Eine stilisierte Sammlung subjektiver Eindrücke eines Krieges, die von pubertärer Verdrängung zur unbezwingbaren Todesangst reicht. Und diese kleinen Eindrücke sind es auch, die einem im Gedächtnis bleiben und den Wahnsinn der Geschehnisse nachhaltig porträtieren. Die Hunde, die wild ihre Zähne fletschen. Die so sicher scheinende Fahrt im Panzer, die durch einen Schuss zu einem gnadenlosen Überlebenskampf wird. Die Szene im Garten, dieser perverse Kontrast zwischen der paradiesartigen Schönheit und der blutigen Gewalt. Die Verdrängung der Realität am Flughafen, die Flucht aus dem "Loveboat" - war es denn überhaupt eines? Oder ist er erst in der Erinnerung zu einem geworden? Der titelgebende Walzer, dieser absolute Vollrausch mitten im Gefecht. Alles in einem hochästhetischen audiovisuellen Gewand, dessen Optik selbst die krassen Stilbrüche angemessen darstellen kann. Und der Augenblick, wenn einem ein kalter Schauer über den Rücken läuft, der alles darauffolgende in einem Schleiert erscheinen lässt: Vor Leid und Schmerz verzerrte Gesichter, die die gesamte Gewalt in einen Augenblick zu packen vermögen. Die Hilflosigkeit, die Verdrängung, die Angst, das Vergessen und dann wieder die Erinnerungen, die mitten in den Magen treffen und noch einmal zeigen: Im Krieg gibt es keine Gewinner. Es gibt tote Opfer und lebende Opfer. Die zweiten werden es so schnell nicht hinter sich haben. Und wenn man sich nach dem Film plötzlich daran erinnert, dass der dargestellte Konflikt noch lange nicht vorbei ist, wird der Nachgeschmack noch bitterer. Denn, um es mit den berühmten Worten aus "Fallout" zu sagen: "Krieg, Krieg ist immer gleich".