Obsession - Du sollst mich lieben
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Kinobengel
Kinobengel

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4,0
Veröffentlicht am 24. April 2026
MURPHY’S LAW ZUM KENNENLERNEN


Der schüchterne Bear (Michael Johnston) ist in Kollegin Nikki (Inde Navarette) verliebt, aber sie weiß nichts davon. Die Ratschläge von Ian (Cooper Tomlinson) sind immerhin gut gemeint. Vielleicht hilft „One Wish Willow“ aus dem Kuriositätenladen.

Ich habe „Obsession – Du sollst mich lieben“ als Eröffnungsfilm der Fantasy Filmfest Nights 2026 in München gesehen.

Curry Barker‘s Idee ist scheinbar einfach umzusetzen, denn eine ordentliche Menge selbstgeschriebene Drehbuch-Magie hilft bei der Verdeutlichung seiner Message, die er für seinen 2. Langfilm im Kinosaal effektvoll wie eindringlich versprüht. Die unachtsam gewählte Formulierung zum liebsten Wunsch lässt Bear auf seinen Charaktereigenschaften hocken, während Nikki … Der Horror kommt von ganz allein, wenn die Übertreibungen so wohlgezielt dargestellt werden wie in Barkers Film. Er wählt eine ideenreich einseitige Steigerung der Leidenschaft, die mit dem facettenreichen Können von Navarette das Publikum verblüfft und begeistert. Barker verstärkt den zu vermittelnden Inhalt durch reichlich Körperflüssigkeiten, größtenteils sind es die von Bear‘s Geliebten. Daneben belastet mindestens ein wuchtiger Jumpscare die Saalbestuhlung.

Das Auseinanderdriften der „ineinander Verliebten“ lässt „Obsession – Du musst mich lieben“ auch zu einer Screwball-Komödie werden. Bear ist von vornherein nicht mit der Situation zurechtgekommen und steht nach dem Sprung in die fantastische Ebene vor dem, was er angerichtet hat. Ja, der herrlich von Johnston verkörperte Trottel bereitet vor allem Schadenfreude.

Barker's Konzept geht auf: Das stimmige Beieinander von Humor, Psycho- sowie Ekel-Horror bildet eine äußerst unterhaltsame Melange.
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