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    "Dark Universe" endgültig begraben: "The Purge"-Macher soll mit "Der Unsichtbare" eine neue Richtung einschlagen
    Von Markus Trutt — 28.01.2019 um 20:30
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    Die großen Pläne für Universals „Dark Universe“ waren nach „Die Mumie“ ins Stocken geraten. Nun sollen Leigh Whannell als Regisseur und Jason Blum als Produzent von „Der Unsichtbare“ Universals Monster-Vorhaben aber wieder neues Leben einhauchen.

    Universal Pictures

    Bei Universal hatte man Großes mit den legendären Filmmonstern des Studios vor. Unter dem Label „Dark Universe“ sollten – ganz nach dem erfolgreichen Marvel-Vorbild – neue Filme über verschiedene ikonische Kreaturen entstehen, die allesamt im selben fiktiven Universum angesiedelt und so miteinander verbunden sein sollten. Doch als der Auftakt „Die Mumie“ im Jahr 2017 auf wenig Gegenliebe stieß und auch finanziell hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, ging es mit dem Vorhaben nicht mehr wirklich voran. Nachdem mehrere Verantwortliche bereits ausgestiegen und vorgesehene Kinostarts gestrichen wurden, wird man den bisherigen Ansatz laut Variety nun völlig über den Haufen werfen und Erfolgsproduzent Jason Blum („The Purge“, „Insidious“, „Glass“) damit betrauen, dem Projekt auf andere Weise neues Leben einzuhauchen.

    Nach wie vor will man nämlich daran festhalten, klassische Filmmonster für die große Leinwand neu aufzulegen, allerdings sollen die entsprechenden Filme nicht Teil eines zusammenhängenden Erzählkosmos', sondern gänzlich eigenständig und unabhängig voneinander sein. So will man gewährleisten, dass kreative Filmemacher alle Freiheiten bekommen, ihre ganz eigenen Ideen für bestimmte Figuren umzusetzen, ohne auf ein großes Ganzes achten zu müssen. Dabei soll es wohl auch kaum Vorgaben hinsichtlich Budget, Altersfreigabe und Ton geben – abgesehen davon, dass sie alle im Horror-Genre verwurzelt sein sollen.

    "Der Unsichtbare" wohl ohne Johnny Depp

    Jason Blum soll sich nun um ein Remake von „Der Unsichtbare“ kümmern. Als Regisseur wurde zudem „Saw“-Co-Schöpfer Leigh Whannell verpflichtet, mit dem Blum schon beim ultrabrutalen Actioner „Upgrade“ und der „Insidious“-Reihe zusammenarbeitete. Unklar ist derweil, ob der ursprünglich für die Hauptrolle vorgesehene Johnny Depp bei der neuen Herangehensweise nach wir vor an Bord ist. Quellen von Variety zufolge, ist dem nicht so, möglich sei aber, dass er stattdessen in einem anderen Monster-Projekt von Universal auftritt.

    Generell hätten die Stars, die bisher für das „Dark Universe“ unterschrieben haben, auch beim generalüberholten Konzept laut Variety noch die Option, in Universals Monster-Filmen aufzutauchen, auch nachdem ein Regisseur mit einer neuen Vision das Ruder übernommen haben sollte. So ist es zwar fraglich, aber nicht völlig ausgeschlossen, dass wir Tom Cruise noch einmal als Mumien-Bezwinger, Sofia Boutella als Mumie und Russell Crowe als Dr. Jekyll/Mr. Hyde wiedersehen werden. Javier Bardem war bei der „Dark Universe“-Ankündigung zudem als Darsteller von Frankensteins Monster in einem „Frankensteins Braut“-Remake vorgesehen.

    Prominente Regisseure ins Auge gefasst

    Obgleich es nun konkrete neue Personalmeldungen zu „Der Unsichtbare“ gibt, heißt das aber wohl nicht zwingend, dass der Film auch tatsächlich die nächste Station in Universals Monster-Vorhaben ist. Studio-Verantwortliche hätten sich bereits mit mehreren prominenten Regisseuren bezüglich unterschiedlicher Vertreter aus dem hauseigenen Monster-Fundus, zu dem etwa auch Dracula und „Der Schrecken vom Amazonas“ gehören, getroffen, um verschiedenste Ideen zu diskutieren. Denkbar wäre zudem auch, dass Jason Blum auch bei weiteren Projekten abseits von „Der Unsichtbare“ künftig die Oberaufsicht als Produzent hat, schließlich hat er Universal mit seiner Produktionsschmiede Blumhouse schon so einige Genre-Hits beschert.

    Es bleibt jetzt aber abzuwarten, wann genau es mit welchen von Universals Monstern weitergeht. Dass sie eine Zukunft haben, dürfte nach der Neuausrichtung nun jedoch immerhin feststehen.

