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"Die Schöne und das Biest" hat laut dem Regisseur die erste offen schwule Figur in einem Disney-Film
Von Björn Becher — 01.03.2017 um 10:15
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Die klassischen Disneyfilme werden seit Jahren immer offener, nun kommt es zu einem wohl längst überfälligen Moment. In „Die Schöne und das Biest“ outet sich laut Regisseur Bill Condon eine Figur als homosexuell.

Walt Disney
Wie Regisseur Bill Condon in der aktuellen Ausgabe des britischen Magazins Attitude verriet, ist die von Josh Gad in seinem Film „Die Schöne und das Biest“ gespielte Figur LeFou schwul: „LeFou ist jemand, der an einem Tag Gaston sein und an einem anderen Tag Gaston küssen will“, so der Regisseur. Zudem deutete er an, dass LeFous Unsicherheit über seine sexuelle Identität ein kleiner Nebenplot ist und lobt dabei Schauspieler Josh Gad, der dies „sehr subtil“ einbringe, was sich am Ende voll auszahle. Diesen finalen Moment wolle er aber nicht im Detail verraten: „Es ist aber ein netter, exklusiver schwuler Moment in einem Disneyfilm“, so Condon gegenüber Attitude.

Mit dem Wort „exklusiv“ spielt Condon darauf an, dass es in den Disney-Märchen und -Animations-Klassikern sowie deren weiteren Adaptionen bislang keine größere, offen homosexuelle Figur gibt. Bei „Eiskönigin“ Elsa fordern viele Fans zwar, dass diese in einem Sequel als lesbisch geoutet werden soll, aber das steht noch in den Sternen. In „Zoomania“ gibt es zwar ein schwules Antilopenpaar, doch die Nachbarn von Judy spielen nur eine Mini-Rolle und man muss schon sehr genau aufpassen, um zu erkennen, dass sie ein Ehepaar sind. Daneben gibt es bislang nur viele Fan-Memes und -Theorien, mit denen über die Sexualität von Figuren wie Krabbe Sebastian aus „Arielle“ oder Pumba aus „König der Löwen“ spekuliert wird, aber keinerlei offiziellen Informationen. Dies könnte sich mit den kommenden Realverfilmungen dieser beiden Titel aber ändern, schließlich vermuten auch bei LeFou viele Fans schon seit der Erstveröffentlichung des Animationsfilms, dass er schwul ist.

Die Schöne und das Biest“ mit Emma Watson als Belle, Dan Stevens als das Biest und Luke Evans als Gaston kommt am 16. März 2017 in die Kinos.



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Kommentare
  • Modell-101
    Schade, ich dachte das Biest wäre davon betroffen. Da würde "die Schöne" dumm aus der Wäsche gucken.
  • Darklight ..
    Lach...DER war echt gut!Bester Kommentar des Monats...*grins*
  • Modell-101
    😜
  • Marvel5000
    Na darauf hat die Welt nun gewartet, das in einer Verfilmung eines Animationsfilms, eine offen schwule Figur vorkommt. Und wenn das Biest kommt, kriegt es dann Modetipps von dieser Figur? Absolut lächerlich das Ganze. Um es klarzustellen, ich bin selbst Homosexuell. Ich finde das Ganze ist einfach nur eine schon stalkermäßige Anbiederung. Und natürlich tut man das nicht, weil man jetzt plötzlich so offen und tolerant wäre, sondern tut es nur, damit mit den Homosexuellen Geld verdient. Ich brauche und verlange weder bei Star Wars, noch bei Marvel oder bei Die Schöne und das Biest ne Schwule Figur, die absolut nix mit der Handlung zu tun hat. Wenn Disney das tun will, gut, dann sollen sie nen Film über Schwule machen, aber nicht diese wiederliche Anbiederung.
  • ach-herr-je
    1. Es wird jetzt bestimmt jeder Homosexuelle in den Film nur deswegen gehen - NICHT 2. Es ist wichtig, dass Minderheiten in Mainstreamfilmen vorkommen. 3. Frage: Forderst du, Minderheiten nicht in Mainstreamfilmen auftauchen zu lassen?
