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    "Dunkirk": Christopher Nolan erklärt, warum sein Kriegsfilm nicht brutal ist und daher eine niedrigere Altersfreigabe hat
    Von Manuel Berger — 05.04.2017 um 14:37
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    Christopher Nolan erklärte nun, warum sein neuer Film „Dunkirk“ trotz Krieg-Setting nicht zu blutig wird und die amerikanische Altersfreigabe PG-13 bekommt: Schon zu oft hätten andere Filme die Brutalität des Krieges dargestellt.

    Warner Bros.
    Als bekannt wurde, dass die US-Altersfreigabebehörde MPAA Christopher Nolans „Dunkirk“ mit der Altersfreigabe PG-13 bewertete, gab es vonseiten der Netzcommunity erst einmal einen mittelgroßen Aufschrei. Immerhin behandelt Nolan in seinem neuen Film die Schlacht um Dünkirchen, wo Franzosen, Belgier und Briten in scheinbar auswegloser Lage gegen die Nazi-Wehrmacht kämpften, um rund 350.000 Soldaten das Leben zu retten. Und statt romantisierter Kriegsvorstellung fordern verständlicherweise viele realistische Darstellung der passierten Gewalt.

    Offenbar hatte der Regisseur aber nie vor, „Dunkirk“ als viszerales Schlachtenepos zu inszenieren. Gegenüber Associated Press (via The Playlist) gab er zu Protokoll, dass er sich innerhalb eines PG-13-Ratings sehr wohl fühle und gab zwischen den Zeilen zu verstehen, dass ein übermäßig blutiger Ansatz an den Film seiner intendierten Botschaft nur im Weg stehen würde. „‘Dunkirk‘ ist kein Kriegsfilm. Es ist eine Überlebensgeschichte und zuallererst ein Spannungsfilm. Natürlich wird er sehr intensiv, aber er beschäftigt sich nicht unbedingt mit den blutigen Aspekten eines Gefechts. Diese wurde bereits in vielen anderen Filmen sehr gut dargestellt. Wir haben wirklich versucht, einen anderen Dreh zu finden und die Intensität auf andere Weise zu erreichen. Ich möchte, dass ganz unterschiedliche Leute etwas aus dieser [Film-]Erfahrung ziehen können.“

    Besonders Nolans letzter Satz legt durchaus nahe, dass „Dunkirk“ gewissermaßen die familienfreundliche Version der Verfilmung einer Zweiter-Weltkrieg-Schlacht werden könnte. Ob das amerikanische PG-13-Rating in Deutschland letztendlich zu einer FSK 12 oder doch zu FSK 16 wird, erfahren wir kurz vor dem 27. Juli 2017, wenn der Film hierzulande in die Kinos kommt. Am Strand von Dünkirchen werden dann unter anderem Tom Hardy, Cillian Murphy, Kenneth Branagh und Fionn Whitehead zu sehen sein.





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    Kommentare
    • Der Eine vom Dorf
      Schon richtig. Bei anderen Filmen wie bspw. den oben genannten "Spiel mir das Lied vom Tod" ist mir das auch überhaupt nicht aufgefallen. In der großen Straßenkampf-Szene in "The Dark Knight Rises" jedoch sehr. Zeitweise sah das für mich aus wie in der Kindheit, als man mit Holzgewehren gespielt hat und so tun musste, als sei man getroffen worden, indem man einfach theatralisch umgefallen ist.
    • Der Eine vom Dorf
      In Melbourne.
    • Silvio B.
      Gebracht hat es trotzdem nichts :)
    • Knarfe1000
      "Das Boot" war ab 12 - nur so als Hinweis.Hat der Darstellung der Schrecken des Krieges nicht den geringsten Abbruch getan.
    • Knarfe1000
      Das Boot war auch ab 12.
    • Lionheart W.
      Welche Wucht Kampfszenen ohne Gewaltdarstellung entwickeln können haben wir ja in TDKR ja eindrucksvoll gesehen..."hust"
    • sprees
      Ist doch mal ein neuer Ansatz. Wer weiß was uns eigentlich Nolan überhaupt erzählen will. Bis auf das Setting und die historischen Gegebenheiten wissen wir ja nicht viel. Man kann ja den Krieg auch als Setting nutzen um nicht von Kriegen zu erzählen sondern vom Leben wie z.B. Das Leben ist schön oder Der englische Patient sowie Abbitte
    • Silvio B.
      Du kämpfst gegen Windmühlen ;)
    • WhiteNightFalcon
      Was aber trotzdem keine Selbstverständlichkeit ist, wenn man überlegt, wie hart für das R-Rating in Deadpool und eben auch Logan gekämpft wurde. Bei beiden Filmen war der Erfolg letztlich zwar dem R-Rating zuzuschreiben, gerade weil Logan bisher in den anderen Filmen eben recht gezähmt war. Aber der Schuss hätte auch nach hinten losgehen können.
    • Silvio B.
      "Familienfreundlich" hat Filmstarts gesagt, nicht Nolan.Ich finde es sehr gut, dass durch dieses Vorgehen auch Jüngeren die Schrecken des Krieges gezeigt werden können, ohne das sie gleich Alpträume bekommen. Man kann sowas auch subtil darstellen.
    • WhiteNightFalcon
      Puh das könnte den Film diverse Sympathien kosten. Ich geb zu, mir gefielen diverse Filme dieses Genres die letzten Jahre gerade weil sie rauer und realistischer gehalten waren.Aber ich lasse mir meine Skepsis gerne nehmen, wenn ne starke Story und umwerfende Bilder das was fehlt, kompensieren können.
    • W.W
      Störend war das Fehlen von Blut in Nolans Filmen für mich eigentlich nur in TDKR, da wirkte es oftmals schon fast lächerlich und manche Actionsequenzen machten dadurch leider weniger Spaß.
    • GenieNolanSnyder
      Ich will meine Vorredner unter mir nicht Wiedersprechen oder Zustimmen. Aber wir reden hier von Christopher Nolan. Hallo ??? :)
    • Der Eine vom Dorf
      Ich verstehe seine Aussage eher so, dass die Gewalt vor Allem angedeutet wird und ich kann mir durchaus vorstellen, dass das funktioniert. Habe vor dem "Rogue One"-Screening die ersten sechs Minuten aus "Dunkirk" gesehen - ohne Blut. Und das war wirklich sehr intensiv und packend. Was das fehlende Blut bei "The Dark Knight Rises" angeht, bin ich aber derselben Meinung wie meine Vorredner.
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