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    Kommentare
    • Bruce Wayne
      Plotholes würde ich nicht einmal als Schwäche bezeichnen. Für einige Plotelemente gab es ein riesiges Set-Up, nur um dann total verpulvert zu werden. Und der Twist war etwas befremdlich.
    • CineMan
      Streng genommen ist er ein Sci-Fi-Horror-Action-Thriller mit einem Hauch Drama. :D Ordentlich? Ne, der war schon deutlich mehr als ordentlich. Es ist ein kleiner Folm mit schmalem Budget (geschätzte 5 Millionen Dolar). Da verzeihe ich gerne die eine oder andere Schwäche. Was f´genau gefiel Dir denn am Skript nicht? Ich kann mich im Moment nicht an grosse Schwächen des Drehbuchs erinnern. Oder Plotholes oder was auch immer.
    • Paul S.
      Jason Blum ist sicher eine gute Wahl als Produzent. Vielleicht sollte man noch Regisseure wie del Toronto, James Wan und Shyamalan anwerben. Man sollte Shyamalan nur nicht das Drehbuch schreiben lassen ;)
    • Luphi
      Trotz dieses All-Star-Ensembles war das ganze für mich schon eine Totgeburt. Es war von vornherein klar, in welche Richtung das ganze gehen sollte und da sind wir einfach mit den Marvel- und X-Men-Filmen einfach schon mehr als ausreichend bedient. Hätte man das Ganze direkt als erwachsenere, reife und düstere Gruselfilme aufgezogen, hätte das vermutlich besser gezogen.
    • Rockatansky
      Vielleicht ist auch einfach nicht jedes Franchise für ein CU gemacht. Potenzial ist sicher da aber legendäre Geschichten und gute Darsteller machen noch keinen guten Film. Und wenn man arg angestaubte Monster wie Frankenstein, die Mumie oder Dr. Jekyll/Mr. Hyde mal wieder an den Mann bringen will, braucht es schon wirklich pfiffige Ideen und daran krankt es ja nicht erst seit gestern. Nichts gegen trashige Monsterfilme, aber die Mumie war einfach fürchterlich und streckenweise echt albern. Zumindest das was ich gesehen hab, denn die letzten 30 Min. waren für mich ein harter Kampf mit dem Sandmännchen...
    • GamePrince
      Nach dem Flop von Die Mumie natürlich verständlich. Aber schade find ich es schon, da so ein Monster-Universe durchaus Potenzial hat und auch interessant sein kann .
    • ryanstecken
      Upgrade war nen verdammt spaßiger Actioner. Leigh Whannell Kann!Saw,Insidious und Upgrade sahen alle verdammt gut aus,hatten ne ordentliche Atmo und das bei geringem Budget. Leigh Whannel kann!Also lasst den Mann machen. Denn,Leigh Whannell kann !!!
    • Hans H.
      Das nenne ich mal eine Besetzung ! :)
    • WhiteNightFalcon
      Es ist einfach nen Trauerspiel mit dem Projekt. Hochkarätige Darsteller, die ich alle mag, die perfekt besetzt wurden, eine wie ich finde gute Idee und das Studio versemmeĺt diese Steilvorlage mit dem Mumien-Murks und ohne bündiges Konzept.Wäre schön, könnte Blum einige Leute dazu bringen zu bleiben. Depp als Unsichtbarer oder Russell Crow als Jekyll/Hyde ggf im Hyde-Modus nochmal so böse, wie als Sid in Virtuosity hätte ich zu gern gesehen.
    • Deliah C. Darhk
      So langsam scheint das Bewusstsein dafür in Hollywood zu erwachen, dass die Ankündigung grosser CUs - noch dazu ohne ausgereiftes Konzept - einfach eine taktisch unkluge Vorgehensweise ist.Einer der größten wiederkehrenden Kritikpunkte am MCU waren die One way Schurken.Hinterfragt man dies, kann man recht schnell auf den Gedanken kommen, dass die Figuren mit Vorsatz aus der Handlungslinie genommen wurden (Abo --> Kryo-Knast, Red Skull --> Teleport, Yellowjacket --> Quantenebene usw), um sie bis zu ihrer weiteren Verwendung ihrer Relevanz und ihres Einflusses auf andere Reihen zu entheben. Man muss nämlich auch einen Sinn dafür haben, wann man sich selbst davor schützen muss den Überblick zu verlieren und sein CU zu versaubeuteln. Feige scheint das bislang als einziger CU-Mastermind hinbekommen zu haben.
    • The_Lavender_Town_Killer
      Jetzt müssen wir nur noch Alex Kurtzman begraben, damit Star Trek wieder Star Trek sein kann.Kommentar wird gemeldet und gelöscht in 1... 2... 3...
    • Sentenza93
      Bei Universal hatte man Großes mit den legendären Filmmonstern des Studios vor.Wenn man Horrorfiguren plötzlich in actionlastige Blockbuster steckt, die man auf gut Deutsch an jeder zweiten Straßenecke findet, und es nicht mal schafft, sich wenigstens von zumindest diesen schon etwas abzuheben, braucht man sich nicht zu wundern, dass man auf dem Fressbrett landet. Genau das war Die Mumie.
    • Bruce Wayne
      Ich würde Upgrade eher als Horror-Actioner bezeichnen. Und ja, der Film war ordentlich. Bloß das Skript hätte ein oder zwei Polituren gebrauchen können.
    • CineMan
      So will man gewährleisten, dass kreative Filmemacher alle Freiheiten bekommen, ihre ganz eigenen Ideen für bestimmte Figuren umzusetzen.... Dabei soll es wohl auch kaumVorgaben hinsichtlich Budget, Altersfreigabe und Ton geben....Klingt zu schön um wahr zu sein. Als Zuschauer kann man nur hoffen dass dies auch eingehalten wird und wir somit nicht weitere 08/15 Blockbuster nach Schema F serviert bekommen.Leigh Whannell hat mit Upgrade einen der besten Horror-Filme der letzten Jahre abgeliefert. OK, Insidious: Chapter 3 war im besten Falle solide, aber es war auch sein erster Film.
    • Jimmy v
      Ironischerweise finde ich ein Monster-Universum an und für sich nicht schlecht. Das Problem beim Mumien-Film war eben die Ummünzung des Ganzen auf ein Tom-Cruise-Actionvehikel. Das will aber keiner sehen und braucht auch niemand. Wenn sie es ernst meinen mit gut gemachten Horrorfilmen in klassischer Orientierung wäre das super! Jason Blum kann sowas ja.
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