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Es gab keine vorgegebene Handlung: Rian Johnson hatte bei "Star Wars 8" völlig freie Hand
Von Björn Becher — 30.05.2017 um 09:53
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Wie viele Vorgaben von Lucasfilm und „Star Wars 7“-Regisseur J.J. Abrams musste Rian Johnson für den achten Teil beachten? Angeblich überhaupt keine! Er hatte nach eigener Aussage völlig freie Hand.

Walt Disney
Regisseur Rian Johnson verblüffte viele Fans auf Twitter mit der Aussage, dass er völlig freie Hand hatte, als er „Star Wars 8: Die letzten Jedi“ schrieb. Johnson wurde von einem Nutzer auf seine Aussagen in der kommenden „Star Wars“-Ausgabe der Vanity Fair angesprochen, wonach er eine Menge Freiheiten hatte. Der User wollte bestätigt wissen, dass aber doch sicher ein Teil der Geschichte zumindest bereits geplant war. Ein schlichtes „Nein“ gab es als Antwort von Johnson. Mit einem Zitat von Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy über die Planung der Trilogie konfrontiert, bestätigte er noch einmal, dass es keinerlei Planung einer Geschichte gab, mit der man zu ihm gekommen ist. Nachfolgend der kurze Austausch via Twitter in der Übersicht:



Einige User reagierten entsetzt darauf und befürchten, dass im „Star Wars“-Team die linke Hand nicht weiß, was die rechte Hand tut. In mehreren Tweets beschwichtigte Johnson die Befürchtungen und stellte schließlich auch noch einmal klar, dass man nicht improvisiert und man alles sorgfältig geplant habe (ihm ist dabei ein kleiner Schreibfehler unterlaufen, er meinte „improvising“ statt „improving“, wie er korrigierte):



Dazu muss man auch wissen, dass Rian Johnson nicht erst nach „Das Erwachen der Macht“ an Bord kam. Gerüchte, dass er „Star Wars 8“ übernehmen soll, gab es bereits im Juni 2014, während gerade „Das Erwachen der Macht“ gedreht wurde. Damals gingen die Kollegen von Deadline, die die News zuerst brachten, davon aus, dass Johnson schon fix an Bord ist. Man kann also mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Verhandlungen schon früher geführt wurden. Und da solche Verhandlungen ganz sicher länger als ein paar Tage dauern, wurden sie wahrscheinlich schon deutlich früher geführt. So spricht Johnson in seinem Tweet auch nicht von dem Moment, als er offiziell als Regisseur bestätigt wurde (im August 2014) oder als er mit dem Schreiben des Drehbuchs angefangen hat, sondern von dem Zeitpunkt, als „sie zu mir gekommen sind“, also ihn das erste Mal kontaktiert haben. Es ist davon auszugehen, dass man sich bei Lucasfilm und Disney dabei von Johnson seine Ideen erzählen ließ, er diese also schon sehr frühzeitig eingebracht hat. So ging die Wirkung wohl vor allem in die andere Richtung. J.J. Abrams musste Rian Johnsons Pläne berücksichtigen. So wurde ja auch bereits bekannt, dass er mindestens eine Änderung auf Wunsch seines Nachfolgers an seinem Film vorgenommen hat.

Wie gut Rian Johnson seine Geschichte geplant hat, erfahren wir dann ab dem 14. Dezember 2017 im Kino.

 

