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    Kommt 6 Jahre nach dem Flop mit Tom Cruise doch noch das Monster-Universum? Und das von einem Meisterregisseur?
    Björn Becher
    Björn Becher
    -Mitglied der Chefredaktion
    Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

    Horror-Fans schnalzen mit der Zunge und machen sich Hoffnung. Belebt ausgerechnet Guillermo del Toro nun das einst so groß geplante, nach dem Flop von „Die Mumie“ aber schnell beerdigte Monster-Universum wieder? Wir ordnen aktuelle Äußerungen ein.

    Universal Pictures

    Als angefeuert vom Erfolg des MCU ganz Hollywood große Kino-Universen wollte, war auch Universal zur Stelle. Man wollte die eigenen klassischen Horror-Monster in einem „Dark Universe“ neu etablieren – und das mit lauter Superstars. „Die Mumie“ mit Tom Cruise, Sofia Boutella und Russell Crowe in einer Nebenrolle war der Auftakt. Ein „Frankensteins Braut“-Film mit Angelina Jolie war in Entwicklung. Weitere Stars wie Johnny Depp und Javier Bardem schafften es noch auf ein gemeinsames Promo-Foto – doch dann war wieder Schluss. „Die Mumie“ floppte 2017 so sehr, dass man das Universum einstampfte, bevor es begann.

    Was viele nicht wissen: Damals war Guillermo del Toro Universals erste Wahl, um das Dark Universe zu leiten. Doch der gefeierte Filmemacher lehnte ab – obwohl er ein riesiger Fan der klassischen Filmmonster ist. Sein Produzent und langjähriger Weggefährte J. Miles Dale blickt anlässlich von del Toros kommendem neuem „Frankenstein“-Film darauf zurück – und macht dabei die Aussage:

    Nun macht er hier sein eigenes Monster-Universum!

    Doch langsam. Wenn ihr nun feiert, dass del Toro vielleicht endlich Frankensteins Monster, die Mumie, den Unsichtbaren oder Dracula zusammenbringt, nehmt ihr Dale zu sehr beim Wortlaut. Es lohnt sich, zwischen den Zeilen des für die Webseite der Oscar-Academy geführten Interviews mit dem Produzenten zu lesen.

    Del Toro macht Monsterfilme – aber kein Monster-Universum

    Guillermo del Toro arbeitet gerade an einer neuen Interpretation von Mary Shelleys legendärem Klassiker „Frankenstein“. Er hat bereits einen Cast dafür versammelt. Laut unbestätigten Gerüchten umfasst dieser unter anderem Andrew GarfieldOscar Isaac und Mia Goth. Doch erwartet nicht, dass del Toros „Frankenstein“ nun ein Franchise startet.

    Wenn man sich Dales Äußerungen genau anschaut, spricht er zuerst über del Toros Oscar-Erfolg „Shape Of Water“ – der sei eine Art Version eines legendären Monsters gewesen. Die Hauptfigur ist nämlich stark von der „Creature From The Black Lagoon“, „dem Schrecken vom Amazonas“, inspiriert – wie eine berühmte Universal-Figur heißt.

    Shape Of Water - Das Flüstern des Wassers
    Shape Of Water - Das Flüstern des Wassers
    Starttermin 15. Februar 2018 | 2 Std. 03 Min.
    Von Guillermo del Toro
    Mit Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins
    Pressekritiken
    4,6
    User-Wertung
    3,9
    Filmstarts
    4,0
    Auf Disney+ streamen

    Was Dale wohl sagen will: Monsterfan del Toro will nach und nach den von ihm so geliebten Figuren seinen eigenen Spin geben – aber halt mit verschiedenen Filmen und unterschiedlichen Ansätzen. Das genutzte Wort „Universum“ ist dabei ein wenig missverständlich – weil heute aufgrund des MCU und Co. alle denken, dass damit gleich zusammenhängende Filme gemeint seien. Aber Dale will wohl nur del Toros Filme vom „Dark Universe“, was dem Regisseur angeboten wurde, abheben.

    Es ist also sehr gut möglich, dass Guillermo del Toro in Zukunft noch weiteren klassischen Monstern seinen eigenen Dreh gibt. Darauf kann man sich womöglich schon vorsichtig freuen. Aber erwartet nicht, dass die dabei entstehenden Filme zusammenhängen. Wobei es natürlich nie ausgeschlossen werden kann, dass der Regisseur plötzlich einen Shyamalan-artigen Twist aus dem Hut zaubert – und wir erfahren, dass die Filme doch in einer Welt spielen.

    Es gibt noch eine dritte Verfilmung des Horror-Meisterwerks "ES" – und von der haben selbst Stephen-King-Fans noch nie gehört!

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