Nagasaki, 1964. Nach dem Tod seines Vaters, eines Yakuza-Bosses, findet der 14-jährige Kikou (Ryô Yoshizawa) Zuflucht bei einem berühmten Kabuki-Schauspieler. An dessen Seite und zusammen mit dessen Sohn Shunsuke (Ryûsei Yokohama) entdeckt er seine Leidenschaft für das traditionelle japanische Theater. Über die Jahre wachsen Kikou und Shunsuke gemeinsam auf – von den ersten Schritten an der Schauspielschule bis zu den glanzvollsten Bühnen des Landes. Zwischen Ruhm und Skandalen, Freundschaft und Verrat treibt beide derselbe Traum an: den Gipfel der Kabuki-Kunst zu erreichen und als größter Meister ihrer Zeit in die Geschichte einzugehen.
Eine der beeindruckendsten schauspielerischen Leistungen, die ich je sehen durfte.
Wunderschön erzähltes Drama, eine Cinematography, die einen lange nach Ende des Abspannes begleitet, auch wenn man bisher keinen einzigen Kontaktpunkt zu Kabuki hatte. Eine perfekte Umrandung durch Kokuhos einzigartigen Score und seine Oscar-würdigen Kostüme und Set-Bilder. Es ist kaum zu greifbar, wie sehr die Atmosphäre der Kabukiza Theater mit beinahe ...
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Größter japanischer Kino-Hit aller Zeiten (abgesehen von Anime)
Mit einem Einspielergebnis von umgerechnet etwa 109 Millionen Euro an den japanischen Kinokassen ist „Kokuho - Meister des Kabuki“ offiziell der erfolgreichste japanische Live Action-Film. Zählt man aber die meist erfolgreicheren Anime hinzu, landet das historische Drama lediglich auf Rang 7 hinter Filmen wie „Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – The Movie: Mugen Train“ (2020) oder „Chihiros Reise ins Zauberland“ (2001).
Die Kunst des Kabuki-Theater
Um die Kunst des traditionellen Kabuki-Theaters zu meistern, das im 17. Jahrhundert in Japan entstand, trainierten die Darsteller Ryo Yoshizawa und Ryusei Yokohama für „Kokuho - Meister des Kabuki“ 1 1/2 Jahre in der Theaterform, die insbesondere auch Gesang und Tanz umfasst.
Epische Filmlänge für einen epischen Roman
Mit 175 Minuten ist „Kokuho - Meister des Kabuki“ kein besonders kurzer Film, allerdings handelt es sich laut Regisseur Lee Sang-il um eine deutlich gekürzte Fassung, nachdem seine ursprüngliche Schnittfassung noch etwa 4 Stunden Laufzeit hatte. Hintergrund für die Filmlänge ist die Länge des verfilmten gleichnamigen Romans von Shuichi Yoshida aus dem Jahr 2018, der mit 800 Seiten auch ein ganz schöner Brocken ist. Übrigens ist es nach „Villain“
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