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    Dieser Fantasy-Flop sollte ein beliebtes Franchise wiederbeleben, hat es stattdessen aber endgültig begraben
    Michael Bendix
    Michael Bendix
    -Redakteur
    Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

    Zwischen Superhelden-Boom und 90er-Jahre-Nostalgie schien ein „Power Rangers“-Reboot vor sechs Jahren eine sichere Nummer zu sein. Doch dann ging einfach alles schief...

    Wer in den 90er Jahren aufgewachsen ist, hat mit großer Wahrscheinlichkeit einen Bezug zu den Power Rangers. Die verwandlungsfähigen Superhelden-Teenager haben eine ganze Generation geprägt, und bis heute umfasst die auf dem japanischen „Super Sentai“-Franchise basierende Fernsehserie unglaubliche 29 Staffeln. Auch ein „Power Rangers“-Film lief 1995 erfolgreich im Kino.

    Eigentlich funktioniert es ja nahezu immer, an die Nostalgie des Kinopublikums zu appellieren, indem man ein populäres Franchise einfach noch mal neu auflegt. Ein Beispiel aus jüngerer Zeit ist der von Seth Rogen produzierte „Teenage Mutant Ninja Turtles“-Film, dem das Kunststück gelang, die Fans, die Kritiker*innen sowie das allgemeine Publikum gleichermaßen zu überzeugen. Doch der „Power Rangers“-Neuauflage von 2017 war dieses Glück nicht vergönnt, obwohl eigentlich sehr vieles dafür gesprochen hätte...

    Da wäre zum einen die Besetzung: Mit Bryan Cranston („Breaking Bad“) in der Rolle des Mentors Zordon sowie Elizabeth Banks („Die Tribute von Panem“) als Bösewichtin Rita Repulsa konnten zwei Stars verpflichtet werden. Und auch die Mighty Morphin Power Rangers (so der volle Name der Superhelden-Truppe) wurden von vielversprechenden Jungtalenten verkörpert, darunter Dacre Montgomery (bekannt aus „Stranger Things“) sowie Naomi Scott (die unter der Regie von Elizabeth Banks zwei Jahre später zu einem der „3 Engel für Charlie“ wurde).

    Regisseur Dean Israelite hatte sich bereits mit dem Found-Footage-Film „Project: Almanac“ für Science-Fiction-Stoffe mit Coming-of-Age-Elementen empfohlen, und Superhelden-Filme hatten an der Kinokasse sowieso Hochkonjunktur. Bezieht man dann noch die Erfolgsgeschichte des Franchise ein, schien das „Power Rangers“-Reboot ziemlich gute Karten zu haben!

    "Power Rangers" floppte

    Doch dann kam alles anders: Die Kritiken fielen flau aus (in der 2,5-Sterne-Kritik auf FILMSTARTS.de wird der Film etwa als unentschieden und unausgegoren bezeichnet), und auch das Publikum blieb dem Film weitgehend fern. Bei einem geschätzten Budget zwischen 100 und 105 Millionen Dollar spielte der Film gerade mal 145 Millionen am Box Office ein – und wurde damit zu einer der größten Enttäuschungen des Jahres 2017. Die ursprünglichen Pläne, nach denen „Power Rangers“ der Startschuss für eine neue Reihe werden sollte, wurden schnell begraben, und bis heute liegt das Franchise brach.

    Zwar behauptete Dacre Montgomery im Jahr 2019, dass das Studio ein weiteres Reboot ohne ihn und seine Co-Stars planen würde, und 2020 kursierte mit TV-Regisseur Jonathan Entwistle („The End Of The F***ing World“) sogar ein möglicher Regisseur für die zweite Leinwand-Ausgabe. Doch seitdem gab es keine Neuigkeiten mehr zu dem Projekt – dass es jemals realisiert wird, ist also ziemlich unwahrscheinlich.

    Dieser Artikel ist in ähnlicher Form bei unserer spanischen Schwesternseite Sensacine erschienen.

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