Ein Wochenende am Wattenmeer entwickelt sich für Fiete (Leonard Scheicher) zu einer heftigen emotionalen Belastungsprobe. Gemeinsam mit seiner Freundin Amiri (Zeynep Bozbay) trifft er dort auf seinen früheren besten Freund Luca (Johannes Nussbaum), der inzwischen jedoch in einem völlig anderen sozialen Umfeld lebt. Die unerwartete Begegnung bringt schließlich eine alte Schuld ans Licht, die Fiete eigentlich für immer verdrängen wollte. Als die Spannungen innerhalb der Urlaubsgruppe zunehmen, die unterschiedlichen Lebenswelten aufeinandertreffen und ein harmonisches Miteinander immer schwerer wird, eskaliert die Situation.
Die titelgebenden Blasen in „Bubbles ...wir waren doch Freunde“ haben eine Doppelbedeutung. Zum einen sind damit jene den (politischen) Diskurs dominierenden Filterblasen gemeint, in denen schon mal die gesamte ostdeutsche Dorfbevölkerung zum rechtsradikalen Fackelmob stilisiert und alle Großstadtmenschen als vegane Yoga-Hippies in polygamen Beziehungen abgestempelt werden. Zugleich sind es aber auch ganz einfach jene Blubberblasen, die sich in der Gischt der schäumenden See des Wattenmeeres bilden, dessen braune Plörre auf matschigem Grund in „Bubbles“ immer wieder für unheilvolle Schnittbilder verwendet wird. Leider wird das von verlorener Empathie, politischer Entfremdung und unüberbrückbaren Konflikten handelnde Langfilm-Regiedebüt von Sebastian Husak der bedeutungsvollen Mehrdeutigkeit seines Titels nicht gerecht. Stattdessen verrät es seine wichtigste Figur, während es sich an sein
Die Grundsituation ist sehr überschaubar: drei Menschen (plus eine später dazukommende Person) hocken in einem Haus (sowie später ein wenig am Strand) und arbeiten die Vergangenheit auf. Das wirkt allerdings hochgradig lebensnah und auf gelungene Weise unangenehm. Der von Johannes Nussbaum gespielte Luca ist dabei eine extrem anstrengende und unangenehme Person, die einem sehr viel Geduld abverlangt. Der Film transportiert das Gefühl einer ...
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Gurdolf
3 Kritiken
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1,0
Veröffentlicht am 16. Oktober 2025
Ich habe den Film in einer Sneak-Vorpremiere gesehen.
Ein typisch deutscher Film, der Anspruch haben will, dann aber bei flachen Stereotypen bleibt.
Das einzige was der Film wirklich gut kann (vielleicht auch will) ist provozieren.
Denn die drei Hauptcharaktere sind so unsympathisch wie möglich konstruiert, man hat:
spoiler:
- Die Linksextreme Berlinerin, Unterstützerin von Klimaklebern und überfordert mit Lebensrealitäten ...
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