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    "Game Of Thrones"-Macher wandern zu Netflix: Das bedeutet der Millionen-Deal für "Star Wars"
    Von Markus Trutt — 08.08.2019 um 09:59
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    Nach dem Ende ihres Ausnahme-Hits „Game Of Thrones“ haben sich die Hollywood-Studios und Sender um das Autoren-Duo David Benioff und D.B. Weiss gerissen. Nun hat Netflix für viel Geld das Rennen gemacht.

    HBO / Netflix

    Auch wenn die finale achte „Game Of Thrones“-Staffel sehr umstritten ist, steht wohl außer Frage, dass die Autoren David Benioff und D.B. Weiss mit ihrer George-R.R.-Martin-Adaption eine absolute Ausnahmeserie geschaffen haben, die auch mit der letzten Season wieder Zuschauer- und Emmy-Nominierungs-Rekorde aufstellte. Nachdem der Fantasy-Hit jetzt abgeschlossen ist, war das Interesse vieler Film- und Serien-Anbieter riesig, das Duo künftig exklusiv an sich zu binden. Aus dem entbrannten Bieterkrieg ist nun Netflix siegreich hervorgegangen. Das bestätigte der Streamingdienst dem Branchenmagazin Deadline gegenüber.

    Gegen Disney und Amazon durchgesetzt

    In den vergangenen Monaten haben sich Benioff und Weiss zu Vertragsgesprächen bereits mit „Game Of Thrones“-Sender HBO (bzw. dessen Mutterkonzern WarnerMedia), Disney, Comcast, Netflix, Amazon und Apple getroffen. Zuletzt buhlten dann noch Netflix, Amazon und Disney um die Gunst der Autoren, wobei ihnen schließlich Netflix ein Angebot unterbreitet hat, das sie nicht ablehnen konnten. Offiziell beziffert wurde dieses natürlich nicht, Quellen des Hollywood Reporters zufolge beläuft sich die Summe allerdings auf stattliche 200 Millionen Dollar, was wir angesichts ähnlicher Deals für absolut realistisch halten. Zuvor hat Netflix zum Beispiel auch schon „Grey’s Anatomy“-Schöpferin Shonda Rhimes (für 150 Millionen Dollar) und „American Horror Story“-Macher Ryan Murphy (angeblich für 300 Millionen Dollar) an sich gebunden.

    Der neue Netflix-Deal von Benioff und Weiss besagt generell, dass sie künftig neue Serien und Filme exklusiv für Netflix entwickeln und umsetzen. Netflix-Chef Ted Sarandos freute sich in einem Statement bereits auf die Zusammenarbeit: „Wir sind begeistert, diese meisterlichen Geschichtenerzähler bei Netflix willkommen zu heißen. Sie sind eine kreative Macht und haben Zuschauer weltweit mit ihren epischen Erzählungen eine Freude bereit. Wir können es kaum erwarten zu sehen, was ihre Fantasie unseren Nutzern beschert.“ Und auch Benioff und Weiss hatten nur positive Worte für ihre neue Heimat übrig: „Netflix hat etwas Erstaunliches und nie Dagewesenes aufgebaut und wir fühlen uns geehrt, dass sie uns eingeladen haben, dabei zu sein.“

    Doch was bedeutet all das eigentlich für das schon angekündigte „Star Wars“-Projekt der beiden?

    Keine Auswirkungen auf "Star Wars"

    Das „Exklusiv“ im Netflix-Vertrag von Benioff und Weiss greift zunächst nur eingeschränkt, da es sich tatsächlich ausschließlich auf völlig neue Arbeiten bezieht. Bereits angegangene Projekte, die im Zuge von vorherigen Deals mit anderen Anbietern entstehen, bleiben davon unberührt. Das betrifft in erster Linie natürlich eine neue „Star Wars“-Trilogie, die aktuell weiterhin von den beiden Autoren für Disney entwickelt wird. Der erste Film aus dieser Reihe soll dann im Dezember 2022 in die Kinos kommen. Bleibt bloß die Frage, ob die Schreiber schon vorher dazu kommen, auch ein erstes Netflix-Projekt aus dem Boden zu stampfen oder ob der Streamingriese länger warten muss, bis Benioff und Weiss für ihre millionenschwere Übernahme auch etwas liefern.

