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Maddin
357 Kritiken
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5,0
Veröffentlicht am 15. August 2026
Der Fälscher von London ist ein weiterer herausragender Klassiker der Edgar-Wallace-Reihe und verbindet einen spannenden Kriminalfall mit geheimnisvollen Figuren, falschen Fährten und einer angenehm düsteren Atmosphäre. Regisseur Harald Reinl versteht es hervorragend, die Handlung des Wallace-Stoffes packend umzusetzen und den Zuschauer bis zur Auflösung im Ungewissen zu lassen.
Im Mittelpunkt steht eine geheimnisvolle Bande, die sich auf die Herstellung und Verbreitung gefälschter Banknoten spezialisiert hat. Scotland Yard nimmt die Ermittlungen auf, doch der Drahtzieher bleibt zunächst im Verborgenen. Die Spur führt in ein Umfeld, in dem scheinbar jeder etwas zu verbergen hat. Je weiter die Ermittler in den Fall eindringen, desto gefährlicher wird die Situation.
Die Geschichte ist eine der großen Stärken des Films. Immer wieder werden neue Hinweise präsentiert, die den Zuschauer auf eine falsche Fährte führen. Verdächtige Personen tauchen auf, Motive werden enthüllt und scheinbar harmlose Ereignisse bekommen plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Dadurch entsteht genau jene Spannung, die die klassischen Edgar-Wallace-Filme so unterhaltsam macht.
Karin Dor überzeugt als weibliche Hauptfigur und verleiht der Geschichte eine sympathische und zugleich spannende Perspektive. Klaus Kinski sorgt mit seiner markanten Präsenz erneut für eine unheimliche Note. Auch Siegfried Lowitz überzeugt als Ermittler und passt hervorragend in die klassische Wallace-Welt.
Besonders gelungen ist die Atmosphäre. Die Schwarz-Weiß-Fotografie, die düsteren Schauplätze und die stimmungsvolle Musik erzeugen eine geheimnisvolle Stimmung. Obwohl der Film stärker auf klassische Krimielemente als auf Horror setzt, gibt es immer wieder Szenen, die für einen angenehmen Schauer sorgen.
Typisch für die Wallace-Reihe darf natürlich auch eine Prise Humor nicht fehlen. Die komischen Momente lockern die Handlung auf, ohne den eigentlichen Kriminalfall zu beeinträchtigen. Dadurch entsteht eine gute Mischung aus Spannung, Mystery und Unterhaltung.
Aus heutiger Sicht wirkt die Inszenierung natürlich etwas altmodisch und das Erzähltempo ist teilweise ruhiger als bei modernen Thrillern. Gerade diese klassische Machart ist jedoch ein Teil des Reizes. Der Fälscher von London lebt von Atmosphäre und seinen Figuren und muss sich nicht auf spektakuläre Action verlassen.
Fazit: Der Fälscher von London ist ein hervorragend gelungener Edgar-Wallace-Krimi mit einer spannenden Geschichte, zahlreichen Verdächtigen und einer wunderbar düsteren Atmosphäre. Die Mischung aus Ermittlungsarbeit, Mystery, Humor und klassischen Krimielementen funktioniert ausgezeichnet. Für Fans der Wallace-Reihe gehört der Film definitiv zu den sehenswerten Klassikern.