Kinostart:
25. Juni 2009
Regie: Julie Delpy
Mit Julie Delpy, Anamaria Marinca, Daniel Brühl,
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Originaltitel: The Countess
FSK ab 12 freigegeben
Produktionsland:
USA
,
Frankreich
,
Deutschland
.
Genre:
Drama
,
Historie
Laufzeit: 98 Minuten.
Produktionsjahr:
2009
Verleiher: X-Verleih
Inhalt: Im Ungarn des 16. Jahrhundert gibt es niemanden, der mächtiger ist als die Gräfin Erzebet Bathory (Julie Delpy). Seit dem Tod ihres Ehemanns ist es an ihr allein, den großen Besitz der Familie zu verwalten, der sogar den des ungarischen Königs übersteigt. Graf Thruzo (William Hurt) macht der verwitweten Adligen bald einen Heiratsantrag, doch sie betrachtet die Herkunft des Werbenden als unter ihrer Würde. Als Erzebet sich dann aber in Thurzos Sohn Istvan (Daniel Brühl) verliebt und der weitaus jüngere Mann ihre Gefühle erwidert, sinnt der Graf auf Rache. Gewaltsam bringt er Istvan nach Dänemark und verheiratet ihn mit einer anderen Frau. In Ungarn streut Thurzo zugleich Gerüchte darüber, dass Istvan Erzebet nicht mehr liebe. Diese glaubt, den jungen Geliebten wegen des hohen Altersunterschieds verloren zu haben und wird von Enttäuschung und Sehnsucht zerfressen. Bis sie eines Tages in die Wahnvorstellung verfällt, dass sie sich mit dem Blut jungfräulicher Mädchen verjüngen und für Istvan wieder attraktiv machen könnte...
FILMSTARTS.de
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Pressespiegel

User-Wertung(878 Bewertungen)
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Daniela Leistikow
(3)
Fakt und Fiktion vermischen sich in den meisten Historienfilmen in mehr oder weniger zuträglichem Maße. In Julie Delpys fünfter Regiearbeit „Die Gräfin“, die auf der 59. Berlinale gezeigt wurde, wird das Mixen von Geschichte und Legende selbst zu einem der Hauptthemen. Die Französin, die persönlich die Titelrolle übernahm, zeichnet das vielschichtige Porträt einer intelligenten, schönen, verrückten, reichen und mächtigen Frau. In der Erzählung von Jugendwahn und unerfüllter Liebe liegen Gut und Böse, Überliefertes und Erdachtes nah beieinander und werden geschickt verwoben, unter Hinweis darauf, dass Geschichte von den Siegern geschrieben werde und diese wenig mit der Wahrheit am Hut hätten. Diese reizvolle Herangehensweise kann jedoch genauso wenig über die Längen des Films hinwegtäuschen wie die hervorragenden Schauspieler.
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Userkritiken und Wertungen
Durchschnittliche Wertung:
(3,5)
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878 Wertungen
insgesamt 6 Kritiken
Jimmy V.
Mitglied seit 1.143 Tagen
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105 Userkritiken
Bewertung:
(4)
Kritik:
Hier scheint es ja wieder recht verschiedene Meinungen zu geben. Ich liege dazwischen: Die Gräfin ist gar nicht so schlecht wie die Kritik suggeriert. Ich fand z.B. gar nicht, dass sich die Handlung irgendwo zieht. Eher hat es mir gefallen, dass die Geschichte nach dem Prolog eigentlich spürbar langsamer erzählt wird. Wo zu Anfang noch alles erst überstürzt wirkt und man dann das Adelsleben mit den politischen Verwicklungen hat, muss sich die Gräfin mehr und mehr zurückziehen und konzentriert sich auf Liebe und Jugendwahn. Das ist gut gelungen, alle Schauspieler machen ihre Sache auch gut. -Insofern ist das alles ein solide-guter Film. Ich sehe eigentlich keine echten Schwächen. Eher fand ich es schade, dass man zwei Potenziale nicht ausgenutzt hat: 1.) Der Drahtseilakt zwischen Wahrheit und Lüge. Dann - Spoiler! - das alles aus Sicht des Liebhabers erzählt wird, der ja später selbst auch in der Burg ist und die Verbrechen mitbekommt, lässt die ganze Sache von wegen "Geschichte wird von Siegern geschrieben" gleich wieder obsolet werden: Er muss sich eingestehen, dass seine Geliebte tat was sie tat. Dass sie es tat, weil sie dachte er würde sie verraten, ist die große Tragik - die jedoch kaum irgendwie mehr beleuchtet wird. Mutig wäre der Film gewesen, wenn er konsequent aus der Sicht von zwei Personen erzählt hätte und die zwei Versionen, von denen beide "grau" sind, gegenüberstellte. So war es mMn. aber alles recht eindeutig und klar. 2) Hätte ich es gut gefunden, wenn der Film durchaus mehr in Richtung Grusel-, Schauer- oder Horrorfilm gegangen wäre. Andeutungen gab es ja und atmosphärisch ist der Film auch. Doch so ein richtiges Ding im Stile von Gothic aus den 80ern wäre echt toll gewesen. - Letztlich aber dennoch: Guter Film, sehenswert, mit mehr Luft nach oben.
Verfasst am 26.10. um 17:45 Uhr -
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Besetzung und Stab
Julie Delpy
Rolle: Elizabeth Bathory
Anamaria Marinca
Rolle: Anna Darvulia
Daniel Brühl
Rolle: Istvan Thurzo
William Hurt
Rolle: Gyorgy Thurzo
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