  • TresChic
    Du bist aber ganz schön intolerant. Tucken haben ihre Eigenheiten und ich finde es gut, dass hier mal ein Schritt weiter gegangen wird und ein Schwuler in DSUDB gezeigt wird. Kennst du noch "der bewegte mann"? Herrlich oder?! Schwule Männer sind einfach lustig.
  • BobRoss
    Gut dann ist es nun endlich erledigt. Können wir jetzt damit aufhören fiktive Charaktere in Filmen auf ihre Sexualität zu reduzieren und uns wieder auf spannendes Geschichtenerzählen fokussieren? Oder müssen wir erst Poe Dammeron und Finn zu Dead or Alives "You spin me round (like a record)" Liebe machen sehen damit Disney von seiner politisch korrekten Bringschuld erlöst ist?
  • BobRoss
    Geht storytechnisch nicht. Der Film heißt nicht umsonst "Beauty and the Beast(iality)".
  • Frank F.
    Schreibe nur, damit dein drölfjährigen Witz nicht bei Dir zu einem Höhenflug ansetzt.
  • Jimmy V.
    Den Film haben wir noch nicht gesehen, aber das Beispiel ist recht passend: Wenn sie sein Schwul-Sein sinnig (!) in die Geschichte einbringen, dann ist das okay. wenn es nur um irgendeine Quote geht, dann nicht.Wobei sich auch hier ja einige Leute aufregen können: Ach, Gaston - natürlich ist der Böse schwul...!
  • ach-herr-je
    Das ist doch Quatsch. Wieso muss eine Minderheit von der Geschichte legitimiert werden. Es ist für die Geschichte auch nicht relevant, dass Finn schwarz ist.
  • ach-herr-je
    Warum auch nicht? Würde das irgendeinen Film schlechter machen?
  • Modell-101
    Somit wäre es dann auch keine extra News wert.
  • Modell-101
    Umständlicher. Denn dann müsste bei jeder Produktion mindest ein Gleichstellungsbeauftragter mit dabei sein. Und freies Geschichtenerzählen wäre schwieriger. Allein das Schreiben des entsprechenden Drehbuchs dauert länger, wenn man sich an solche Vorgaben binden muss.
  • Jimmy V.
    Du verstehst meinen Punkt nicht. Oder ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Es ging mir um das explizite Schwul-Sein, das Hervorheben des Ganzen, und der Aufwand drum herum. Vielleicht ist letzteres sogar oftmals viel mehr Wirbel als das, was wir im Film dann zu sehen bekommen.Eben weil eine sexuelle Orientierung für viele Filme womöglich gar nicht relevant ist, sollte sie sie nicht zur Schau gestellt werden. Nur um zu sagen: "Hey, wir haben hier nen Schwulen!" sollten keine Figuren in Geschichten eingebaut werden. Es soll sich einfach passend in das Material einfügen. Finn aus SW ist ja das beste Beispiel: Völlig schnuppe ob der schwarz ist oder nicht.
  • Marvel5000
    Ich finde es dreist mir Intoleranz vorzuwerfen, wenn du gleichzeitig das Wort "Tucken" benutzt. Wenn Disney wirklich tolerant wäre, dann würden sie einen neuen Stoff entwickeln mit einer schwulen Hauptfigur. Aber das tun sie nicht, diese Aktion ist reine PR. Ich brauche weder eine Schwule Figur in Die Schöne und das Biest noch in Star Wars. Das passt für mich einfach nicht.
  • ach-herr-je
    Du hast und willst mich nicht verstehen. Wenn so etwas der Rolle widerspricht, ergibt es keinen Sinn. Ohne Minderheiten in Filmen sehen alle Filme wie der Presseclub aus
  • ach-herr-je
    Wir leben in einer Zeit in der Homosexuelle noch nicht gleichgestellt. Ehe, Adoption, Erbe, Blutspende. Homosexuelle trauen sich nicht in der Öffentlichkeit zu ihrem Partner zu stehen. In den sozialen Netzwerken wird immer mich Hass verbreiten. Solange sich daran nichts ändert, ist es wichtig und richtig Schwulsein present zu machen.
  • Jimmy V.
