Waltz with Bashir
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Bruce W.
Bruce W.

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4,0
Veröffentlicht am 9. April 2018
Ein wirklich interessanter Film, der sich mit den Ereignissen des ersten Libanonskrieges auseinandersetzt und dabei vor allem audiovisuell ein Erlebnis sondergleichen darstellt. Während die erste Filmhälfte eine Thriller-artige Erzählstruktur aufbaut und den Zuschauer damit in seinen Bann einfängt, so entschied man sich leider, dass für einen eher dokumentarischen Stil in den letzten 20 Minuten zu ändern. Dadurch bleibt leider auch die Suche unseres Hauptcharakters nach seiner verlorenen Erinnerung links liegen und erhält am Ende nicht einmal eine Resolution. Schade, denn gerade dieser Aspekt und die damit verbundenen, teils schockierenden Enthüllungen gaben dem Themenkomplex mehr Gewichtung. Dennoch bleibt Waltz with Bashir ein experimentelles Unikat, welches mit Erfolg versucht, dem Genre des Krieg-Films mehr Ästhetik zu entlocken. Der Soundtrack ist wunderschön und bildet zusammen mit dem einzigartigen Animationsstil eine tolle Symbiose. Empfehlung geht raus.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 10. Januar 2016
Atemberaubend atmosphärisches Meisterwerk, das bei aller formaler Expressivität dennoch stets der Subtilität verschrieben ist. Der Film ist dabei als Meditation um Krieg, Tod, Erinnerung, Verdrängung und psychische Verletzung angelegt, entfaltet jedoch ungeachtet seiner komplexen Rückblendenstruktur einen langsamen, melancholischen, schwebenden Erzählfluss, der die Hoffnungslosigkeit der Handlung unterstützt und dem Film einen pessimistischen Ton verleiht.
Spike Spiegel
Spike Spiegel

17 Follower 76 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 20. Dezember 2014
[...] Waltz with Bashir ist eine informative, spannende, unterhaltsame, schockierende, kurz: großartige künstlerische Aufarbeitung eines weniger bekannten Kapitels in der Geschichte des menschlichen Versagens. Dabei ist der Film ein wahrhaft universelles Werk: die Mischung aus Dokumentation und Drama mit psychologischer Thematik und wunderschöner Bebilderung lässt immer noch viel Platz für den Zuschauer, sich eigene Gedanken zu machen. Für mich ist Waltz with Bashir einer der wichtigsten Antikriegsfilme überhaupt und ein Muss für Liebhaber von brisanten Filmen.
PaddyBear
PaddyBear

42 Follower 107 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 21. März 2011
Waltz with Bashir ist sicherlich meilenweit davon entfernt eine normale Dokumentation zu sein. Der Film ist eine animierte Trickfilm-Doku welche ich so noch nie gesehen habe. Was Regisseure Ari Folman hier schildert und aufzeigt sind unglaublich intensive Filmminuten. Inhaltlich bezieht sich Folman auf seine eigenen Erfahrungen und Erfahrungen mit Weggefährten. Das Massaker von Sabra und Schatila bildet den Climax in dieser ungewöhnlichen Produktion. Die Animationen sind verblüffend. Dieser Cel-Shading Look wirkt unglaublich dynamisch und beinah schon realistisch. Der Film ist ziemlich schwere Kost aber trotzdem sehenswert. Hart, brutal, traurig aber eben auch wichtig um Geschichte zu verarbeiten.
Hawk-gc
Hawk-gc

6 Follower 23 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 13. Januar 2011
unendlich trauriger film mit sehr vielen psychologischen aspekten. ein einblick in krieg und leid.
Lamya
Lamya

1.384 Follower 801 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 12. September 2010
Also an sich ein ziemlich interessanter Film. War mal was anderes und auch soweit ganz gut gemacht. Mich hat der Film aber teilweise etwas gelangweilt. War jetzt nicht ganz so mein Fall, aber dennoch sehr gut anzusehen und ich hab auch sowas noch nicht vorher gesehen. Geschmackssache, aber seht selbst...
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 12. April 2010
Waltz with Bashir, anfangs ein etwas merkwürdiger film.

