Die Pariser Schriftstellerin Sylvie (Isabelle Huppert) steckt in einer Schreibkrise und verbringt ihre Tage zurückgezogen zwischen Büchern. Auf der Suche nach neuen Ideen beobachtet sie mit einem alten Fernrohr die Bewohner des Hauses gegenüber. Dort arbeiten die Brüder Nicolas (Vincent Cassel) und Théo (Pierre Niney) mit ihrer Kollegin Nita (Virginie Efira) an der Vertonung von Filmen. Aus den beobachteten Szenen entwickelt Sylvie Geschichten für ihren neuen Roman und ergänzt die fehlenden Teile mit ihrer eigenen Fantasie. Als Sylvie den jungen Adam (Adam Bessa) als Unterstützung für ihren Alltag einstellt, beginnt sich die Grenze zwischen ihren erfundenen Geschichten und der Realität aufzulösen. Was zunächst nur auf dem Papier existiert, nimmt zunehmend Einfluss auf das Leben der Beteiligten. Sylvie verliert dabei immer mehr die Kontrolle darüber, wo ihre Vorstellungskraft endet und die Wirklichkeit beginnt – mit dramatischen Konsequenzen.
Wenn Fiktion die Realität vergiftet
Von Björn Becher
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