Obsession - Du sollst mich lieben
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Rob T.
Rob T.

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3,0
Veröffentlicht am 5. Juli 2026
Bear (Michael Johnston) liebt Nikki (Inde Navarette). Allerdings liebt sie ihn nicht. Sie mag ihn, freundschaftlich. Bear macht das zu schaffen, und er wünscht, dass da mehr wäre.
In einem Laden entdeckt er den „One Wish Willow“. Man muss das Ding auspacken, zerbrechen und sich etwas wünschen. Bear ist skeptisch, aber er macht es. Er wünscht sich, dass Nikki ihn mehr liebt als alles andere.
Und das tut sie dann auch.
Nikki ist fortan total auf Bear fixiert, und alles nimmt immer mehr gruselige und beängstigende Züge an. Nikki wird wie verzaubert, und Bear wird sich langsam bewusst, welchen unheilvollen Schattenseiten sein Wunsch hat.

Curry Barker führte in "Obsession - Du sollst mich lieben" Regie, und er schrieb auch das Drehbuch. Die Story ist sehr simpel. Mann ist verliebt, und er wünscht sich, dass die Liebe widergespiegelt wird. Aber natürlich muss man bei der Formulierung eines Wunsches sehr präzise sein, denn Wünsche werden immer wortwörtlich erfüllt.
Nikkis Liebe wandelt sich zum Grauen. Und so wird dieser Film vom harmlosen Geplänkel zu einem Thriller mit Horrorelementen.
Wenn auch nicht immer logisch. So wirkt es, als habe Bear anfangs gleich wieder vergessen, dass er sich was gewünscht hat. Als er eintrifft, scheint er überrascht zu sein.
Einerseits ist der Thriller durchaus spannend, weil sich schockierende Momente ergeben. Weil sich die Story aber andererseits hauptsächlich auf die zwei Personen beschränkt und alle anderen nur für Randaspekte oder Mittel zum Zweck sind, trägt das alles den Film nicht immer so richtig. Er ist auch einen Tick zu lang, und der Schluss wirkt fast lapidar.
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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5,0
Veröffentlicht am 4. Juli 2026
„You wished for this.“

Die Zeit, in der Youtuber schlechte Filme abliefern, ist langsam aber sicher zu Ende. Besonders das Horrorgenre profitiert in den letzten Jahren immens von kreativen Köpfen aus der Szene. Da wäre der tolle „Talk to Me“ (2022) von RackaRacka und allein 2026 gab es gleich mehrere Projekte von Youtube-Größen, die das Genre auf den Kopf gestellt haben: „Iron Lung“ von Markiplier, der faszinierende „Backrooms“ von Kane Parsons und natürlich der große Überraschungshit „Obsession“ von Curry Barker (bekannt auf Youtube als „that’s a bad idea“). Ein Film, der nicht nur Kritiker und Publikum begeistert, sondern in Sachen Budget und Box Office Hollywood eine ordentliche Lektion erteilt. Während die meisten hohlen Produktionen („Mandalorian and Grogu“ sei hier als Paradebeispiel genannt) durch absurd hohe Budgets kaum noch Gewinne machen, ist „Obsession“ mit einer lachhaften Summe von ca. Dollar und einem Box Office-Gewinn von etwa 345 Millionen Dollar der Erfolgshit dieses Jahres und dahingehend einer der erfolgreichsten Produktionen überhaupt.
Doch das alles ist nicht groß verwunderlich, wenn man sich den Film letztendlich anschaut: „Obsession“ ist jetzt schon mein Favorit des Jahres, weil der ganze Trip einfach Wahnsinn ist! Selten schafft es Horror mich wirklich zu ängstigen und zu packen, aber „Obsession“ ist einer dieser Filme.

Die Story ist simpel und auch nicht unbekannt: Der schüchterne Bear ist in seine gute Freundin Nikki verknallt. Er will ihr seine Gefühle offenbaren, doch hat nicht den Mumm dazu. Die Lösung kommt in Form eines billigen Esoterik-Gimmicks, bei dem man einen Wunsch äußern kann, der dann offenbar erfüllt wird. Beat glaubt zwar nicht dran, probiert es aber trotzdem aus und wünscht sich, dass Nikki ihn über alles auf der Welt liebt. Doch natürlich geht das Ganze nicht so aus, wie sich Bear es erhofft hat…

Was als ein klassischer Horrortrip mit den typischen männlichen Fantasien beginnt, entwickelt sich zu einer intelligenten und extrem wilden Metapher für toxische Beziehungen. Dabei ist der Film weit weg von plumpen Klischees und schlechten Dialogen, wie etwa „The Housemaid“. Die ganze Thematik ist klar zu erkennen, aber dennoch gut versteckt in einem absurd unterhaltsamen und düsteren Horrorfilm.

