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BrodiesFilmkritiken
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4,0
Veröffentlicht am 2. Januar 2018
In einer Szene nimmt Mr. Myagi ein Bild von Daniel LaRusso in die Hand – was aus dem „Ur“-Karate Kid eigentlich geworden ist, verrät der Film aber leider nicht. Stattdessen wird eigentlich nur die Handlung des ersten Films abgekupfert – nur eben, dass es diesmal ein ruppiges Mädchen ist. Für mich waren solche „Außenseiter boxt sich durch“-Filme damals sehr wertvoll, weil ich mich selber oft so gefühlt habe. Daher ist mir die Reihe und insbesondere dieser Teil ans Herz gewachsen. Glaubwürdig ist das ganze zwar nicht unbedingt (ein Ex-Elitesoldat, der an einer ganz normalen High School eine Schülereinheit betreibt, deren Training daraus besteht, einen nach dem andern zu verprügeln? Hallo?), aber Pat Morita ist so gut wie eh und je als Miyagi – und Hilary Swank herrlich ruppig und mögenswert (sie brachte es inzwischen ja sogar zum Oscar!). Wieder mal so ein Werk, das in keinster Weise nötig gewesen wäre – aber nun wo es doch da ist, kann mans bedenkenlos ansehen und dabei abschalten – weil denken muss man hier sicherlich nicht!Fazit: Wie ein Fertiggericht: bekannte Komponenten simpel zusammengemischt, was aber unterm Strich eine ganz annehmbare Sache ergibt – dank der guten Darsteller!
Karate Kid IV ("The next Karate Kid") macht einfach alles falsch. - Die Hauptakteurin "Julie" kann zu keinem Zeitpunkt überzeugen und damit ist bei einem Kampfsportfilm eigentlich von vorneherein auch schon alles verloren. Weder Charisma noch Können sind erkennbar. Da reißt auch Altmeister Morita nichts mehr raus.
Karate Kid IV – Die nächste Generation ist der vierte Film der Reihe und versucht, mit einer neuen Hauptfigur frischen Wind in das Franchise zu bringen. Unter der Regie von Christopher Cain übernimmt diesmal Hilary Swank die Hauptrolle, während Pat Morita erneut als der weise Mr. Miyagi zurückkehrt. Leider gelingt es dem Film nicht, an die Qualität der vorherigen Teile anzuknüpfen.
Handlung: Mr. Miyagi nimmt sich der rebellischen Jugendlichen Julie Pierce (Hilary Swank) an, die nach dem Tod ihrer Eltern Schwierigkeiten hat, sich in ihrer Umgebung zurechtzufinden. Als sie von einer gewalttätigen Schlägertruppe, den "Alpha Elite", schikaniert wird, bringt Miyagi ihr Karate bei, um sich selbst zu verteidigen und Disziplin zu lernen. Im Laufe des Films entwickelt Julie nicht nur ihre Kampffähigkeiten, sondern lernt auch wertvolle Lektionen über Geduld und Selbstbeherrschung.
Kritik: Obwohl die Idee, eine weibliche Hauptfigur einzuführen, lobenswert ist, bleibt die Umsetzung hinter den Erwartungen zurück. Hilary Swank zeigt bereits hier ihr Talent, doch die schwache Handlung und klischeehafte Dialoge lassen ihre Figur oft eindimensional wirken. Pat Morita als Mr. Miyagi bleibt das Herzstück des Films, doch selbst seine Weisheiten und ruhige Ausstrahlung können die uninspirierte Story nicht retten.
Der Antagonist, Colonel Dugan (Michael Ironside), wirkt übertrieben und wenig glaubwürdig. Die "Alpha Elite" als Gegenspieler sind eine schwächere Version von Cobra Kai und bieten wenig neue Impulse für die Reihe. Zudem fehlt dem Film eine packende Turniersequenz oder eine klare Herausforderung, die für Spannung sorgt.
Fazit: Karate Kid IV – Die nächste Generation ist ein schwacher Abschluss der ursprünglichen Filmreihe. Trotz einer talentierten Hauptdarstellerin und der Rückkehr von Pat Morita fehlt es dem Film an Charme, emotionaler Tiefe und einem überzeugenden Gegner. Für eingefleischte Fans von Mr. Miyagi mag der Film einen gewissen Nostalgiewert haben, doch als eigenständiges Werk kann er nicht überzeugen.