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"Maze Runner 3": So könnte es nach "Die Auserwählten in der Todeszone" weitergehen
Von Annemarie Havran — 02.02.2018 um 17:31
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„Maze Runner 3“ ist das Finale der „Die Auserwählten“-Kinoreihe. Doch gibt es wirklich keine Chance auf „Maze Runner 4“ oder vielleicht ein Prequel? Wir haben uns Gedanken gemacht, wie und warum es mit dem Franchise doch weitergehen könnte.

20th Century Fox

Achtung, es folgen Spoiler zum Ende von „Maze Runner 3 - Die Auserwählten in der Todeszone“!

Am 1. Februar 2018 ist „Maze Runner 3“ im Kino gestartet – und damit das Finale der Trilogie basierend auf James Dashners Romanen. Drei Bücher, drei Filme, so war es in Regisseur Wes Balls Vision schon immer vorgesehen. So entschied er sich zum Beispiel bewusst, das letzte Buch nicht in zwei Teile aufzuteilen, wie es zu Hochzeiten der Young-Adult-Welle Trend war – siehe „Twilight“, „Harry Potter“ oder „Die Tribute von Panem“. Doch so etwas wie ein endgültiges Ende gibt es in Hollywood nicht und deshalb haben wir uns Gedanken gemacht, wie es mit dem Franchise doch noch weitergehen könnte.

"Maze Runner 4": Thomas rettet die Welt

Drehbuchautor T.S. Nowlin erklärte zwar gegenüber Thrillist, es handele sich bei Teil drei um das definitive Ende – lud aber wiederum die Fans ein, sich Gedanken über den Fortgang der Geschichte zu machen. Ganz abgeschlossen klingt das Ganze also nicht, zumal im Film auch eine große Änderung zum Buch vorgenommen wurde, die durchaus als Schlupfloch verstanden werden kann, um doch noch ein weiteres Abenteuer von Thomas (Dylan O’Brien) und seinen Freunden auf den Weg zu bringen, sollte es dem Studio danach gelüsten.

Während es in der Buchvorlage nämlich keine Heilung für das sogenannte Brandvirus gibt, hat man in „Maze Runner 3“ ein Heilmittel gefunden. Es kann zwar nicht, wie zunächst von den Wissenschaftlern von WCKD vermutet, aus dem Blut aller Immunen hergestellt werden, selbst wenn man sie großen Stresssituationen aussetzt, damit sie ein besonderes Enzym produzieren. Das daraus hergestellte Serum kann nämlich den Fortschritt der Verwandlung von Menschen in zombieähnliche Wesen nur aufhalten, nicht stoppen, wie Teresa (Kaya Scodelario) enttäuscht feststellen muss. Doch bei Thomas sieht es anders aus: Aus seinem Blut lässt sich tatsächlich ein Heilmittel gewinnen, die angesteckte Brenda (Rosa Salazar) konnte durch die Behandlung mit dem Serum vollständig geheilt werden.

Die FILMSTARTS-Kritik zu "Maze Runner 3"

Thomas weiß nun von der Wirkung seines Blutes – ihm gelingt die Flucht aus der niederbrennenden Last City und als er in der sicheren Zuflucht der Überlebenden auf einer Insel erwacht, hat er die Phiole mit dem Serum in seiner Tasche. Ein offenes Ende also und eine Steilvorlage für einen guten und hilfsbereiten Menschen wie Thomas, das Mittel nun auch einzusetzen!

Und so ist auch die letzte Einstellung des Films Folgende: Thomas holt die Phiole aus seiner Hosentasche, blickt zuerst auf sie und lässt seinen Blick dann übers Meer in die Ferne schweifen. Schmiedet er bereits Pläne, die Insel zu verlassen und einen Weg zu suchen, das rettende Enzym aus seinem Blut zu vervielfältigen und so einen Impfstoff gegen die Krankheit zu entwickeln?

Ist "Maze Runner"-Fiesling Janson wirklich tot?

Draußen in der Welt könnte er dann auch auf einen alten Bekannten treffen: Seinen Erzfeind Janson (Aidan Gillen), der als WCKD-Mitarbeiter hinter Thomas und seinen Freunden her war – nicht etwa, um die gesamte Menschheit zu heilen, sondern vor allem sich selbst, da der „Brand“ bei ihm ebenfalls schon ausgebrochen ist. Zwar wurde Janson in seiner letzten Szene von „Maze Runner 3“ im WCKD-Hauptquartier von den sogenannten Cranks überwältigt, also den durch das Virus zu „Zombies“ mutierten Menschen, doch hätte er ihnen auch in letzter Sekunde entkommen können – so brachte doch „Maze Runner 3“ auch schon eine andere totgeglaubte Figur zurück, Gally (Will Poulter), der am Ende von „Die Auserwählten im Labyrinth“ sterbend zurückgelassen wurde – sterbend, nicht tot!

Mit Zugang zu allen Laboren des WCKD-Hauptquartiers hätte Janson sich noch das Serum aus den bisherigen Versuchsreihen injizieren können, um seine Krankheit zumindest aufzuhalten. Wenn ihm dann auch noch die Flucht aus der niedergehenden Letzten Stadt gelungen ist, könnte er nun wieder auf der Jagd nach Thomas sein, um endgültige Heilung zu finden. Doch selbst wenn Janson tatsächlich tot ist – wenn es in „Maze Runner 4“ darum geht, ein Gegenmittel herzustellen, das vielleicht nicht für alle Infizierten reicht, dürfte es genügend Parteien geben, die mit finsteren Absichten hinter diesem Geheimnis her sind.