    Dann starten die nächsten "Star Wars"-Filme

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    Kommentare
    • WhiteNightFalcon
      Star Wars geht schneller. Samstags Pflichttermin im Kino, die Teile 1 bis 9 sichten, inklusive Catering an den Platz. Jeder schreibt sich auf, was ihm am besten gefallen hat.Sonntags Sitzung Abgleich der Ideen, wo es Überschneidungen gibt, das wird genommen aus den alten Filmen.Ab Montag wird das alles flott zusammengeschrieben und 1 Woche später Abgabetermin des Drehbuchs. 😜
    • Felix H
      Die beiden haben in GoT trotz der Schwächen am Ende, wenn man objektiv bleibt, ja dennoch im Gesamtbild einen starken Job gemacht. Dass überhaupt so ne geile Serie draus wurde, haben sie eben auch zu verantworten. Sie haben für viele tolle Momente gesorgt, die einfach Fernsehgeschichte geschrieben habe. Dieses Mammutprojekt überhaupt realisiert zu haben, dafür haben sie meinen Respekt.
    • Darklight ..
      P.S. ...warten muss NETFLIX nicht. Die können vorher ruhig noch zwei andere Filme drehen. Für ein STAR WARS Drehbuch fängt man doch eh erst ein paar Wochen vor Drehbeginn an, und wenn es eng wird, schneidet der Cutter auch schon mal gern vor Ort beim Dreh. Passt schon, kann man sicher noch hektischer hinkriegen...Iss ja nur STAR WARS...
    • Darklight ..
      Zitat: ... begeistert, diese meisterlichen Geschichtenerzähler... Leider ist genau das so nicht richtig. Die beiden sind nur wahre Meister im inszenieren von sehr guten Geschichten. Den Beweis, daß sie selbst sehr gut erzählen können, sind sie uns noch schuldig...🙄
    • Defence
      Ob die beiden tatsächlich soviel Geld wert sind, muß sich erst noch zeigen, wenn Sie etwas erschaffen, was nicht schon auf eine herausragende Vorlage basiert.Man kann schon sagen, das ab Zeitpunkt, als die Buchvorlage zu GoT fehlte, ein gewisser Qualitätsunterschied feststellbar wurde, wenn auch nicht so dramatisch, wie in der letzten Staffel.Allerspätestens mit der 7ten Staffel fingen z.B. die Probleme mit dem verkürzten Erzählen an, die Figuren schienen im Schnelldurchgang von einem zum anderen Ort und zurück warpen. Es gab mehr als einmal seltsame und unlogische Entwicklungen (z.b. Rettung von Jon´s Gruppe vor dem NK, NK hätte mehr als einen Drachen erledigen müssen usw, so wie es dargestellt wurde), Fanservice, wo sich nicht mehr an Publikumslieblinge heran getraut wurde, Fehlentscheidungen keine Konsequenzen mehr hatten, diese Figuren quasi im Godmodus unterwegs waren usw usf.Dazu völlig verschenkte und dadurch enttäuschende Storystränge angefangen mit Dorne. Dinge wurden angeteasert, angefangen und nie zu Ende erzählt. Liesse sich beliebig fortsetzen.Persönlich habe ich über vieles hinweg gesehen, aber durch die finale Staffel, fällt es mir schwer, diese Schwächen zu leugnen, die ohne Vorlage massig auftraten.
    • Danyel Kem
      Freut mich für die beiden. Die wurden wirklich mit Glück gesegnet. Ich kann in meinem Job nicht einfach Scheisse abliefern und dafür belohnt werden. Herzlichen Glückwunsch!
    • Björn W
      Es war einmal in einem fernen Land, da lebte ein König, der die beste Geschichte hatte.... Sorry, aber ich werde die beiden auf Ewig mit dieser Szene in Verbindung setzen und das negativ!
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