    Dagegen sagt ja auch niemand was, jedenfalls ich nicht. Man kann verschiedene Sachen "present machen", jedoch bitte auf den richtigen Plattformen und den richtigen Intentionen. Daher noch einmal: Wenn die Sexualität einer Figur (ich schreibe das bewusst so, also egal ob hetereo-, homo- oder bi- oder sonst-was-sexuell, denn auch heterosexuelle Liebesstories können furchtbar nerven) irgendeinen Mehrwert für die Geschichte hat, dann immer rein damit! Das kann ganz verschiedenen aussehen. Der klarste Fall: Wenn ein Film eben genau das zum Thema hat. Wenn es aber nur darum geht so etwas im Film um der selbst Willen zu haben (bzw. weil es dem Image des Filmstudios hilft), dann ist das scheiße und muss nicht sein.Davon mal abgesehen, finde ich deine Zeitdiagnose ein wenig übertrieben: Ja, sicherlich gibt es noch genug für Homosexuelle zu tun, insbesondere hinsichtlich von Rechten. Aber dass der Hass auf Schwule fürchterlich ansteigt? Da würde ich Facebook-Trolle oder Alt-Right-Blogs nicht als Indiz nehmen.
  • Jimmy V.
    Dagegen sagt ja auch niemand was, jedenfalls ich nicht. Man kann verschiedene Sachen "present machen", jedoch bitte auf den richtigen Plattformen und den richtigen Intentionen. Daher noch einmal: Wenn die Sexualität einer Figur (ich schreibe das bewusst so, also egal ob hetereo-, homo- oder bi- oder sonst-was-sexuell, denn auch heterosexuelle Liebesstories können furchtbar nerven) irgendeinen Mehrwert für die Geschichte hat, dann immer rein damit! Das kann ganz verschiedenen aussehen. Der klarste Fall: Wenn ein Film eben genau das zum Thema hat. Wenn es aber nur darum geht so etwas im Film um der selbst Willen zu haben (bzw. weil es dem Image des Filmstudios hilft), dann ist das scheiße und muss nicht sein.Davon mal abgesehen, finde ich deine Zeitdiagnose ein wenig übertrieben: Ja, sicherlich gibt es noch genug für Homosexuelle zu tun, insbesondere hinsichtlich Rechten, die sie wahrnehmen dürfen. Aber dass der Hass auf Schwule fürchterlich ansteigt? Da würde ich Facebook-Trolle oder Alt-Right-Blogs nicht als repräsentative Stichprobe ansehen.
  • Jimmy V.
    Dagegen sagt ja auch niemand was, jedenfalls ich nicht. Man kann verschiedene Sachen "present machen", jedoch bitte auf den richtigen Plattformen und den richtigen Intentionen. Daher noch einmal: Wenn die Sexualität einer Figur (ich schreibe das bewusst so, also egal welche, denn auch heterosexuelle Liebesstories können furchtbar nerven) irgendeinen Mehrwert für die Geschichte hat, dann immer rein damit! Das kann ganz verschiedenen aussehen. Der klarste Fall: Wenn ein Film eben genau das zum Thema hat. Wenn es aber nur darum geht so etwas im Film um der selbst Willen zu haben (bzw. weil es dem Image des Filmstudios hilft), dann muss das nicht sein.Davon mal abgesehen, finde ich deine Zeitdiagnose ein wenig übertrieben: Ja, sicherlich gibt es noch genug für Homosexuelle zu tun, insbesondere hinsichtlich Rechten, die sie wahrnehmen dürfen. Aber dass der Hass auf Schwule fürchterlich ansteigt? Da würde ich Facebook-Trolle oder alternativer rechter Blogs nicht als repräsentative Stichprobe ansehen.
  • TresChic
    Das ist doch nur eine sexuelle Orrientierung! Ich sehe das ganz anders als du, denn es gibt fast nur Heten in Filmen. Das ist doch langweilig. Ich freue mich über jeden guten Film, wo auch ne Tucke eingebaut wird. Das traut sich bloß keiner. Ich gebe zu, wenn der Figur zu viele Klischees anhaften ist es blöd (zB der beste Freund der Freundin, der beim Shoppen hilft).
  • BobRoss
    Ich habe dich verstanden ich denke nur, dass man nicht immer mit Geschlecht oder Herkunft einer Figur jonglieren kann. Ein wichtiger Teil Black Panthers Identität ist, dass er schwarz ist. Lara Croft wäre nicht Lara wenn sie 'n Typ wär. Wirkt es erzwungen, dann wertet es einen Film meiner Meinung ab. just my 2cents
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