Das Ende von "Maze Runner 3": Unterschied zum Buch

Nicht nur bezüglich des Heilmittels unterscheiden sich Film und Buch, auch das Ende von „Maze Runner 3“ ist anders als es Dashner in seinem Roman geschrieben hat. Zwar finden auch in der Vorlage die Überlebenden einen sicheren Ort, doch stellt sich heraus, dass dies immer schon der Plan von WCKD-Wissenschaftlerin Ava Paige, im Film gespielt Patricia Clarkson, war. Nur Plan B natürlich, der primäre Plan sah die Herstellung eines Heilmittels vor. Doch als dies nicht gelang, wollte man zumindest sicherstellen, dass die Menschheit überlebt, und für einige wenige einen Zufluchtsort finden.

Im Film hat WCKD jedoch nichts mit dem Zufluchtsort zu tun – er gehört ganz Thomas und den Überlebenden: „Wir wollten nicht, dass [der Ort] Ava Paiges Plan B ist.“, so Drehbuchautor Nowlin. Vielmehr solle das Ende im Film Thomas‘ Sieg unterstreichen – der Unterschied, wer diesen sicheren Hafen gefunden hat, schlage sich in einem Gefühl von Freiheit, Eigentumsrecht und Verdienst für die Überlebenden nieder, erklärt Nowlin weiter. In dem Epilog wird im Buch nicht nur Paiges Plan B enthüllt, sondern auch, dass das Virus ursprünglich von der Regierung erschaffen wurde, um nach einer Sonneneruption die zu große Bevölkerung zu kontrollieren. Das Virus hätte nach einer Weile von selbst unschädlich werden sollen – wurde es aber nicht. Und so rief die Regierung WCKD ins Leben, um den Schlamassel wieder aufzuräumen und ein Gegenmittel zu finden, während Ava Paige bald erkannte, dass sie an einem Alternativplan arbeiten musste – schon bevor die Auserwählten ins Labyrinth kamen.

Und hier kommen wir zur nächsten Möglichkeit, wie das „Maze Runner“-Franchise fortgeführt werden könnte:

"Kill Order" und "Phase Null": Prequels statt Fortsetzung?

Zwar schrieb James Dashner keine Fortsetzung zu „Die Auserwählten – In der Todeszone“, dafür aber zwei Prequel-Bücher zu seiner „Auserwählten“-Trilogie: „Kill Order“ und „Phase Null“ (Originaltitel: „The Fever Code“). Darin geht es um die Zeit vor den WCKD-Experimenten. Die Welt versinkt nach einer Sonneneruption im Chaos, durch Strahlung, Hitze und Flutwellen werden Lebensräume und Ressourcen für die Menschen immer knapper. In „Kill Order“ geht es um einen Jungen namens Mark, der mit seinen Freunden durch die verlassenen Städte streift. Als die Gruppe aus einem Hubschrauber heraus attackiert und mit Pfeilen beschossen wird, die mit einem Virus infiziert sind, versuchen sie herauszufinden, was hinter diesen absurden Angriffen auf die Überlebenden steckt.

In „Phase Null“ geht es dann schon um die konkrete Vorbereitung der Experimente mit den Auserwählten. Hier ist auch schon Thomas am Start – bevor die Gedächtnisse der Jugendlichen gelöscht werden. Sie sind noch in dem Glauben, dass sie die Zukunft der Menschheit bedeuten, und arbeiten mit WCKD zusammen, ohne deren wahren Pläne zu kennen. Autor James Dashner erklärte bereits in früheren Interviews, dass er sehr an einer Verfilmung dieser Bücher interessiert sei. „Es liegt wahrscheinlich nicht in meiner Hand, aber ich würde alles dafür geben, dass es gemacht wird, denn es würde sehr viel Spaß machen und es wäre toll, einige der Schauspieler in diese Welt zurückkehren zu sehen. Aber wir werden sehen, was Fox für Pläne mit dieser Reihe und dieser Welt hat“, so Dashner 2015 im Interview mit Screenrant.

"Maze Runner": Hier könnt ihr Teil 1 und 2 streamen

An 20th Century Fox ist es jedoch nun womöglich nicht mehr, alleine über die Zukunft des Franchise zu entscheiden. Die Rechte gehen mit dem Kauf des Studios an Disney über. Eventuelle weitere „Maze Runner“-Filme würden also wohl bei Fox unter dem Dach von Disney entstehen. Der Mäusekonzern könnte also mitsprechen, sobald die Übernahme endgültig vollzogen wurde.

Die Rückkehr der bisherigen Darsteller ist auf Grund ihres Alters fraglich, zumindest der jungen Stars. Bei einer Verfilmung von „Kill Order“ müsste sowieso eine neue Besetzung für andere Protagonisten gefunden werden. Zugleich bedeutet dies aber auch eine Chance, nach den klaren Aussagen von Wes Ball und T.S. Nowlin, die Reihe sei beendet und sie damit fertig, doch noch mit dem Franchise weiterzumachen: durch einen Neuanfang, mit neuem Cast und neuer Crew. Abhängen wird dies aber vor allem vom finanziellen Erfolg von „Maze Runner 3“, konkrete Planungen gibt es bislang nicht.

 

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