Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit
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Michael K.
Michael K.

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2,0
Veröffentlicht am 14. Juni 2026
Gemessen an der interessanten und ambitionierten Grundidee des Verschweigens essentieller Informationen durch die Regierung und der vielen Möglichkeiten, die diese Prämisse für das große Kino bietet, ist "Disclosure Day" schon wirklich enttäuschend. Die ganze Story ist wirr bis zur kompletten Unverständlichkeit, unlogisch, kleinteilig "inszeniert", und baut deshalb kaum Spannung auf. Selbst die Figuren wirken bisweilen aufgesetzt und wie als müssten sie gerade "schauspielern". Es ist zum Beispiel in einer Weise vollkommen unklar, wie die spoiler: Alien-Technologie überhaupt funktioniert,
dass es schlicht schon billig ist. Und die Dramaturgie schwankt zwischen unfreiwilliger Comedy, prätentiösem Kitsch, einem zum Inhalt nicht passenden Soundtrack - und immerhin zwischendurch auch ein paar eindrucksvollen Momenten - und nur diese einzelnen starken Szenen, die in diesem Film überraschend hin und wieder kommen, verhindern für mich eine Bewertung unter 2. Interessanterweise könnte eine dieser Szenen spoiler: die mit dem Auto, das vom Zug mitgerissen wird
aus einem ganz anderen Genre sein, etwa von "Mission Impossible", aber ein paar starke Eindrücke machen keinen starken Film.
FILMGENUSS
FILMGENUSS

999 Follower 953 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 14. Juni 2026
VERSCHWURBELTE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART
von Michael Grünwald /

Noch weihnachtet es nicht. Noch nicht. In drei Monaten aber beginnt wieder das Keksebacken, zwei Wochen später stehen die auf Nikolo getrimmten Osterhasen wieder im Diskonter, wartend auf rechtzeitige Abnahme. Wer aber jetzt schon in Stimmung kommen will, kann sich an Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit von Steven Spielberg heranwagen. Dort spaziert ein Mädel im Nachthemd, erinnernd an Hans Christian Andersens Mädchen mit den Schwefelhölzern, durch den, wie es sagt, ganz warmen Schnee, begleitet von miserabel animierten Tieren, auf ein von innen heraus leuchtendes Knusperhaus im Walde zu. Wer da nicht bereits an das erste Türchen im Adventkalender denkt, denkt vielleicht darüber nach, im falschen Film zu sitzen.

Tiere sehen dich an

Was einen dazumal wohl kongenialen Filmemacher dazu getrieben hat, neu zusammengewürfelte Bremer Stadtmusikanten aus Hirsch, Fuchs, Waschbär und Rotem Kardinal in seinem brandneuen Alien-Film aufmarschieren zu lassen, als wären sie Outtakes aus der letzten Disney-Realverfilmung, wird genauso ein Rätsel bleiben wie so manches in dieser Variation eines weitaus besseren Werks, das Ende der Siebziger für Furore gesorgt hat – und das zurecht: Die Unheimliche Begegnung der dritten Art, ein Kind seiner Zeit. Atmosphärisch, geheimnisvoll, mitunter spooky. Jene Szenen, in denen Richard Dreyfus ganz verbissen immer wieder diesen Devils Tower aus Wyoming modelliert, der später als Ankunftsstelle weit Gereister herhalten soll – die waren schon großes Kino.

Ein paar Säcke Reis im Kornfeld

Jetzt hat Spielberg aber das Akte X-Fieber gepackt. Er heftet sich „I want to believe“ an die Fahnen, und los geht’s mit den wirklich relevanten Offenbarungen aus den letzten 80 Jahren, gegen die Trumps UFO-Ablenkungsmanöver anmutet wie ein umgefallener Sack Reis. In Spielbergs Erkenntnis-Evangelium spielt natürlich Roswell eine große Rolle, und natürlich auch die Kornkreise, die Spielberg einfach so einstreut, aus Spaß an der Freude oder vielleicht, um M. Night Shyamalan, der mit seiner UFO-Mystery Signs für Unwohlsein gesorgt hat, grüßen zu lassen.

