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    Nach "Midway": Darum solltet ihr euch sofort auch noch zwei Netflix-Dokus ansehen!
    Von Jan Felix Wuttig — 12.11.2019 um 16:26
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    Roland Emmerich zeigt in seinem Weltkriegs-Epos „Midway“ auch den Regisseur John Ford, der als Filmemacher und Journalist 1942 die Kampfhandlungen an vorderster Front dokumentiert. Sein dabei entstandener Film ist aktuell auf Netflix verfügbar.

    Reiner BAJO

    John Ford ist einer der größten Regisseure der klassischen Hollywood-Ära. Mit John-Wayne-Western wie „Der schwarze Falke“ und epischen Dramen wie „Früchte des Zorns“ hinterließ er seine sehr, sehr großen Fußabdrücke in der Filmgeschichte. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs stellte er sein Können trotz seiner Bekanntheit allerdings ganz bewusst in den Dienst des US-Militärs. Dabei dokumentierte John Ford unter anderem die Schlacht von Midway, was Roland Emmerich nun auch in „Midway - Für die Freiheit“ zeigt.

    John Ford (Geoffrey Blake), der in „Midway“ wie in der Realität durch seine dicke schwarze Brille und seine Pfeife sofort zu erkennen ist, bringt sich dabei nicht etwa vor den Bomben der Japaner in Sicherheit, sondern begibt sich gemeinsam mit seinem Kameramann Jack MacKenzie (Dean Schaller) ganz bewusst in Gefahr – damit sie an vorderster Front gute Bilder einfangen können. Im Film schnauzt Ford dabei MacKenzie an, er solle unbedingt weiter draufhalten – selbst als direkt um sie herum bereits die Kugeln der japanischen Flugzeuge einschlagen.

    "Battle Of Midway" auf Netflix verfügbar

    Was in „Midway“ mitunter wie die Karikatur eines lebensmüden Fanatikers auf der Suche nach authentischen Bildern wirkt, entspricht aber ganz offensichtlich der Wahrheit. Denn die bei der Schlacht entstandenen Bilder kann man auf Netflix in der Doku „The Battle Of Midway“ selbst nachvollziehen. Der propagandistische Ton dürfte dabei nicht jedermanns Sache sein – doch es ist kaum vorstellbar, dass sich ein Regisseur noch näher ans Kriegsgeschehen wagt als damals John Ford, dem in der Schlacht wortwörtlich die Trümmer um die Ohren flogen.

    Das Engagement von John Ford sowie seinen Regisseurs-Kollegen William Wyler, John HustonFrank Capra und George Stevens für das US-Militär wird übrigens auch in der sehenswerten Dokumentation „Five Came Back“ porträtiert. Die dreiteilige Miniserie von Laurent Bouzereau, in der die Verbindungen zwischen Hollywood und dem US-Militär im Zweiten Weltkrieg beleuchtet werden, ist ebenfalls auf Netflix zu finden.

     

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    Kommentare
    • Darklight ..
      Sehr schöner Hinweis... Danke. Das war neu für mich. Eine tolle Ergänzung!: )
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