Für alle, die noch überlegen, ob sie sich den Film ansehen sollen:
Die Geschichte wird langsam, aber kontinuierlich erzählt. Wer mit diesem gemächlichen Erzähltempo und einigen unlogischen Szenen leben kann, bekommt insgesamt einen gerade noch mäßig sehenswerten Film geboten.
Weniger überzeugend sind die technische Präsentation und die Ausstattung der Streaming-Version. Die Bildqualität wirkt eher mittelmäßig scharf und der Ton wird lediglich in Stereo angeboten.
Achtung: Spoiler
Besonders auffällig fand ich die Hauptfigur: Eine Trail-Wanderin, die ohne Kompass, ohne Handy und offenbar auch ohne den Drang unterwegs ist, alles in sozialen Medien zu dokumentieren, wirkt heutzutage schon unrealistisch.
Die Handlung dreht sich um eine Wanderin, die in einer abgelegenen Alpenregion auf ein abgestürztes UFO stößt und anschließend ums Überleben kämpfen muss, während sie von einem bösartigen, blutrünstigen Alien gejagt wird.
Etwas unfreiwillig zum Lachen brachte mich das Finale, in dem der böse Alien von guten Aliens mittels einer Art Photonenkanone zerlegt wird (das erinnerte mich an Alien Attack. nak nak nak).
Der Film schwankt insgesamt stark zwischen spannenden und atmosphärischen Momenten auf der einen Seite und eher langatmigen, zähen Passagen auf der anderen.
Wer es bis zum Abspann schafft, wird zudem noch mit einer Abspannmusik "belohnt", die mich stilistisch überraschend stark an den Soundtrack von Titanic erinnert.
Fazit:
Ein mäßiger Science-Fiction-Film mit einer Grundidee für Alpenfans, einigen spannenden Szenen und schöner Alpenkulisse, der jedoch unter Tempo-Problemen, Logiklücken und einem etwas fragwürdigen Finale leidet. Für Genre-Fans durchaus einen Blick wert, aber ganz weit weg von einem Geheimtipp.