Der UFO-Hype im Smartphone-Test

Erklären kann er dazu nichts. Genau so wenig interessiert ihn, worum es bei den Fremdweltlern wirklich geht, was sie antreibt, was sie erreichen wollen. Gut, das muss man nicht. Alleine die Beweisführung hinsichtlich der Frage , ob wir alleine in diesem Universum sind, sollte reichen, um einen Film daraus zu machen. Die Sache ist: Das hat er schon getan, ich verweise auf das Jahr 1977. Was Spielberg jetzt probiert hat, ist, den Stoff von früher ins Social Media-Zeitalter zu hieven, wo alle Welt nur am Smartphone hängt.

Umso mehr verwundert, dass die visuellen Beweismittel überhaupt irgendjemanden noch vom Hocker reißen, kann doch KI mittlerweile alles simulieren. Beinhalten solche Footages dann auch noch klassische Aliens mit großen Köpfen und obsidianschwarzen Mandelaugen, kostet das die Menschheit einen Lacher. Denn: Auch wenn der Beweis letztlich geliefert wird, dass Außerirdische auf unserem Planeten gelandet sind – keiner wird es glauben.

Perry Rhodan hatte eine ähnliche Idee

Doch Spielberg glaubt fest daran, dass die Menschheit vereint werden kann, wenn eine dritte Macht auftaucht. Das wiederum erinnert mich an die Science-Fiction-Heftreihe Perry Rhodan, die ähnlich beginnt, die sich während des Kalten Krieges abspielt, der bald zum dritten heißen geworden wäre, wäre es da nicht zu einer Begegnung des besagten Weltraumhelden mit der hinter dem Mond lebenden Zivilisation der Arkoniden gekommen.

Tatsächlich folgt Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit einer ähnlichen Prämisse, und es wäre ein recht routinierter Verschwörungs- und Mysterythriller geworden, in der bewährten Optik eines Janusz Kaminski. Um dem entgegenzusteuern, lassen Spielberg und Autor David Koepp (Jurassic Park) den Esoterik-Drachen von der Leine, buttern dort hinein sämtliche Narrative aus der Lebenshilfe-Abteilung vom nächstbesten Buchladen und krönen dieses unausgegorene Konstrukt mit Diskussionsstoff aus der katholischen Jungschar, die nach der Legitimität Gottes fragt, wenn die Menschheit plötzlich nicht mehr dessen krönende Schöpfung bleibt.

Was unterscheidet Telepathie und Empathie?

Man nehme diesen Aspekt, man nehme die Bremer Stadtmusikanten, die Vorweihnachtszeit und Akte X. Man nehme viele schwarze Autos und einige Actionszenen, um das im Kern repetitive Drama rund um einen Whistleblower auch für jene aufzupeppen, die wegen der Action hier sind. Mit all dieser Ambition aber scheint Spielberg mehr als überfordert.

Er schafft es nicht, seine auf mehreren Ebenen abgehende, dem Humanismus und der inneren Resilienz anbiedernde Alien-Wellness halbwegs plausibel zu verankern. Er verwechselt Gedankenlesen mit Empathie und versucht gemeinsam mit Koepp, schnell mal eingestreute Erklärungen zu deponieren, die wie unschlüssige Vermutungen dastehen. Logisches Denken dringt da nicht durch, auch die Tücke des Objekts hält sich fern – ich sage nur: Stromausfall.

Die Wahrheit unter fahlem Deckenlicht

Geglückt sind Spielberg neben seinem Star Colin Firth, der zwischen Pflicht, Sorge und Resignation absolut glaubhaft einen Antagonisten in der Grauzone gibt, die letzten zehn Minuten des Films, wenn der Disclosure Day endlich am Abrisskalender steht. Ungefähr so könnte das Szenario aussehen, wenn in den Nachrichten statt Trump, Hormus, Ukraine und Co plötzlich ein ganz anderer Knüller die Erde stillstehen lässt. Diese Momente sorgen für Gänsehaut – die dann wieder verpufft. Schließlich dürfen wir nie erfahren, was des Aliens Weisheit letzter Schluss ist. Spielberg weiß es womöglich selbst nicht. Colman Domingo meint an einer Stelle: „Irgendwann wird alles klar sein“. Darauf warten wir vergeblich.



