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    Offener Brief: "Guardians Of The Galaxy"-Cast steht hinter James Gunn!
    Von Daniel Fabian — 31.07.2018 um 09:10
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    Der Rauswurf von James Gunns seitens Disney lässt seit etwas mehr als einer Woche die Wogen hochgehen. Jetzt meldet sich der Cast von „Guardians Of The Galaxy“ zu Wort – und stellt sich geschlossen hinter seinen Regisseur.

    Walt Disney / Marvel

    Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich neben vereinzelten Prominenten auch der Cast von „Guardians Of The Galaxy“ hinsichtlich der Debatte rund um James Gunn, den Disney kürzlich aufgrund anstößiger, Jahre alter Twitter-Postings als Regisseur von „Guardians Of The Galaxy Vol. 3“ feuerte. In einem offenen Brief, den unter anderem Zoe Saldana auf Facebook und Chris Pratt auf Twitter veröffentlichten, stellt der Cast der Filme jetzt klar, wie er zur Situation steht: „Wir unterstützen James Gunn voll und ganz.“

    Was war geschehen?

    Die Botschaft kam wie aus dem Nichts und wirkte – pünktlich zur Comic-Con – fast wie ein schlechter Aprilscherz: Disney hat „Guardians Of The Galaxy“-Mastermind James Gunn gefeuert! Der Grund: Alte Tweets, die James Gunn vor allem zwischen 2008 und 2011 veröffentlichte und in denen er sich über teils provokante Themen wie Vergewaltigung und Pädophilie lustig machte. Seitens Disney hieß es: „Die offensive Einstellung und die Statements in James‘ Twitter-Feed sind nicht zu entschuldigen und nicht vereinbar mit den Werten unseres Studios. Deshalb haben wir unsere Zusammenarbeit mit ihm beendet.“

    Warum Disney von jenen Tweets nicht schon längst etwas wusste – etwa, bevor James Gunn überhaupt für die „Guardians“-Filme engagiert wurde – ist fraglich. Fakt ist jedoch, dass der Regisseur, dessen Karriere mit Genrefilmen wie „Slither – Voll auf den Schleim gegangen“ oder „Super – Shut Up, Crime!“ begann, bereits mitten in der Arbeit für „GOTG 3“ steckte – denn er sollte standesgemäß nicht nur die Regie übernehmen, sondern auch das Drehbuch beisteuern. Ob und inwiefern seine Ideen für die Fortsetzung nun letztendlich umgesetzt werden, bleibt vorerst abzuwarten.

    Schweigen gebrochen

    Zehn Tage, nachdem die Nachricht von James Gunns Rauswurf den Atem unzähliger Filmfans in aller Welt stocken ließ, meldete sich nun der Cast des Films zu Wort. Man habe sich jene Zeit bewusst genommen, um nachzudenken, zu beten, zuzuhören und zu diskutieren. Man fühle sich nun ermutigt, Wort zu ergreifen – nicht nur aufgrund potentieller Verschwörungstheoretiker, welche die Gelegenheit nutzten, Gunn als etwas darzustellen, das er nicht ist, sondern auch durch die riesige Unterstützung, die Gunn sowohl seitens der Fans als auch der Medien erhält.

    Star-Lord-Darsteller Chris Pratt teilte den offenen Brief, den außer ihm auch Zoe Saldana (Gamora), Bradley Cooper (Rocket), Vin Diesel (Groot), Sean Gunn (Kraglin), Dave Bautista (Drax), Pom Klementieff (Mantis), Karen Gillan (Nebula) und Michael Rooker (Yondu) unterzeichneten, via Twitter und findet in seinem Posting klare Worte:

    Auch wenn ich James Gunns unangebrachte Witze von vor ein paar Jahren nicht unterstütze – er ist ein guter Mann.