Das liegt unter anderem an einer grandiosen Inszenierung des Stoffes: Regisseur Barker setzte die Idee mit Finesse und spannenden Tricks um. So ist zum Beispiel das Spiel mit Schatten in „Obsession“ ein wahrer Genuss. Gern wird das Gesicht der diabolischen Nikki in dunkle Schatten gehüllt, doch nicht einfach in einem undurchschaubaren Schwarz. Die Mimik blitzt immer wieder leicht durch (wie . das kleine Leuchten in ihren Augen) und entblößt teils grauenvolle Dinge. Ein Lob geht natürlich auch an Kameramann Taylor Clemons, ebenso an Rock Burwell, der mit seinem sphärischen Score dem Ganzen einen musikalisch großartigen Untergrund bietet. Dabei wirken einige Passagen und Akkorde romantisch und harmonisch, doch unter der Musik schlummern dunkle dissonante Klänge.

Zusammen gehalten wird der attraktive Alptraum von zwei absoluten Power-Performances: Michael Johnston als unsicherer und feiger Bear ist trotz seiner menschlichen Schwächen meist sehr nachvollziehbar in seinen Handlungen. Besonders die Panik spielt er beachtlich authentisch. Der Star ist aber zweifelsohne Inde Navarette als teuflisch unberechenbare Nikki. Ihr Wechsel zur „anderen“ Nikki ist teilweise Furcht einflößend, auch dank einigen absurden und humorvollen Momenten. Dadurch bekommt der Film immer wieder einen sehr schwarzen Humor, aber das Besondere bleibt nach wie vor Navarettes starkes Spiel!

Fazit: „Obsession“ ist das Kinohighlight für mich dieses Jahr. Ein fantastisches Horrorwerk mit Intelligenz, gnadenloser Wucht und starken Darsteller*innen. Vor allem zeigt ein Film wie „Obsession“, dass aufgeblasene Budgets und große Franchises nichts bedeuten, wenn keine Passion und Leidenschaft in einem Projekt stecken. Regisseur Curry Barker setzt neue filmische Maßstäbe mit einem teuflisch guten Liebestrip!
The Dark Knight
The Dark Knight

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4,5
Veröffentlicht am 4. Juli 2026
Was für ein toller Film. Super gut gespielt und eine sehr gute Story mit einem überraschenden Ende. 3 Szenen haben es echt in sich. Bei der Auto Szene habe ich mich sogar erschrocken. Das kam unerwartet. Hoffentlich kommen abseits von Hollywood noch weitere gute Filme. Der ganze Hollywood Müll ist langsam wirklich grenzwertig mit total uberbezahlten miesen Darstellern. Obsession ist ein Beispiel wie es auch besser geht.
PT2 Filmfan
PT2 Filmfan

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3,5
Veröffentlicht am 3. Juli 2026
WTF war mein erster Gedanke am Ende, oder sagen wir eigentlich den ganzen Film lang 
Also ja er ist gut, sehr verstörend, ein Psychothriller par excellence, und doch ein Film der dich richtig fesselt.
Natürlich ist vieles fraglich, und das Ende schockierend aber Mann o Mann Inde Navarrette ist eine verd***t gute Schauspielerin, da wird noch einiges von ihr in Zukunft kommen
BibiG3
BibiG3

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2,0
Veröffentlicht am 3. Juli 2026
Ehrlich gesagt wieder ein zu hochgelobter Film. Der Hauptdarsteller war so naja. Die Story ging und die besessene Freundin schonmal ekelig und auf Speed. Hyperaktiv.
Karsten N.
Karsten N.