Mehr Reviews und Analysen gibt's auf !
beco
beco

83 Follower 445 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 11. Juni 2026
Was für eine herbe Enttäuschung, amerikanisches Kino „at its worst“. Eine Story, die dünner kaum sein kann, mit Darstellern die in Szenen, die unglaubwürdiger nicht sein können, sich nahezu der Lächerlichkeit preisgeben und einer Message, die so hohl ist, wie der ganze Film.
Völlig überflüssig
challengesbya.d.2k
challengesbya.d.2k

25 Follower 371 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 12. Juni 2026
Ein sehr lauer Film. Der Film bietet eigentlich eine spannende Handlung, allerdings wurde die Handlung nicht gut umgesetzt und das Resultat ist ein langweiliger Film mit lauen Szenarien. Die Besetzung ist zwar gut, aber der Film ist nicht wirklich überzeugend. Des Weiteren hatte der Film seine Höhen und Tiefen, wobei man ehrlich sagen muss, dass es mehr Tiefen als Höhen waren. Im Gesamtpacket ist der Film lau abschneidend.
Muskelmann[¥¿!
Muskelmann[¥¿!

3 Follower 57 Kritiken User folgen

1,5
Veröffentlicht am 11. Juni 2026
Ich war wirklich echt enttäuscht von diesem Film und weiß nicht wann ich das letzte Mal im Kino so gelangweilt war. Den ganzen Film über passiert durchgängig das gleiche. Whistleblower werden gejagt um zu verhindern das sie Alien Wissen veröffentlichen und das 2,5 Stunden lang. Komplett repitiv. Die Aliens sehen dabei auch einfach nur maximal klischeehaft aus. Es stellen sich einem als Zuschauer so viele Fragen wie . was die Agenda der Aliens ist, warum genau die beiden Protagonisten von den Aliens ausgewählt wurden und so weiter. Beantwortet wird aber so gut wie keine und wenn der Film dann auch noch genau in den Moment endet wo die Protagonistin der Öffentlichkeit sagen will was das Alien ihr gerade gesagt hat ist das einfach nur maximal unbefriedigend für den Zuschauer. Man verlässt den Film mit mehr Fragen als Antworten.
David Willson
David Willson

1 Follower 118 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 10. Juni 2026
Die Titel auf Deutsch übersetzt wäre für sich ein Diskussionsthema. Was oder wer wird hier enthüllt und warum? Wer oder was zählt als gut und was als Böse.
Spielberg nimmt eine interessante Abenteuer in der Hand. Wenn Geheimagenten der Regierung plötzlich zum Verräter des Big Brother Staats umkehren, sollten sie gefeiert oder angefeindet werden.
Wenn was enthüllt wird - mit Außerirdischen zu tun hat, nimmt die ganze Sache eine andere Dynamik, besonders wenn die Hauptfiguren ALLE auch mehr oder weniger mit den Außerirdischen zu tun haben. Eine interessante Geschichte, im Ersten etwas träge mit zu Läufen, aber richtig originale Umsetzung der schrecklichsten Elementen von Überwachung und staatlicher Kontrolle. Alle Charaktere gut ausgearbeitet und die Aktion und Spannung hält gut durch.
Karsten N.
Karsten N.

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4,0
Veröffentlicht am 12. Juni 2026
"Disclosure Day", dieser Film arbeitet auf mehreren Ebenen, mit angespannten Action-Set-Elementen bis hin zu anstaunenden emotionalen Resonanzen. Allerdings sind es nicht nur die scharfen Ideen, die unter die Haut gehen, sondern die Geschichte, die uns letztendlich herausfordert durch die Ablenkungen zu sehen, was wirklich im großem Ausmaß wichtig für die Menschheit ist. Der Tag der Wahrheit ist ein Science-Fiction-Thriller über die Vereinigung der Welt am Rande durch interstellaren Konzepte und dient als weitere Erinnerungen daran, dass niemand so hoch emotional anregende Popcorn-Filme wie Steven Spielberg machen kann. Er gibt uns eine Vision der Offenlegung in diesem Film, der es schafft, Action mit Glauben so zu verbinden, dass wir nicht alleine sind. Steven Spielberg und David Koepp tauchen mit einer Art politischen Film in das spirituelle und existenzielle Sein ein, das dem Betrachter eine tief bewegende und brillante Reise bis zu Ende bietet.
Vitali Steiger
Vitali Steiger