    Des Weiteren bedankt sich der Cast geschlossen bei James Gunn für die Möglichkeit, Teil der „Guardians Of The Galaxy“ sein zu können – die Arbeit an jenen Filmen hätte ihr Leben für immer verändert. Und während Gunns Statements von einst zu keinem Zeitpunkt gutgeheißen werden, ist es den „Guardians“ ein Anliegen, außerdem die Gelegenheit zu nutzen und ausdrücklich auf die große Verantwortung hinzuweisen, die mit „den Worten, die wir digital in Stein meißeln“ einhergeht. Hier das komplette Statement:

    Although I don’t support James Gunn’s inappropriate jokes from years ago, he is a good man. I’d personally love to see him reinstated as director of Volume 3. If you please, read the following statement- signed by our entire cast.

    Ein Beitrag geteilt von chris pratt (@prattprattpratt) am

    Ungewisse Zukunft

    Wie es mit „Guardians Of The Galaxy Vol. 3“ und dem Marvel Cinematic Universe weitergeht, bleibt abzuwarten. Der Film sollte ursprünglich im Jahr 2020 ins Kino kommen – jetzt liegt es an Disney und Marvel, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Denn es gilt nicht nur einen neuen Drehbuchautor, sondern auch einen neuen Regisseur zu finden. Den Kinostart einfach nach hinten zu verlegen, ist dabei fast ein Ding der Unmöglichkeit. Denn was bei einem Solofilm schon mit unglaublich großen Herausforderungen einhergeht, ist bei einem Film eines derart komplexen Franchises, wie es das MCU eines ist, wohl kaum zu bewerkstelligen – immerhin soll die Kontinuität der Reihe gewahrt werden. 

    Das „Guardians“-Thema ist wohl noch längst nicht gegessen. Anstatt sich aber davon die Laune vermiesen zu lassen, gibt es glücklicherweise eine gute Möglichkeit, sich mit bester Marvel-Unterhaltung abzulenken:„Ant-Man And The Wasp“ läuft seit dem 26. Juli 2018 in den deutschen Kinos.