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3,0
Veröffentlicht am 3. Juli 2026
"Obsession" wirkt angespannt und gruselig. Es baut auf einer einfachen Prämisse auf, wird aber durch filmische Elemente aufgewertet, die verwendet werden, um Ihre Emotionen mit großer Wirkung zu wecken. Er bringt zwar eine Hommage an Jordan Peele´s Horror-Meisterwerk, doch die Abzocke eines armen Mann erreicht nicht den Höhepunkt des sozialen Dramas, den Get Out erreichte. Es gibt gruseligere Filme als Obsession, jedoch schafft es der Film definitiv nervenaufreibend zu sein, auch wenn es nicht die Art von Geschichte ist, die eine tiefe Angst hervorrufen wird. Dennoch ist es ein solider Horror-Thriller, der mit bemerkenswerten Geschick, Licht, Klang und Leistung unterhält.
Abdul Nabat
Abdul Nabat

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5,0
Veröffentlicht am 3. Juli 2026
Der Film war brutal gut (Mini Spoiler?) Ich fand das beste an diesem Film das es von Minute zu Minute immer spannender wird und das man vieles nicht vorhersagen konnte wie bei den meisten Film für mich eine Absolute 10/10
Michael K.
Michael K.

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2,5
Veröffentlicht am 2. Juli 2026
"Obsession" ist in der Tat sehr gut gespielt und hat auch einige satte Scares, aber die sehr ernste und vor allem tiefgründige Prämisse wurde hier eben nicht logisch umgesetzt, und so fehlt es an echter Spannung. Zum Beispiel ist der wesentliche Punkt eben nicht, dass Nikki plötzlich in spoiler: Bear verliebt ist. Sondern das Problem besteht darin, dass sie sich in eine Kriminelle verwandelt, die absolut brutal [/spoilerl/] ist. Aber im Film tut Bear ständig so als ob es darum ginge, dass [spoiler]Nikki ihre Liebe insgesamt wieder einstellen
müsste. Das ist nicht nachvollziehbar und einfach konfus. Noch gravierender bei einem Film, der ein Thriller sein will, ist die emotionale Unklarheit. Nikki macht nicht ansatzweise den Eindruck, dass sie wirklich aus Liebe handelt, sondern spoiler: wirkt sehr oft selbst sehr leidend
. Das wirkt unstringent und so kommt keine Spannung auf. Eine solche Dramaturgie ist gerade nicht logisch, sondern läppisch. Somit liefert "Obsession" nur zum Teil das, was der Trailer verspricht, und nur die guten Schauspieler/innen und einige starke Sehenswertes Szenen verhindern bei mir eine noch schlechtere Bewertung.
beco
beco

84 Follower 455 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 1. Juli 2026
Solider, amerikanischer Horror-Film, bei dem die Schauspieler überzeugen, es aber ruhig etwas subtiler zugehen könnte.
Die Idee, sich durch einen nicht mehr rückgängig zu machenden Wunsch, ins Unglück zu stürzen, ist ja nicht ganz neu, aber doch immer wieder wirksam. Der Schrecken über die Auswirkungen sehen wir aber hier gleich am Anfang, es entsteht nicht das Gefälle über die Freude eines zunächst erfüllten Traums und dem Horror, wenn dieser Traum zum Albtraum wird. Diese Spannung hätte etwas mehr Entwicklung verdient, hier siegte aber der Splatter-Horror vor der sich anschleichenden Erkenntnis des Horrors.
Solide
A I
A I

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5,0
Veröffentlicht am 1. Juli 2026
Obsession erzählt die tragische Geschichte von Bear, der spoiler: aus Feigheit und Eifersucht
ein übernatürliches One Wish Willow nutzt, um die Liebe seiner besten Freundin Nikki zu erzwingen. Statt einer Romanze entfesselt er jedoch einen Albtraum: Nikkis freier Wille wird komplett ausgelöscht. spoiler: Während ihre wahre Seele hilflos in ihrem eigenen Körper gefangen ist, mutiert eine künstliche Wunsch-Persönlichkeit zu einer psychotischen, selbstzerstörerischen Bedrohung. Am Ende eskaliert die Situation in Gewalt und Mord. Anstatt Verantwortung zu übernehmen, vertuscht Bear feige seine Spuren und überlässt Nikki den Trümmerhaufen. Sie bleibt geistig traumatisiert zurück und gilt als die alleinige Täterin.


Mein Fazit:
Obsession ist kein Film, den man sich wegen billiger Jumpscares ansieht. Es ist ein tieftrauriger, moralisch abgründiger und extrem nachwirkender Psychothriller. Wer sich darauf einlässt, wird den Film beim zweiten Mal mit völlig anderen Augen sehen – nicht mehr als Gruselfilm, sondern als eine der schmerzhaftesten Darstellungen von toxischer Kontrolle, die das Kino in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Ein extrem düsterer Film und ein absolutes Muss für Genre-Fans.
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