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Home > Kino > Film-Archiv > Action > Red Cliff
Kinostart:
9. Juli 2009
Regie: John Woo
Mit Tony Leung Chiu Wai, Takeshi Kaneshiro, Zhang Fengyi,
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Originaltitel: Chi bi
FSK ab 16 freigegeben
Produktionsland:
China
.
Genre:
Action
,
Historie
Laufzeit: 150 Minuten.
Produktionsjahr:
2008
Inhalt: Das Jahr 208 in China: Um das Land zu einen wird der Kaiser der Han-Dynastie dazu überredet, zwei Reiche im Süden und Westen anzugreifen. Zhou Yu (Tony Leung Chiu-wai) und Liang (Takeshi Kaneshiro) sind die Feldherren der angegriffenen Länder - sie schließen eine zunächst taktische, später dann auch freundschaftliche Allianz. Am Roten Felsen stellen sie sich der Schlacht mit dem zahlenmäßig weit überlegenen Heer des Kaisers, das dem Befehl des ruhmsüchtigen Cao Cao (Zhang Fengyi) untersteht…
FILMSTARTS.de
(3,5)
Pressespiegel
(4)
User-Wertung(2125 Bewertungen)
(3,7)
John Woo ist ein tragisch gescheiterter Regisseur, eine Art Francis Ford Coppola aus Hongkong. Mit Filmen wie A Better Tomorrow oder The Killer hat er das Hongkong-Kino der Achtziger und frühen Neunziger wesentlich geprägt und zu neuer künstlerischer Blüte geführt. 1993 lieferte er dann ein enttäuschendes Hollywood-Debüt („Harte Ziele“) und fand auch mit diversen Folgeprojekten zu keiner nennenswerten Eleganz mehr. Lediglich mit Im Körper des Feindes gelang dem Autorenfilmer eine Art kleines Comeback, das durch das unsägliche Dreigestirn Mission: Impossible 2, Windtalkers und Paycheck allerdings nachhaltig relativiert wurde. Die Hoffnung, dass John Woo mit „Red Cliff“ – seinem ersten chinesischen Film seit Hard Boiled (1992) – endlich wieder zu alter Form zurückfindet, war reichlich vorhanden. Und wurde sie erfüllt? Ja und nein – die Dinge stehen bei „Red Cliff“, diesem 80 Millionen Dollar schweren Koloss von einem Film, nämlich ein wenig komplizierter: Langweilig ist der Historienfilm trotz Überlänge nie und stellenweise atmet er sogar den Geist der alten Meisterwerke des Regisseurs. Das Gesamtbild überzeugt dennoch nicht so recht, denn bei Lichte betrachtet ist „Red Cliff“ – zumindest in der einteiligen internationalen Fassung - ein bisschen hohl.
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Mitglied seit 1.511 Tagen | 12 Userkritiken
Kritik: John Woo ist einer der bekanntesten Hongkong-Regisseure die es gibt. Unvergessen sind seine Action-Balladen wie, "A Better Tomorrow" oder "Hard Boiled". Auch in Hollywood hat er längst Fuß gefasst, legendär ist sein herausragendster Film "Im Körper des Feindes". Action-Kino in Vollendung. Doch dann wurde es lange Zeit still um den Ausnahme-Regisseur. Nicht zuletzt Flops wie "Windtalkers" und "Paycheck" brachten ihn in Vergessenheit. Nun meldet sich der 63 jährige mit einer chinesischen Produktion zurück. "Back to the roots" sozusagen. Und es hat ihm keinesfalls geschadet. Mit "Red Cliff" meldet sich ein gereifter und immer noch perfektionistischer John Woo zurück. Die Geschichte spielt in der Zeit des geteilten Reiches im Jahre 208. Dem Machthungrigen Cao Cao (Zhang Fengyi) ist es gelungen, das zerrüttete Reich wieder zu vereinen. Dabei erlange er so viel Macht, dass er den Kaiser der Han-Dynastie als Marionette benutzen kann. Das Reich ist nämlich immer noch in 3 Teile gespalten. Das Kaiserreich im Norden und 2 kleinere Reiche im Süden und Westen des Landes. Cao Cao möchte diese beiden Reiche auch unter seine Kontrolle bringen und macht sich mit seinem gewaltigen Herr auf, um das Reich im Süden unter Kontrolle von Liu Bei (Yong You) und das Reich im Westen unter Kontrolle von Sun Quan (Chen Chang) zu unterjochen. Nach anfänglichen Erfolgen von Cao Cao im Süden, schließen Liu Bei und Zhuge Liang eine taktische Allianz und vereinen ihre Kräfte am letzten Verteidigungspunkt und zwar beim Red Cliff. Es kommt zwischen beiden Heeren um einen Kampf auf Leben und Tod... Die Geschichte wirkt sehr heroisch und wird auch so erzählt. Es geht um Heldentum und Heldentot. Dies wird aber so wunderbar erzählerisch umgesetzt, dass John Woo es schafft, aus der recht simplen Kriegsgeschichte eine wahre Tragödie zu zaubern. Leider wird es dem deutschen Filmfan vorerst verwehrt sein, das Werk in seiner Vollendung genießen zu können. Im Original ist das Werk von John Woo als Zweiteiler produziert worden, mit je einer Länge von 140 Minuten. In Deutschland erscheint auf DVD nur die gekürzte Fassung. Diese beläuft sich auf 148 Minuten. Es wurden also ganz 130 Minuten gekürzt! Deshalb ist der größte Kritikpunkt des Films, die nicht weit genug ausgebauten Charaktere. Dies ist kein Mangel an John Woo, denn die Presse die den Film in ganzer Länge sehen durfte, berichtet in dieser Hinsicht nur Gutes. Es ist wirklich schade, dass dem deutschen Kunden so wenig Vertrauen geschenkt wird, dass man ihm ein so wunderbares Historien-Abenteuer in der kompletten Fassung verwehrt. