hab´s einfach drauf. Mit dem ganzen Leben, der ganzen Existenz. Ich kann´s einfach, ich bin einfach nur fähig, um nicht zu sagen genial. Ich habe Geld, Ruhm und alles andere, was man so braucht. Meine Wohnung bietet mir einen würdigen Blick auf die Stadt, meine Frau bietet mir den von vielen so gewünschten perfekten Sex - auch mal zusammen mit ihren Freundinnen. Man könnte sagen, ich lebe im Paradies, in absoluter Reinheit - aber nur rein zu sein kann mir wohl auch kaum wirklich zusagen. Ich bin doch ein Buchautor, ich brauche Inspiration, Einblicke, Erfahrungen. Und in diesem Augenblick klopft das Schicksal an meine Tür. Klopf-klopf. Die Scheiße ist angekommen und möchte meinen Teppich besudeln. Nein, sie möchte, dass ich mit ihr in ihre Kloake gehe und ein wenig Schlagzeug spiele - ein wilde, skurrile Idee, verachtenswürdig, normalerweise - aber was ist schon normal? Wo könnte ich mich schon besser fühlen als mit ihnen, mit diesen armen und nahezu bemitleidenswerten Wesen? Schade nur, dass mein Mitleid nicht mehr existiert - nur noch der Zynismus. Und dieser lässt mich mit einem feinen Lächeln einwilligen. Möge die Reise in die Unterwelt, in den Dreck, in die Kanalisation der menschlichen Gesellschaft beginnen. Es wird eine wunderschöne Reise. Merken diese Wesen (sie als Menschen zu bezeichen schmerzt meine Zunge) eigentlich, wie verdammt erbärmlich sie sind? Merken sie, wie tief sie gesunken sind, so tief, dass sie das Licht des wahren Lebens doch gar nicht mehr sehen können. Sie sind hässlich, müffelig, absolut gestört. Sie nehmen Drogen, schlagen Frauen, treiben es mit alten glatzköpfigen Müttern ihrer eigenen Freunde - ach, was zählt schon Freundschaft hier, nur ein Wechsel von Beleidigungen. Sie sind schwul, verdammt schwul, nicht glamour-schwul, sondern so schwul, wie man es in der Beleidigung "Schwuchtel" auszudrücken versucht. Sie sind hirnlos, komplett durchgeknallt - ich bin intelligent, cool, lässig, ja menschlich. Sie haben Sex, wie ich ihn in einem Film nicht ansehen würde aus Widerwillen - ich habe die steristen und reinsten Dreier, seit Frauen ihren Hintereingang auch für Nicht-Ausscheidungszwecken nutzen. Sie brüllen und fluchen - ich schreibe. Ich schreibe über sie und über mich, ein neues Meisterwerk, die neue "Göttliche Komödie", eine Reise in die Hölle auf Erden, zu den Geschöpfen, die zu arm sind, um wahr zu sein - aber doch echt sind. Wie herrlich ich mich doch fühle. Wie toll ich doch bin. Ich bin nahezu göttlich. Und die Komödie ist tatsächlich eine - ich kann über eure verschimmelten Existenzen, über eure vergammelten Seelen wirklich herzhaft lachen. Ihr seid armselig. Ihr seid dem menschlichen Geschlecht unwürdig. So welche wie ihr sollten sich nicht fortpflanzen dürfen - unsere Welt hat euch nicht verdient. Und selbst wenn, dann bin ich tatsächlich göttlich und stehe über euch, ganz weit über euch, so weit über euch, dass ihr über euch zu bestimmen vermag. Und was kann man für euch noch tun? Ich werde das Beste tun, das, was eure armen Seelen verdienen. Was bin ich doh für ein netter, genialer, erfüllter, absoluter Mensch. Was seid ihr doch für armselige, traurige, verlorene und widerliche Untermenschen. Ich rieche das Blut und es bedeutet Wiedergeburt. Ich rieche den Schweiß und er bedeutet Leben. Ich höre das Gebrüll und lache darüber, dass das Kultur sein soll. Ich bin ein Gott in der niedrigsten Schicht der Gesellschaft, zu Besuch - aber mein Besuch wird Folgen haben. Verdammt, was eine geile Musik. Verdammt, diese Welt sieht gar nicht so schlimm aus - wenn man denn ihre Faszination zu sehen vermag. Verdammt, bin ich genial. Verdammt, ich habe mich noch nie so gut gefühlt, ich habe noch nie gesehen, wie schön meine Welt doch wirklich ist. Und wenn ich dem Dreck wieder entsteige, dann werde ich mich erstmal duschen, mich von dem Unrat abwaschen. Und dann werde ich mich auf eine weitere Reise begeben, an einen Ort, der niemals nach totem Fisch riecht, der niemals vergammelt. Und dann werde ich, aufgegeilt durch das Widerwärtige, mich im Paradiese dem Wundervollen hingeben und die absolute Ekstase erreichen. Ich. Bin. Gott.
Mitglied seit 605 Tagen | 31 Userkritiken
Kritik: Naja beschreiben kann man den Film schlecht, verstörend könnte passen .Aber vertörend auf einer anderen Ebene als einfache Gewalt oder Sex. Man muss sich den Film selber reinziehen um sich sein perönliches Urteil bilden zu können. Nur so viel: Der Film schmeißt Schwuchtel, Mörder, Krüppel, Verrückte, und der ganze andere menschliche abschaum mit einem Yuppie zusammen den es in den Fingern juckt ma so richtig in der Scheiße zu wühlen. Dass alles wird in einer Interresanten und Wendungsreichen Story mit guten Charakteren und Dialogen zu einem einzigartigen Skandal-Film zusammengeschweißt. Ein Film der dringend nötig war um der wachsenden wohlhabenden Gesellschaft ihre Degradenz und Ignoranz vor Augen zu führen. Fazit: Manche werden mit dem Kopfschütteln, andere werden sich übergeben, mir jedenfalls hat der Trip in die Gesellschaftliche Kloake gut getan und meinen Blickwinkel auf unsere Gesellschaft stark geprägt.
Presseschnitt:
(2,3) bei 3 Pressewertungen.
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Rolle: Dries
Rolle: Koen de Geyter
Rolle: Jan Verbeek
Rolle: Ivan van Dorpe
Tagebuch eines Filmkritikers: Folge 2 - Ein Grottenkick, Paris Hilton und nochmal Uwe Boll...
Hinzugefügt von Filmstarts am 18. Oktober 2007
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