Doch umso länger man guckt umso spannender und mitreissender wird er.



kleinere szenen, indenen soldaten tanzen, flugzeuge bomben abwerfen, und panzer vom himmelfallen, machen all die berührenden sotrries der interviewten und des erzählers selbst allerdings kaputt; schade!



Doch der film zeigt wie grausam und wie kaltblütig menschen sein können und wie ein mensch mit solchen erlebnissen, wie den Libannonkrieg umgeht:

Mit Verdrängung und Bestreitung!



für mich ein guter film, der mitreisst und den krieg unzensiert zeigt.



Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Es ist recht selten, dass die letzten zehn Minuten des Films wirklich der gesamte Kinosaal den Atem anhält, und auch nach Ende jeder stillschweigend erst einmal sitzenbleibt. Bei "Waltz with Bashir" was das der Fall.



Visuell ist der Film durch seine gelungenen Animationen, beeindruckenden Bilder und teils sehr groben Zeichnungen sehr bestechend. Man weiß zwar manchmal nicht ganz recht was Wirklichkeit und was Fiktion ist, aber das macht den Film nur noch interessanter.

Absolut empfehlenswert!!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Unglaublich, dass man es mit relativ wenig Aufwand (im Vergleich zu teuren Hollywoodproduktionen) schafft, einen so innovativen und intelligenten Film zu machen. Waltz with Bashir ist so schön und doch so traurig. Die Bilder, die Farbgebung, alles harmoniert miteinander, dieser Film benötigt keine Special Effects, vielmehr ist es die Musik, die einfachen und doch sehr aussagekräftigen und angenehm ruhigen Dialoge (fast schon an Hermann Hesse erinnernd), die einen vor dem Fernsehr dahinschmelzen lassen. Noch nie hat mich ein Animationsfilm so angesprochen und zum Nachdenken angeregt. Respekt an den Regisseur, dem es mit Hilfe seiner Zeichner gelingt seine Lebensgeschichte eindringlich wiederzugeben. Anschauen und verzaubern lassen!
Dmitrij Panov
Dmitrij Panov

25 Follower 99 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Eine stilisierte Sammlung subjektiver Eindrücke eines Krieges, die von pubertärer Verdrängung zur unbezwingbaren Todesangst reicht. Und diese kleinen Eindrücke sind es auch, die einem im Gedächtnis bleiben und den Wahnsinn der Geschehnisse nachhaltig porträtieren. Die Hunde, die wild ihre Zähne fletschen. Die so sicher scheinende Fahrt im Panzer, die durch einen Schuss zu einem gnadenlosen Überlebenskampf wird. Die Szene im Garten, dieser perverse Kontrast zwischen der paradiesartigen Schönheit und der blutigen Gewalt. Die Verdrängung der Realität am Flughafen, die Flucht aus dem "Loveboat" - war es denn überhaupt eines? Oder ist er erst in der Erinnerung zu einem geworden? Der titelgebende Walzer, dieser absolute Vollrausch mitten im Gefecht. Alles in einem hochästhetischen audiovisuellen Gewand, dessen Optik selbst die krassen Stilbrüche angemessen darstellen kann. Und der Augenblick, wenn einem ein kalter Schauer über den Rücken läuft, der alles darauffolgende in einem Schleiert erscheinen lässt: Vor Leid und Schmerz verzerrte Gesichter, die die gesamte Gewalt in einen Augenblick zu packen vermögen. Die Hilflosigkeit, die Verdrängung, die Angst, das Vergessen und dann wieder die Erinnerungen, die mitten in den Magen treffen und noch einmal zeigen: Im Krieg gibt es keine Gewinner. Es gibt tote Opfer und lebende Opfer. Die zweiten werden es so schnell nicht hinter sich haben. Und wenn man sich nach dem Film plötzlich daran erinnert, dass der dargestellte Konflikt noch lange nicht vorbei ist, wird der Nachgeschmack noch bitterer. Denn, um es mit den berühmten Worten aus "Fallout" zu sagen: "Krieg, Krieg ist immer gleich".
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