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    Keinen Bock auf Marvel, DC & Co.: "Independence Day"-Regisseur Roland Emmerich lästert über Superheldenfilme
    Von David Herger — 27.06.2016 um 13:30
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    Weltuntergangsszenarien sind zweifelsohne ein beliebtes Thema bei Filmemacher Roland Emmerich („Independence Day“-Saga), aber mit Superheldenfilmen hat es der deutsche Regisseur offensichtlich nicht so, wie er in Interviews zum Ausdruck bringt...

    Marvel Studios
    Anlässlich des US-Kinostarts von „Independence Day 2: Wiederkehr“ gibt Katastrophenfilm-Veteran Roland Emmerich („The Day After Tomorrow“, „2012“) derzeit ein Interview nach dem anderen und bringt bei diesen Gelegenheiten wiederholt zum Ausdruck, wie wenig er mit Superheldenfilmen anfangen kann. Auch im erst kürzlich geführten Interview mit Loaded Online sprach der deutsche Filmemacher eher wenig positiv über Comicverfilmungen aus dem Hause Marvel und DC, in denen seiner Meinung nach gar Themen aus seinen eigenen Filmen verwurstet werden: „Als ich einige dieser Marvel- und DC-Filme sah, dachte ich: ,Mein Gott, das kommt mir bekannt vor.' […] Ich wurde damals von Steven Spielberg gewarnt, dass das irgendwann passieren würde. Er sagte ,Independence Day' werde der am meisten imitierte Film der nächsten 20 Jahre werden und er hatte recht. Kluger Mann.“

    Emmerich wurde von Loaded auch gefragt, ob er Interesse daran hätte, einmal selbst eine Comicverfilmung zu inszenieren. Seine erwartungsgemäße Antwort darauf: „Sehr früh in meiner Karriere wurden mir ein oder zwei von diesen angeboten, aber das ist einfach nicht meine Sorte Film. Ich bin in Deutschland aufgewachsen und bei uns waren Superhelden damals nicht groß. Sie sind nicht so gut wie im Rest der Welt gelaufen. Erst jetzt laufen sie auch dort so richtig gut. Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich meine eigenen Filme machen wollte. Ich bin stolz darauf, Originale zu schaffen. Auch Independence Day 2: Wiederkehr ist meines Erachtens ziemlich originell für eine Sequel, weil es sich dabei mehr um die Fortsetzung der Geschichte handelt.“

    Erst vor wenigen Tagen äußerte sich Emmerich auch im Gespräch mit der britischen Tageszeitung Mirror wenig rühmlich über Superheldenfilme: „Wenn man sich meine Filme ansieht, ist immer der Otto Normalverbraucher der unverhoffte Held. Viele Marvel-Filme zeigen einfach nur Leute, die in komischen Anzügen herumrennen. […] Ich mag Menschen mit Umhängen nicht. Ich finde es albern, wenn jemand in ein Superheldenkostüm schlüpft und losfliegt. Ich verstehe das nicht. Ich bin in Deutschland aufgewachsen, vielleicht liegt es daran.“

    Hierzulande startet Roland Emmerichs „Independence Day“-Sequel „Independence Day 2: Wiederkehr“ am 14. Juli 2016 in den Kinos. In dem superheldenfreien Sci-Fi-Katastrophenfilm spielen u. a. Jeff Goldblum („Grand Budapest Hotel“), Bill Pullman („Lost Highway“), Vivica A. Fox („Kill Bill“) Judd Hirsch („Eine ganz normale Familie“), Liam Hemsworth („Tribute von Panem“-Saga), Jessie Usher („When The Game Stands Tall“), Maika Monroe („It Follows“), William Fichtner („The Dark Knight“) und Charlotte Gainsbourg („Nymph()maniac“) mit.




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