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Kinostart
19. März 2009 (1h 49min)
- Regie
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Mit
Hatice Aslan, Yavuz Bingöl, Ercan Kesal mehr
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Genre
Drama
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Nationalität
Frankreich, Italien, Türkei
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Auf einer Landstraße, irgendwo vor Istanbul, kurvt ein einsames Auto durch die Nacht. Dann kommt der Aufprall. Auf dem Asphalt liegt ein Toter, der panische Servat (Ercan Kesal) begeht Fahrerflucht. Um seine Politkarriere nicht zu gefährden, bittet er seinen Chauffeur Eyüp (Yavuz Bingol), sich zur Tat zu bekennen. Als Belohnung winkt eine stattliche Summe, die der Familienvater bitter nötig hat, weil er seinem Sohn Ismail (Rifat Sungar) ein Studium ermöglichen will.
| Originaltitel | Üç maymun | Details zum Film | - | |
|---|---|---|---|---|
| Verleiher | Arsenal Filmverleih | Besucher | - | |
| Produktionsjahr | 2008 | Budget | 2 400 000 € |
Von Jan Hamm
Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. In der buddhistischen Mythologie Japans steht dieses Mantra, sinnbildlich verkörpert durch drei Affen, für die Weisheit, Bösem mit Gelassenheit zu begegnen und es damit zu entmachten. Im Westen hat die Phrase eine schleichende Umdeutung erfahren und spricht inzwischen keineswegs mehr von Weitsicht, sondern von mangelnder Courage, vom feigen Umschiffen drohender Konflikte. Mit „Drei Affen“ treibt der türkische Arthouse-Regisseur Nuri Bilge Ceylan (Jahreszeiten) die abendländische Invertierung auf die Spitze. Sein Beziehungsdrama ist ein bitterböser Kopfsprung in die Abgründe der Kommunikationslosigkeit. Stellvertretend für das metaphorische Primatentrio steht hier eine dreiköpfige Familie, deren wortloses Scheitern in qualvoll langen Einstellungen bis zum zynischen Ende begleitet wird. Während das Schweigen und die Ignoranz der Charaktere für die Handlungsebene programmatisch ist, zwingt Ceylan sein Publikum auf der formellen Ebene zur Aufmerksamkeit. Denn wo nicht gesehen, gehört und gesprochen wird, spielt sich das existenzielle Ringen um familiäre Integrität im Verborgenen ab.
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Rolle: Hacer
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Rolle: Eyüp
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Rolle: Servet
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Rolle: Sekretär
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Filmcritic.com
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