WAS ZAHLT NETFLIX EIGENTLICH SO?
Rudd ist ein Immobilienmakler, steht aber im Schatten seines großen Bruders. Warum? Der ist reich. Um endlich selbst im Rampenlicht zu stehen, bewirbt sich Rudd bei einer Realityshow. Doch als sein "kleiner Bruder" Marcus auftaucht, wird sein chaotisches Leben endgültig auf links gedreht.
Little Brother auf Netflix geht ca. 100 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine Komödie mit John Cena, Eric André und Christopher Meloni in den Hauptrollen und muss ich sagen: Hab nicht ein einziges Mal gelacht. Das kann natürlich an mir liegen. Vielleicht bin ich der falsche für Humor, bei dem ein verletzter Typ aus einem Autofenster pinkelt oder und das halte ich für wahrscheinlicher, der Film ist einfach Mist.
Dabei hätte die Grundidee durchaus Potenzial. Drei völlig unterschiedliche Brüder, Neid, Selbstzweifel und eine Realityshow im Hintergrund, daraus hätte man eine gute Komödie machen können. Stattdessen setzt man auf Pipi-Kacka-Humor.
Marcus ist der typische Comic-Relief-Charakter. Er rennt nackt durch die Gegend, verletzt sich oder philosophiert darüber, dass das Auslecken des Arschlochs die größte Erfahrung des Lebens ist. Rudd wiederum versteht grundsätzlich alles falsch, leidet unter seinem Minderwertigkeitskomplex. Natürlich nimmt er später Drogen, weil das Drehbuch keinen anderen Weg kennt, Chaos zu erzeugen.
Seine Ehefrau versucht derweil, wieder mit ihm im Bett zu landen, völlig unabhängig davon, ob ihr Mann gerade mental am Boden liegt und dann wäre da noch die Realityshow. Die dient nur dazu, ein paar Gags über KI, Deepfakes und Social Media einzubauen. Alles nach dem Motto: "Das ist modern, darüber müssen wir Witze machen."
Unterm Strich bleibt eine Komödie, die für meinen Geschmack komplett an ihrem eigenen Humor scheitert. Die Figuren sind anstrengend, die Gags zünden nie und die gute Grundidee wird komplett verschenkt.
3/10 Punkten. Das Beste sind tatsächlich die Outtakes. Das war der erste und einzige Moment, in dem ich mal geschmunzelt habe.