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    Das bedeutet die letzte Einstellung von "A Star Is Born" wirklich
    Von Christoph Petersen — 08.10.2018 um 15:30
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    Bei der letzten Szene von „A Star Is Born“ hatten sicherlich viele Zuschauern ordentlich Gänsehaut. Nun hat Regisseur und Hauptdarsteller Bradley Cooper in einem Interview erklärt, was er sich bei der Einstellung gedacht hat.

    Warner Bros.

    Achtung: Dieser Artikel enthält Spoiler zum Ende von „A Star Is Born“!

    In der Neuauflage des klassischen Hollywood-Stoffes „A Star Is Born“ gibt es gleich eine ganze Reihe von Gänsehautmomenten. Kein Wunder also, dass der Film, seine Hauptdarstellerin Lady Gaga sowie der Hauptdarsteller und Regisseur Bradley Cooper als aussichtsreiche Kandidaten für eine Oscarnominierung gelten. Ein ganz besonderer Moment ist dabei auch die allerletzte Einstellung des Films, die man auf ganz verschiedene Weise interpretieren könnte. In einem Interview mit CinemaBlend hat Debütregisseur Cooper nun sein eigenes Verständnis der Szene verraten.

    Die Kamera klebt den ganzen Film hindurch wie bei einer Hinter-den-Kulissen-Konzertdokumentation ganz nah an den Protagonisten dran. Trotzdem schaut Lady Gaga als aufstrebende Pop-Sensation Ally dabei nicht ein einziges Mal direkt in die Kamera – bis zu dieser allerletzten Einstellung, in der sie den von ihrem verstorbenen Ehemann Jack komponierten Song vorträgt und bei der sie dem Publikum im Kinosaal plötzlich direkt in die Augen sieht. Ein Gänsehautmoment, den Cooper wie folgt interpretiert:

    Für mich ist das der Moment, in dem der Star geboren wird. Für mich zumindest. Natürlich ist es am Zuschauer, das zu entscheiden. Aber für mich endet der Film mit der Geburt des Stars. Weil sie endlich zu sich selbst findet. Sie findet die Kraft, dem Zuschauer ins Gesicht zu sehen und zu sagen: ‚Hier bin ich!‘“

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "A Star Is Born"

    Das ergibt durchaus Sinn. Denn selbst wenn Ally im Verlauf des Films zum Popstar aufsteigt, bekommt man als Zuschauer zugleich das Gefühl, dass sie sich selbst und ihre Musik beim Aufstieg an die Spitze immer mehr aus den Augen verliert. Stattdessen singt und tut sie, was andere ihr vorgeben. Aber in diesem letzten Moment, nachdem sie ihren Mann zu Grabe tragen musste, der immer dafür gekämpft hat, dass sie sich selbst treu bleiben kann, findet sie schließlich zu sich selbst – und nur so wird sie es zu einem echten Star statt zu einem kurzen Strohfeuer bringen können.

    Im selben Interview verrät Lady Gaga dann auch, dass schon am Set direkt klar war, dass sie hier gerade eine ganz besondere Szene gedreht haben:

    Ich erinnere mich noch an den Moment, als wir die Szene gedreht haben. Er kam direkt im Anschluss zu mir rüber. Ich schaue mir eigentlich nie an, was wir gerade gedreht haben. Aber diesmal hat er mir das Playback vorgespielt und gesagt: ‚Dies wird die allerletzte Einstellung des Films.‘ Das war ihm in dem Augenblick sofort klar.

    „A Star Is Born“ läuft seit dem 4. Oktober in den deutschen Kinos – und ist am ersten Wochenende auf Platz 3 der hiesigen Kinocharts eingestiegen.

     

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    Kommentare
    • Sentenza93
      Hier bei den meisten Usern eigentlich nicht nötig. Ich hab mich nur selbst schon dabei erwischt, dass ich nach Kinobesuchen dachte: Stellt draußen ein Schild auf, auf dem alles erklärt wird. :D Wenn ich manche Leute nach Kinofilmen hören, da stellen sich mir die Nackenhaare hoch. :D
    • Luthien's Ent
      Filmstarts sollte sich umbenennen in Erklärbär, denn die bringen laufend irgendwelche Erklärungsartikel, weil wir Kinogänger scheinbar zu doof sind, uns selbst Gedanken zu machen...
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