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Home > Stars > Star-Archiv > USA > Mark Wahlberg
Mark Robert Michael Wahlberg (bekannt als Mark Wahlberg)
Geboren am 5. Juni 1971 in Boston, Massachusetts (USA)
Wenn eine Rolle die Karriere von Mark Wahlberg beschreiben kann, dann ist es sein Auftritt in „The Fighter“. Zwei Oscars erhielt der Film 2011, für die Nebendarsteller Christian Bale und Melissa Leo. Und Wahlberg? Der wurde zwar nominiert, aber als Produzent und nicht für seine schauspielerische Leistung. Und das, obwohl er in David O. Russells Drama die Hauptrolle als Boxer „Irish“ Micky Ward spielte und sich monatelang dafür vorbereitete. Aber Wahlberg gilt vielen Kritikern trotz zahlreicher Boxoffice-Erfolge weiterhin als schauspielerisches Leichtgewicht. Dass der Karriere-Spätstarter so unterschätzt wird, mag an seiner bewegten Vergangenheit liegen, die lange Zeit nicht auf eine Laufbahn vor der Filmkamera hindeutete. Vom jugendlichen Delinquenten wurde er zunächst zum Unterwäschemodell und Rapper Marky Mark, ehe 1997 mit „Boogie Nights“ unter eigenem Namen der Durchbruch zum Kinostar gelang.
Vom Unterhosenmodell zum „Pornostar“
Mark Robert Michael Wahlberg, jüngstes von acht Geschwistern, ist der Sohn des Auslieferungsfahrers Donald E. Wahlberg Sr. und der Bankangestellten und Krankenschwester Alma Elaine Donnelly. Er wuchs in Dorchester auf, einem harten Arbeiterviertel in Boston. Wahlberg, der die High School ohne Abschluss verließ, geriet früh mit dem Gesetz in Konflikt. Seine Strafkartei beinhaltete solche Delikte wie Körperverletzung, rassistische Äußerungen, Vandalismus und Diebstahl. Mit 16 Jahren wurde Wahlberg sogar wegen versuchten Mordes angeklagt und musste letztendlich 45 Tage im Gefängnis absitzen. In dieser Zeit feierte sein Bruder Donnie Wahlberg, der später auch als Schauspieler arbeitete, mit der Boy-Band New Kids on the Block erste Erfolge und unterstützte auch Marks Ambitionen als Musiker. Mit der Hip-Hop-Combo „Marky Mark and the Funky Bunch“ konnte der „kleine Bruder“ bald die Nr. 1-Single „Good Vibrations“ verbuchen. Die Rapkarriere führte Wahlberg alias Marky Mark auch nach Deutschland, wo er im Duo mit Prince Ital Joe auf der Eurodance Welle mitschwamm und Hits wie „Happy People“ oder „United“ landete. Unterdessen arbeitete Wahlberg unter seinem Künstlernamen auch als Unterwäschemodell für Calvin Klein. Sein Leiwanddebüt feierte er dann 1994 an der Seite von Danny DeVito in der Armyklamotte „Mr. Bill)“. Positive Kritiken erhielt Wahlberg, der nun unter seinem richtigen Namen auftrat, als drogensüchtiger Kumpel von Leonardo DiCaprio in dem Indiedrama „Jim Carroll - In den Straßen von New York“. Sein Durchbruch erfolgte aber erst 1997 als naiver Pornodarsteller Dirk Diggler in dem hochgelobten Ensembledrama „Boogie Nights“ von Paul Thomas Anderson.
Mit Remakes zum Filmstar
Nach dem kultisch verehrten Auftritt in „Boogie Nights“ wandte sich Wahlberg dem Action-Genre zu: der satirisch überhöhte Golfkriegsfilm „Three Kings“ vereinte ihn 1999 nicht nur erstmals mit Co-Star George Clooney, sondern auch mit Regisseur David O. Russell, mit dem Wahlberg in der Folge eine enge Arbeitsbeziehung verband. Seinen bis dato größten Kassenschlager verbuchte Wahlberg erneut an der Seite von Clooney als Seemann in Wolfgang Petersens Katastrophenfilm „Der Sturm“. Ein weiterer Hit gelang Wahlberg 2001 in der Charlton Heston-Rolle in Tim Burtons umstrittenem „Planet der Affen“-Remake). Auch F. Gary Grays „The Italian Job“, die leichtfüßige filmische Neuauflage eines britischen Gangsterfilms mit einer spektakulären Mini-Verfolgungsjagd, knackte in den USA die 100-Millionen-Dollar-Marke und wurde ein Kassenerfolg.
Actionheld und TV-Produzent
Als Schauspieler endgültig in Hollywood angekommen, kann sich Mark Wahlberg den Spagat von abgedrehten Indiekomödien („I Heart Huckabees“, wieder inszeniert von David O. Russell) und Hauptrollen in Actionfilmen wie Antoine Fuquas „Shooter“ leisten. Profil gewinnt Wahlberg 2006 in Martin Scorseses mit Leonardo DiCaprio, Matt Damon und Jack Nicholson besetztem Gangster-Thriller-Remake „Departed: Unter Feinden“. Sein Auftritt als cholerischer Cop bringt ihm sogar eine Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller ein. Weitere Lorbeeren sammelte Wahlberg als Produzent von US-Erfolgsserien wie „Entourage“, „In Treatment - Der Therapeut“ und vor allem „Boardwalk Empire“, ein aufwändiges TV-Projekt über die Zeit der Prohibition, das Wahlberg erneut mit Martin Scorsese zusammenbrachte. Einen zumindest künstlerischen Rückschlag musste der streng gläubige Katholik allerdings 2009 verdauen, als er für seine Leistungen in der Videospielverfilmung „Max Payne“ und in M. Night Shyamalans Mystery-Thriller „The Happening“ für die Goldene Himbeere als schlechtester Schauspieler nominiert wird.
Auf dem schmalen Grat zwischen Komödie und Drama
Nach einigen action- und thrillerlastigen Jahren versuchte sich Mark Wahlberg 2010 zur Abwechslung zunächst in zwei Komödien. Für Shawn Levy „Date Night“ übernahm er eine Nebenrolle an der Seite von Steve Carell und Tina Fey, in „Die etwas anderen Cops“ parodierte er neben Will Ferrell sein aggressives Cop-Image aus „Departed“. Mit dem autobiografischen Boxer-Drama „The Fighter“ wagte er im Anschluss Wahlberg mit Erfolg den Schritt ins Charakterfach. 2012 sollen die Familienkomödie „Ted“, in der ein Teddybär plötzlich lebendig wird, und „Contraband“, ein Hollywood-Remake des isländischen Krimis „Reykjavik – Rotterdam: Tödliche Lieferung“, in die Kinos kommen.
Demnächst im Kino in: Contraband
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