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Kommentare
  • Jimmy V.
    Als Regisseur ist er soweit der einflussreichste von den Dreien: Er hat bei Episode 7 schon zugeguckt, hat das Drehbuch und die Regie für Ep. 8 übernommen und schreibt die Story für Episode 9.
  • HalJordan
    Ich bin - nach wie vor - sehr zuversichtlich, was das nächste Star Wars-Abenteuer anbelangt. Rian Johnson ist nicht nur ein bekennender Star Wars-Fan, er ist auch ein extrem fähiger Filmemacher. Das wird schon.
  • Darklight ..
    Bist Du da jetzt sicher, mit dem Schreiben von Episode IX?!!
  • Darklight ..
    Das nächste Abenteuer könnte gut werden, ja... hoffe ich, wie so viele auch. Allerdings bin ich schon erschrocken von dieser "Machen wir mal Mentalität..."Prototyp für so ein unglaublich mieses Rumwuseln ist "LOST" von... von... ja... Mr.Episode VII Abrams. Dort hat er gegen Mitte der Serie so unglaublich viel (spannenden) Müll erzeugt, den er am Ende nicht mehr ansatzweise auflösen konnte. "Planlos" hat in LOST eine ganz neue Dimension bekommen.Ich befürchte nun, das es solche "LOST" Elemente auch in STAR WARS Einzug halten. Motto: Machen wir einfach mal, iss cool, spannend, die Fans haben was zu Rätseln (die Einschaltquoten sind super) - aber am Ende werden alle nur verarscht. Und mit ein paar Monaten Abstand machen dann weder die Story noch die Reaktionen der Protagonisten Sinn - einfach weil es nie einen roten Faden oder eine gute innere Logik gab. Bei LOST war das in REINKULTUR so...Und mir ist auch einiges über die chaotische Entstehungsgeschichte zu "EMPIRE" bekannt. Ja... teilweise kann das "gutgehen"...Aber die Gefahr, sich zu "verzetteln" ist groß. Und gerade hier, wo so treue Fans jedem Detail eine überlebensgroße Tragweite geben, wären gut überlegte Entscheidungen wichtig.
  • Sentenza93
    Ooookay. Seltsam, seltsam. :DIch hoffe wenigstens hier hat man sich die Vorgänger bzw. hier den Vorgänger nochmal angeschaut und dann geguckt, dass es passt. Trotz "freier Hand" bei Johnson.
  • WhiteNightFalcon
    Soweit ich weiß schreibt die zu Episode 9 Trevorrow.
  • Jimmy V.
    Ich habe noch einmal nachgeschaut. Rian Johnson sollte ursprünglich nur ein "story treatment" schreiben. Das ist quasi das, was George Lucas für die Indy-Filme gemacht hat. Das Drehbuch selbst wird aber von anderen Leuten geschrieben.Es scheint jedoch nicht mehr der Fall zu sein. Johnson hat wohl gar nichts mehr mit Episode 9 zu tun? Na, ich hoffe, sie reden noch etwas darüber.
  • Jimmy V.
    Siehe unten. Um das Drehbuch ging's nie, sondern nur das story treatment. Neben Trevorrow schreibt noch dessen HomieDerek Connolly, der auch bei seinen anderen Projekten Ko-Autor war.
  • Jimmy V.
    Deine Kritik an "Lost" ist berechtigt, aber wie viele andere auch, folgst du dem Mythos, dass J.J. Abrams dafür verantwortlich war. War er aber nicht. Abrams hatte mit Anfang von Staffel 3 kaum noch etwas mit der Serie zu tun und seinen Namen darunter gelegt. Alles, was danach kam - und da war viel Übles dabei, da gebe ich dir recht - haben Damon Lindelof und Carlton Cuse zu verantworten. Die beiden Staffeln davor, wo Abrams noch involviert war, war alles ziemlich übersichtlich wie ich finde. Es ging viel um die Figuren und die Geheimnisse (Rauchmonster, die Anderen sowie die Station) wurden ganz langsam und sukzessive eingeführt."Lost" war aber in Staffel 4 richtig geil. Sie hätten das alles nur am Ende dieser Staffel anders angehen müssen.
  • Jimmy V.
    Ich denke, Johnson wird mit seinen Nachfolgern sprechen und denen beratend zur Hand stehen, wenn er schon nicht mehr das story treatment schreibt, wie er jüngst gesagt hat (siehe unten).
  • Darklight ..
    Interessant. Das wußte ich nicht. Ich fand LOST war eine der besten und zugleich schlechtesten Serien, die ich je gesehen habe. Soviele geniale Ideen und dann soviel Mist mit da reingewürfelt. Das war schon sehr sonderbar. Yep. Sie hätten die Fäden komplett anders spinnen und einige einfach komplett rauslassen sollen. Ich sehe Abrams generell sehr zweigeteilt. Einerseits iss er super, hat Talent und Ideen. Andererseits fehlt ihm öfters das Gespür für die innere Logik der Geschichte. Mit Humor und Action übertreibt er leider auch oft...Abrams würde besser im Duo mit jemand anderem funktionieren...
  • Deliah C. Darhk
    Glaubt der doch selbst nicht!Dass der Ausbau von Leias Part vorgegeben war, ist bereits bekannt, und ich glaube kaum, dass Disney es ihm durczgehen lassen würde z. B. Rey dramatuegisch wichtig sterben zu lassen.Er hat vielleicht eine lockere Leine zm den Hals vekommen, aber auch das ist eine Leine.
  • Jimmy V.
    Da widerspreche ich dir gar nicht. Bei Episode 7 hat er es sich ja auch ziemlich leicht gemacht und Rian Johnson nun eine Menge aufgebürdet. Bei einer Serie ist es halt so, dass da in den ersten Staffeln immer viel angeteasert wird. Dieser Aufbau ist gar nicht so sehr das Problem. Nur der Absprung halt, das stimmt schon...Wobei: "Super 8" soll doch als Film ziemlich rund sein? Ich habe ihn leider bisher noch nicht sehen können.
