Hier ist er also, der zweite Teil von Tarantinos und Rodriguez „Grindhouse“ Project, in den USA liefen dieser Film und „Death Proof“ in einer Doppelvorstellung, wir hier in Deutschland kriegen die Filme einzeln, aber dafür in Langfassungen. Puh. Für Fans und Insider kann dann schonmal das große Raten und diskutieren über Querverbindungen losgehen: es tauchen einzelne Figuren aus „Death Proof“ auf (Sherrif McGraw der auch schon bei „Kill Bill“und „From Dusk Till Dawn“ dabei war). Aber trotzdem ist es am besten man sieht den Film für sich, als einen Film der wirklich so wirkt als sei er vor 30 Jahern entstanden. Wie schon bei „Death Proof“ ist der Film künstlich auf alt gemacht, das bedeutet ständige Bild und Tonstörungen sind drin wobei das leider etwas übertrieben wird, hier und da nervt es nämlich echt und das Highlight ist das mitten drin eine Filmrolle fehlt und der Film plötzlich um ein vielfaches weitergegangen ist und man hats verpaßt. Aber hey, es geht hier um Billigkino und in dem Punkt erreicht der Film sein ziel: eine grottig billige Story die in plumpe Ekeleffekte und wilde Schießereien und Ballereien ausartet die mich persönlich an alte John Carpenter Filme erinnert, insbesondere durch die Musik – großartig. Die Idee Rose McGowan mit einem Maschinengewehr am Fuß agieren zu lassen ist dann der Höhepunkt des Trashs, aber es fügt sich in diesen Streifen nahtlos perfekt ein. Mit Stars in überraschenden Auftritten (Bruce Willis, „Lost“ Star Naveen Andrews und Alteisen Tom Savini) sowie Rose McGowan so gut wie nie und Neuentdeckung Freddie Rodriguez hat man dann auch eine perfekte Heldentruppe so daß anderthalb gewaltätige, spannende und brüllend komische Fimstunden garantiert sind. Einziger Wehrmutstropfen: das Ende hätte für mich anders aussehen sollen ....
Fazit: Brutal, spannend, witzig, trashig – großer Horrorspaß in altmodischem Look!