13 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 13. Juni 2026
Totaler Schwachsinniger Film  Ds geht nichts anders als jagen und gejagt zu werden. Story einfach nur Müll. Dieser Film ist ne reine Enttäuschung. Zum Glück hab ich den Film online angeschaut und nicht im Kino.
Orki72
Orki72

5 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 11. Juni 2026
Vielleicht waren die Erwartungen zu hoch ... Spielberg! Science-Fiction! Aliens! Über den Schlussakt sollte man nicht so viel erzählen, die ersten 110 Minuten sind aber mehr oder weniger aus dem Trailer ersichtlich. Die letzte halbe Stunde gehört dabei noch zu den stärksten Teilen des Films.
In der ersten Phase ist es ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Whistleblower und Behörde. Gut gegen Böse? Undurchsichtige Figuren wechseln sich ab mit konfusen Schauplätzen. Wer ist dieser Hugo? Was ist Wandex? Warum ist die Wetterfee eines TV-Senders plötzlich mitten in der Jagd?
Doch genau hier offenbaren sich die unerwarteten Schwächen des Films. Spielberg-Streifen sind meist dadurch bekannt, dass man eine Verbindung zu den Hauptcharakteren aufbaut – hier bleiben jedoch alle Protagonisten erstaunlich distanziert, ja geradezu unnahbar. Als Zuschauer fragt man sich: Warum sollte ich jetzt für Daniel und Jane sein? Wenn der Schlussteil einsetzt, stellt sich die Frage nach dem Sinn der Figur der Jane und ihrem Hintergrund in der Geschichte.

Die Story wird vielleicht nur oberflächlich durch Distanziertheit und unnötige Charaktere gestört und es wird unnötig verlängert. Einige Figuren sind jedoch auch vollkommen nervig. Jackson, der Freund der Hauptfigur Margaret, treibt einen tatsächlich zur Weißglut. Auch diese Figur wird am Ende mehr zum Klotz am Bein der Geschichte. Auch andere Nebenfiguren sind in ihrem Verhalten undurchsichtig: Wandex-Helfer Caspers Aggression und Verhalten werden nicht hinreichend erklärt, Schwester Maura bleibt eine Nebenfigur und Whistleblower-Sidekick Santiago ist nur dabei statt mittendrin. An manchen Stellen wirkt der Film tatsächlich überladen und trotzdem seicht.

Jetzt folgen zwei Spoiler. spoiler: Den Vogel schießen jedoch zwei Szenen ab, die den Film in meinen Augen komplett stümperhaft wirken lassen. Wenn der ehemalige Wandex-Boss Scanlon sich „jedi-like” an andere Orte projiziert, werden die schlimmsten Erinnerungen an Star Wars VIII wach. Und wenn Margaret zum Schutz der Whistleblower den „Unsichtbarkeitsmodus” in einer Lagerhalle aktiviert. Das erinnert wiederum an das Schutzschild-Band von Twilight-Bella in „Breaking Dawn 2”. Beides ist nicht unbedingt vorteilhaft für den Film.


Alles in allem entschädigt die letzte halbe Stunde trotzdem nicht für den ganzen Film. Die Story bleibt phasenweise zu sehr dem 08/15-Schema treu - die Gejagten machen zuviele Fehler. Die Jäger verhalten sich meist stümperhaft und am Ende fragt man sich tatsächlich, ob der gesamte erste und zweite Akt - vor allem in der Länge und vollgepackt mit verzichtbaren Nebenfiguren - wirklich so in der Art notwendig war. Bei einem Regie-Neuling möge man vieles verzeihen, aber bei Spielberg erwartet man einfach mehr als nur das Dargebotene.
Nikkels
Nikkels

4 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 15. Juni 2026
Ich kann die schlechten Bewertungen hier tatsächlich kaum nachvollziehen…der Film ist wirklich spannend gemacht! Gute Schauspieler, spannende Story-auch wenn vllt. an manchen Stellen etwas unlogisch. Auf jeden Fall sehenswert! 
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