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    Nach Shitstorm gegen "Aufbruch zum Mond": Regisseur und Neil Armstrongs Söhne verteidigen Ryan-Gosling-Film
    Von Markus Trutt — 01.09.2018 um 11:51
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    Weil in „Aufbruch zum Mond“ wohl nicht das Platzieren der US-Flagge bei der ersten Mondlandung gezeigt wird, laufen konservative Amerikaner im Internet gerade Sturm. Nun beziehen der Regisseur und Neil Armstrongs Söhne Stellung.

    Universal Pictures

    Nach der Premiere von „Aufbruch zum Mond“ bei den Filmfestspielen von Venedig sind viele Kritiker begeistert von der filmischen Aufbereitung der Geschichte um die erste Mondlandung. Schon jetzt wird der neue Film von „La La Land“- und „Whiplash“-Regisseur Damien Chazelle als heißer Oscarkandidat gehandelt. Doch regen sich im Netz inzwischen auch einige empörte Stimmen, nachdem bekannt wurde, dass in dem Film wohl nicht gezeigt werde, wie der erste Mensch auf dem Mond, Neil Armstrong, die US-Flagge dort platziert. Vor allem viele konservative Amerikaner, die sich bei Twitter zu Wort meldeten, ohne den Film gesehen zu haben, sind außer sich, dass die in ihren Augen gänzlich amerikanische Errungenschaft nicht genug gewürdigt würde. Nachdem Ryan Gosling, der im Film Neil Armstrong verkörpert, das Drama bereits gegen die Vorwürfe verteidigt hat, mischen sich nun auch Chazelle und Armstrongs Söhne in die Diskussion ein.

    Kein politisches Statement

    Sowohl Damien Chazelle als auch Rick und Mark Armstrong stellten zunächst einmal klar, dass – anders als mancherorts berichtet – die US-Flagge sehr wohl in mehreren Einstellungen auf der Mondoberfläche zu sehen ist. Wie sie dort genau platziert wird, wird aber wohl tatsächlich nicht gezeigt. Der Moment ist laut Chazelle einer von mehreren Aspekten der Apollo-11-Mission, die er bewusst nicht in den Vordergrund rücken wollte. Stattdessen sollen die weniger bekannten Elemente und vor allem die Person Neil Armstrong selbst im Zentrum stehen. Der primäre Fokus sollte hier auf den möglichen Gedanken und Gefühlen des Astronauten während seiner ersten Schritte allein auf dem Mond liegen.

    Dabei wies Chazelle auch den Vorwurf, sich mit seinem Film irgendwie politisch positionieren zu wollen, entschieden zurück. Ähnlich wie Ryan Gosling bereits zuvor erklärte, ginge es in dem Film vielmehr darum, deutlich zu machen, dass die Mondlandung nicht nur in der amerikanischen, sondern in der gesamten Menschheitsgeschichte zu den größten Errungenschaften zählt: „Meine Hoffnung ist es, dass wir durch den Blick unter die Oberfläche und die Humanisierung der Ikone besser verstehen können, wie schwer, mutig und heldenhaft dieser Moment wirklich wahr“, so Chazelle.

    Alles andere als antiamerikanisch

    Auch die Stellungnahme von Rick und Mark Armstrong, die sie gemeinsam mit „Aufbruch zum Mond“-Vorlagenautor James R. Hansen abgaben, schlägt in eine ganz ähnliche Kerbe. Sie betonen ebenfalls nochmal, dass der Film ein sehr persönlicher sei, der die von allerlei Höhen und Tiefen geprägte Reise ihres Vaters und vor allem bislang unbekannte Abschnitte dieser durch seine Augen zeige. Das Biopic würde die Mondlandung als amerikanischen und globalen Triumph gleichermaßen feiern und wäre in diesem Sinne nicht im Entferntesten anti-amerikanisch, sondern das genaue Gegenteil. Doch schließen sie ihre Ausführungen damit, dass sich am besten jeder selbst ein Bild machen und den Film anschauen solle.

    In den hiesigen Kinos hat man dazu ab dem 8. November 2018 Gelegenheit. Die kompletten Statements von Armstrongs Söhnen und Damien Chazelle findet ihr unter anderem bei den Kollegen von Deadline.