  • Klaus S aus S
    Der Pfad für die Reise wo es mit den Sequels hingehen soll ist grob abgesteckt, das hat Kennedy schon mehrfach bestätigt.Die Geschichten auf dem Weg halt nicht aber das ist ja das spannende wenn verschiedene Filmemacher da Hand anlegen dürfen, es war bei GL auch nie in Stein gemeisselt das Vader der Vater von Luke ist, das hat sich später so ergeben.
  • Jimmy V.
    Auf jeden Fall. Das wäre bestimmt besser. Trevorrow wird ja auch bei vielen nicht unbedingt als die richtige Wahl betrachtet. "Jurassic World" war ja nun nichts Besonderes. Seine davor gemachten Produktionen sollen aber recht gut sein. Da war er noch eher ein Indie-Regisseur.
  • Darklight ..
    Mmhh... jaaaa... mir fallen da ein, oder zwei andere Serien ein.Aber Du hast Recht, die Figurenzeichnungen der ersten drei Staffeln haben mir unglaublich gut gefallen.Das war ganz großes Kino!Buchstäblich.
  • -vdv-
    Dann werd ich halt der erste sein, der hier ne Lanze für JJ bricht. Ein geiler Regisseur! Star Trek war höchste Unterhaltung, Into Darkness war (auch dank Cumberbatch) perfekt, Super 8 supergeil, Awakening hätte niemand besser machen können, sogar MI3 fand ich episch gut! Vllt bin ich Fanboy, aber er hat Episode 7 gerettet, so isses! Er ist für mich neben Nolan Fincher Tarantino Boyle und immer noch Spielberg ein Grund ins Kino zu gehen, egal was für ein Film! Weil man ihm anmerkt dass er liebt was er tut, und das catcht mich. Man darf ihn nicht mögen, klar. Aber er hat das beste aus Awakening gemacht was ging (ok, wenn Leia zuerst Chewie umarmt hätte, aber trotzdem)! Da bin ich bei Trevorrow eher besorgt...
  • Sentenza93
    Vielleicht nicht das Beste, aber das Richtige. Fang mit familiärem Stoff an und mit den Fortsetzungen dann tiefer.
  • Sentenza93
    Jein. Es ist/war sein Baby, aber auch bzw. selbst dann sollte ein grober Plan existieren und alles irgendwie passen.
  • Jimmy V.
    Das stimmt. Interessant ist ja, dass sich die Macher jedoch in Staffel 5 und 6 ziemlich darauf ausgeruht haben. Ihre Geheimnisse aufzulösen? Dieser Anspruch der Fans wurde immer mit dem Spruch abgebügel "It was always about the characters"...
  • Sentenza93
    Was verstehst Du unter einer 1:1-Kopie? TFA war das sicher nicht. Dass mehr als genug kopiert wurde, ja, keine Diskussion, aber "bis es nicht mehr geht"?
  • Sentenza93
    Immerhin, er benutzt seins. Und noch was, das EU ist auch nicht die Offenbarung. ;)
  • Sentenza93
    Wieso musste ich bei dem "ohne rot zu werden"-Teil so lachen bei Deinem Profilbild? :D Sorry, wenig zu tun auf der Arbeit. :D
  • Sentenza93
    Ich mach Dir mal einen ganz bekloppten Vorschlag: Guck es doch einfach nicht. Soll prima funktionieren. :D Bleib bei den alten 6 Teilen, dem EU und was sonst noch alles existiert und fertig.
  • Klaus S aus S
    es geht ja hier nicht um die Regie sondern dem großen Masterplan für die Sequels, egal ob "Gott" da noch dran mitarbeitet oder nur noch seine Jünger die Herangehensweise bleibt die selbe
  • Sentenza93
    Für umsonst macht man auch keinen "Star Wars"-Film. :DIch versteh zwar, was Du meinst, aber seien wir mal ehrlich, mit Episode 7 konnten die eigentlich nur verlieren. So wie aktuell: "Es ist eine Kopie." Hätte man ihn anders gemacht: "Was war das denn? Wo war [hier beliebiges Wort aus den anderen Filmen einfügen]?" :D
  • Sentenza93
    Ok, so also gemeint. :)Ich vermute mal stark, wenn man das hier alles so liest, dass die "Ziellinie" vorgegeben ist, aber der Weg dahin offen ist, für die Regisseure und Schreiber.
  • Sentenza93
    Keine Romantik? :( Sie tanzen nicht alle um einen Baum herum und singen "Kumbaya"? :(Ich bin erschüttert, nicht gerührt. ;)
  • Sentenza93
    Hab mir ja, vor allem nach einem längeren Gesprächsverlauf mit "DER Dunkle Lord" :), die Prequels nochmal angeschaut und letzte Woche dann nochmal RO, die OT und TFA.Ich mach mich jetzt auch mal bei anderen OT-Guckern unbeliebt, ich glaube mit der Option "Obi-Wan hat Anakin getötet", die ja wohl wirklich im Raum stand, und nicht "Ich bin Dein Vater", wären sie besser gefahren und hätten sich, vor allem in Bezug auf die PT, vieles einfacher gemacht. Da hätte man was Schönes draus spinnen können.
  • Sentenza93
    Mein Weltbild ist erschüttert. ;)Guck übrigens nochmal etwas höher, da steht noch was Neues. :)
  • Klaus S aus S
    nunja eine Star Wars Geschichte sollte schon zum Gesamtkonzept passen und nicht plötzlich Zeitreisen oder so beinhalten, klar hätte er nicht alles machen dürfen.
  • Klaus S aus S
    Er ist aber nicht mehr der Chef und das ist auch gut so, denn bei den Prequels hat er einen Haufen Mist gebaut und das neue Konzept sieht nunmal vor, das jeder Regisseur seine eigenen frischen Ideen ins Franchise bringen darf und das ist erstmal klasse denn GL war zu verbohrt um sich da reinreden zu lassen.
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