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    Kommentare
    • Fox William Mulder
      dein name sagt alles...
    • disneyfan5000
      Wer Witze über Kindesmissbrauch macht, hat nun mal nix bei einem Konzern wie Disney verloren, der sein Geld Hauptsächlich mit Filmen und Produkten für Kinder macht. Sollte eigentlich jedem Menschen mit gesunden Menschenverstand klar sein. Aber naja.
    • disneyfan5000
      Jeder ist ersetzbar.
    • disneyfan5000
      Um nicht missverstanden zu werden, ich bin natürlich zu 100% auf der Seite von Disney. Wenn jemand so doof ist, und schickt blöde Witze über Vergewaltigung und Kindesmissbrauch über Twitter, dem ist nicht mehr zu helfen. Außerdem wer Vergewaltigung und Kindesmissbrauch lustig findet, da würde ich mir bei so jemanden 3mal überlegen, ob ich dem mein Kind anvertrauen würde. Mit Witzen fängt es an.
    • Jimmy v
      Ja, genau, letzteres ist ja die große Heuchelei dabei. Deswegen kann ich gerade viele Christen aus den USA absolut nicht ernst nehmen. Faseln von Dekadenz, weil Menschen homosexuell sind, aber lassen sich mit Donald Trump (!!) ein, der ja die christlichen Werte besonders gut schützen soll. Alles Heuchelei.
    • Kein_Gast
      Finde ich eine schöne Geste - egal was bei raus kommt!Wobei ich noch immer kein Problem in den Tweets sehe...prüdes Amerika!Wenn Disney ein Problem damit hat, hätten sie James nie einstellen dürfen - weil zu 1000% irgendjemand von den Tweets wusste...hallo, die sind für die ganze Welt sichtbar!
    • Dark Rain
      Diese Leute gibt es schon. Die Schauspieler bekommen gerade alle richtig viel Hate ab von den ''Gutmenschen'' die Gunn brennen sehen wollen und die jetzt gleich mit dazu da sie scheinbar ''Pädophile'' unterstützen.
    • Tobias
      Gesellschaft hin oder her, ich finde, dafür sollte Disney viel mehr und viel lautere Kritik bekommen. Das sind für mich sehr seltsame Praktiken, die entweder einfach dreist sind, oder keinen Sinn ergeben. Aber wie gesagt, da gibt es bestimmt eine Story im Hintergrund, um mal den Alu-Hut rauszukramen. Wer weiß, was in Gunns Verträgen stand...
    • Gravur51
      Die haben wohl einfach gehofft oder angenommen, dass das nicht so schlimm aufgefasst wird. War ja damals auch so. Wahnsinn wie sich die Gesellschaft in nur ein paar Jahren verändern kann.
    • Der_Neue
      Naja die, die mit ihm zu tun haben wollen ihn ja zurück. Die Doppelmoral seitens Disney ist ja, dass sie den Umsatz den seine ersten beiden Teile einbringen, gerne mitnehmen.
    • Der_Neue
      Wow das muss ich erstmal sacken lassen: Du behauptest erstmal Ridley Scott wäre unbeliebt und dann stellst du jeden FS Nutzer unter Generalverdacht der Doppelmoral obwohl du selbst nicht mal gecheckt hast, dass die meisten nicht FÜR Gunn argumentieren sondern GEGEN Disney und deren Doppelmoral. Was ist denn dein eigentliches Statement? Möchtest du jetzt Disney verteidigen, Gunn verurteilen oder nur alle FS Nutzer runter machen?
    • Da HouseCat
      sowieso. es wundert mich, dass die posts nicht kurz vor dem release des film herauskamen. so bekommen das nicht wirklic hviele mit.
    • Tobias
      Das denke ich mir auch. Aber deswegen frage ich mich, warum sie ihn überhaupt engagiert haben. Da ist doch irgendwas faul.
    • Simon Missbach
      Ridley Scott unbeliebt?! Also bei mir jedenfalls nicht. Macht nicht immer alles richtig, mag ihn aber trotzdem.
    • GamePrince
      Naja, ist natürlich keine schöne Sache. Aber ich sehe das Positive daran ... Es öffnet neue Türen für die Regie, wodurch man für frischen Wind sorgen könnte.
    • John K.
      Würd gern mal wissen, wie die Leute reagieren würden wenn es einen anderen Regisseur getroffen hätte. Sagen wir mal einer eher unbeliebten ala Ridley Scott, Paul Feig e.t.c, denke die Resonanz wäre eine ganz andere. Aber Doppelmoral ist ja ein bekanntes Feld unter den Filmstartsusern Kann verstehen dass viele die Guardians wieder unter seiner Regie sehen würden. Aber viele vergessen, das Disney ein Millardenschweres Unternehmen ist, ihr glaubt doch nicht wirklich dass sich die Aktionäre die ihr Geld in Gefahr sehen von der Fanbase einschüchtern lassen. Ich denke dass die Entscheidung nicht einstimmig gefällt wurde, aber wie sooft entscheiden die Leute mit den größeren Porte-Monnaie.
    • Vincent
      Die wussten es nicht nur. jeder wusste es. Es gab diese Diskussion sogar schon öffentlich schon als Guirdians 1 rauskam. Die gleichen Tweets. Lustig wie sich die Gesellschaft in 4 Jahren verändern kann.
    • Gravur51
      Achja?😂 Ist mir neu.
    • Gravur51
      Klar wusste Disney das. Die nehmen garantiert jeden unter die Lupe, damit so etwas eigentlich nicht passiert. Er hat sich ja kurz nach seiner Einstellung sogar für die Tweets entschuldigt, spätestens dann wussten sie es
    • Tobias
      Der Mist, den Disney gebaut hat, ist mir weiterhin ein Rätsel. Ich meine,die Frage ist doch: Wusste Disney damals davon und wenn ja, warum haben sie ihn trotzdem engagiert?Da muss es doch irgendeine Story im Hintergrund geben...
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