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    Kommentare
    • disneyfan5000
      Also wenn ich sowas höre, das Ereignis gehört der ganzen Welt. Hat die ganze Welt für diese Mondmission bezahlt, oder die USA? Waren 2 US-Amerikaner auf dem Mond oder die ganze Welt? Klar, war es ein Weltereignis. Es war aber auch eine amerikanische Sternstunde. Wenn man sowas verfilmt, dann hat man es genau zu verfilmen. Und dann gehört einfach die amerikanische Fahne dazu. Punkt. Alles andere ist Geschichtsfälschung.
    • yanseku
      ⏩⏩ ALLOCINEFILM21.BLOGSPOT.COM
    • WhiteNightFalcon
      Amis!!!! 😭
    • Sentenza93
      Wenn man sonst keine Probleme hat. :D
    • Gravur51
      Oder chuck norris. Der fliegt nicht zum Mond, der Mond fliegt zu chuck norris.
    • Rockatansky
      Wobei, wenn man statt Gosling, The Rock die Hauptrolle gegeben hätte, hätte man sich den Flug zum Mond auch sparen können. Er hätte die Fahne einfach da hoch geworfen. Durch einen russischen Satelliten. Und am 4. Juli natürlich.
    • Der_Neue
      dass die Mondlandung nicht nur in der amerikanischen, sondern in der gesamten Menschheitsgeschichte zu den größten Errungenschaften zählt: Das ist ja alles schön und gut aber man darf auch nicht vergessen, dass dies damals ein Wettkampf im kalten Krieg war und diese Mondlandung von vornherein politisch motiviert war. Das gehört zur damaligen Zeit wie die Kubakrise und da ist es sinnvoll die ganze Geschichte zu erzählen und nicht nur die Aspekte die man sich wünscht.Dies war nur mein Gedanke zu diesem Argument. Die Flagge wird gezeigt, kein Grund für die ganze Aufregung.Achso: Hidden Figures. Den Film gibt es doch auch zu Recht, da die Mitwirkung der schwarzen Damen an diesem Erfolg auch zu lange nicht gewürdigt wurde, da es nicht zu den damaligen Werten passte.
    • greek freak
      Absolutely! Guck dir mal diesen Trailer an,so macht man doch kein Epos über die Eroberung des Mondes!Gosling,setzt sein süsser Dackelblick-Gesicht auf,alles ist eingetaucht in einen Graufilter und depri-Streicher spielen im Hintergrund,während Gosling´s Filmfrau ihn anbettelt nicht zum Mond zu fliegen,weil´s gefährlich ist.Silence woman! Wir fliegen jetzt drauf,auf diesen Mond,pflanzen unsere Fahne und es wird geil sein!!YIEEEHAAA!!
    • Der_Neue
      Aufbruch zum Mord? Klingt aber nach einer SEHR krassen Geschichtsverdrehung :D
    • Rockatansky
      Nicht zu vergessen sind heroische Ansprachen, vorzugsweise vom US Präsidenten, 60 Schnitte pro Minute und unbedingt eine Einstellung der Heldentruppe, wie Sie Rücken an Rücken steht und die Kamera von unten nach oben und einmal rum fährt. Patriotische Trompetenmusik und Lens Flares verstehen sich von selbst.
    • greek freak
      Nächstes mal,liebe Hollywood Studios macht´s richtig.Heuert Michael Bay an,dann klappt´s auch mit den Fahnen. ;-)Wenn ich´s bedenke,einen Mondlandungsfilm von Bay,würde ich mir sogar geben,alleine die ganzen Explosionen,Product Placement und natürlich würden alle NASA Mitarbeiterinnen von Unterwäsche Models gespielt.Dazu noch ´ne pathetische Rockballade von Aerosmith und bäm da geht dem geneigten Redneck das Herz auf,während er an seinem Bud Light nippt.Wäre definitiv unterhaltsamer als dieser dröge,klischee Oscar-Bait,im Trailer mit Gosling.Ich hab mir das angeshen und musste gleich an Satan´s Alley aus Tropic Thunder denken.
    • Paul S.
      Weil der Film noch nicht in den Kinos läuft (erst ab Oktober) sondern gerade erst seine Premiere auf dem Filmfestival in Venedig hatte.
    • Tobias D.
      Weil unter anderem in den Tweets im Artikel gestern stand: Werde mir den Film nicht ansehen. oder ähnliche Formulierungen.
    • Tim M.
      Vor allem konservative Amerikaner (die den Film noch gar nicht gesehen haben) sind außer sichWoher weiß man, dass die konservativen ihn nicht gesehen haben? XD
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