Mit Nachts im Museum liefert Regisseur Shawn Levy eine fantasievolle Komödie, die Geschichte und Humor auf charmante Weise miteinander verknüpft. Der Film bietet ein unterhaltsames Abenteuer für die ganze Familie und überzeugt mit kreativen Effekten sowie einer witzigen Story — auch wenn die Tiefe manchmal etwas auf der Strecke bleibt.
Handlung
Larry Daley (Ben Stiller) ist ein glückloser Tagträumer, der nach zahlreichen beruflichen Rückschlägen einen Job als Nachtwächter im American Museum of Natural History annimmt. Was zunächst nach einer ruhigen Schicht klingt, entpuppt sich schnell als chaotischer Albtraum: Dank einer magischen Tafel erwachen die Exponate jede Nacht zum Leben. Plötzlich muss Larry mit einem streitlustigen Attila dem Hunnen, einem rebellischen Affen namens Dexter und einer Miniatur-Armee aus Römern und Cowboys klarkommen. Während das Chaos eskaliert, erkennt Larry, dass er sich seiner Verantwortung stellen muss — nicht nur im Museum, sondern auch als Vater für seinen Sohn Nick.
Stärken des Films
Der größte Pluspunkt des Films ist seine fantasievolle Prämisse. Die Idee, dass historische Figuren und Tiere zum Leben erwachen, sorgt für viele kreative und humorvolle Momente. Besonders Owen Wilson als Cowboy Jedediah und Steve Coogan als römischer General Octavius liefern einen Running Gag nach dem anderen und stehlen beinahe jede Szene, in der sie auftauchen.
Ben Stiller bringt seinen typischen, leicht tollpatschigen Charme mit, während Robin Williams als Theodore Roosevelt eine überraschend warmherzige und weise Note hinzufügt. Die Effekte, gerade für die Zeit, sind beeindruckend — von lebendigen Dinosaurierskeletten bis hin zu den Miniaturfiguren, die in witzige Streitereien verwickelt sind.
Schwächen
Obwohl der Film vor Ideen sprüht, kratzt er emotional oft nur an der Oberfläche. Die Vater-Sohn-Geschichte wirkt stellenweise klischeehaft und hätte mehr Tiefe vertragen können. Auch einige Gags wiederholen sich, sodass der Humor in der zweiten Hälfte etwas abflacht.
Darüber hinaus sind die Nebenfiguren — abgesehen von den charmanten Miniatur-Charakteren — teilweise recht eindimensional. Besonders die Antagonisten des Films, die ehemaligen Nachtwächter, bleiben recht blass und dienen mehr als Plot-Element denn als echte Bedrohung.
Fazit
Nachts im Museum ist ein unterhaltsamer Familienfilm, der mit einer originellen Idee, starken Comedy-Elementen und beeindruckenden Effekten punktet. Auch wenn der Film in Sachen Tiefgang und Charakterentwicklung etwas oberflächlich bleibt, bietet er genug Spaß und Magie, um sowohl Kinder als auch Erwachsene für knapp zwei Stunden zu begeistern.