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass "Red Cliff" nicht in das Kino gekommen ist, sondern direkt auf DVD erschien. Die Darsteller-Liste ist eine Top-Besetzung der besten chinesischen Schauspieler. Herausstechen alle auf ihre eine oder andere Weise. Allen voran wird der Film vor allem durch Tony Leung Chiu Wai ("Hero", "Infernal Affairs") und Takeshi Kaneshiro ("House of Flying Daggers") getragen. Tony Leung spielt den General Zhou Yu mit so viel Hingabe und Präsens wie er es auch schon in "Hero" tat. Dazu passt dann der ruhige und nachdenkliche Charakter von Takeshi, der den Strategen von Liu Beis Armee spielt. Zwischen beiden entsteht eine wunderbare Freundschaft, die aufgrund der geschnittenen Fassung viel zu kurz daher kommt. Aber auch alle anderen Nebencharaktere spielen ihre Rollen mehr als Souverän. Jeder der einzelnen Generäle wirkt stimmig und authentisch. Und auch die weibliche Besetzung, in Form von Wei Zhao(Shaolin Kickers) und Chiling Lin ist wunderbar gewählt. John Woo hat die Schusswaffen gegen Schwerter getauscht und man fragt sich, warum er dies nicht schon früher getan hat. Man erkennt Woo an jeder Stelle des Filmes wieder, gereifter zwar, aber dennoch erkennbar. Vor allem im Finale, das wie seine frühen Hongkong-Werke, in Form einer Pattsituation endet. Die Schlachten sind bis in das kleinste Detail durchdacht und wirken einfach nur gewaltig auf den Zuschauer ein. Die Kämpfe selber sind untermalt mit Kamera-Drehungen und Slow-Motion-Effekten. Typisch John Woo eben. Man merkt dem Film stets an jeder Stelle an, dass er der bisher teuerste chinesische Film ist. Ein gewaltiges Schlachtenepos trifft es wohl am besten. Und was wäre ein Film von John Woo ohne Tauben? Auch in "Red Cliff" spielen die weißen Tauben wieder eine wichtige Rolle und sind damit ein bedeutendes Stilmittel. Die Landschaften erzählen ihre eigene Geschichte. Die Optik des Films ist sehr gut gewählt und stimmig. Kamerafahrten über die grünen Wiesen oder Sonnenuntergänge hinter einem Berg, alles wird fabelhaft in Szene gesetzt. Auch bei den Schlachten verliert man stets nie den Überblick, dank der grandiosen Kameraführung. Einzig und allein die CGI-Sequenzen fallen negativ auf. Dort hat man es ein wenig übertrieben und es wirkt daher teilweise etwas künstlich. Da hätte man sich gerne weniger gewünscht. Aufgewertet wird dies allerdings wieder durch die schöne Musikuntermalung von Tarô Iwashiro. Fazit John Woo beweist mit "Red Cliff", dass er sich noch nicht aus der Filmwelt verabschiedet hat. "Red Cliff" ist ein gewaltiges und optisch höchst ansehnliches Schlachtenepos. Die Kämpfe sind wunderbar choreografiert und fabelhaft inszeniert, dazu präsentiert mit einer schönen Musikuntermalung. Die Charaktere sind tiefgründig und wunderbar besetzt. Nur die gekürzte deutsche Fassung verhindert, dass "Red Cliff" das Meisterwerk sein kann, dass es ist. Man kann wirklich nur hoffen, dass noch irgendwann eine ungeschnittene Fassung, auf dem deutschen Markt erscheinen wird. Dennoch ist "Red Cliff" ein äußerst ansehnlicher Film, den es sich lohnt auf DVD zu holen.
Mitglied seit 653 Tagen | 11 Userkritiken
Kritik: meine bewertung (3 sterne) bezieht sich auf die internationale version, die mit verlaub nicht mehr als demonstratives eye-candy in überlänge darstellt.
Presseschnitt:
(4) von 1 Pressetitel(n)
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Rolle: Zhou Yu
Rolle: Zhuge Liang
Rolle: Cao Cao
Rolle: Sun Quan
BFCA-Nominierungen: "Basterds", "Nine" und "Avatar" an der Spitze
Hinzugefügt von Filmstarts am 14. Dezember 2009
US-Charts: Emmerich meldet sich mit "2012" zurück
Hinzugefügt von Filmstarts am 16. November 2009
Versionen
Die internationale Fassung von "Red Cliff" wurde aus zwei Filmen zusammengeschnitten, denn im Original ist John Woos Rückkehr zum chinesischen Kino ein Zweiteiler.
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