Der schmale Grat
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Thomas Z.
Thomas Z.

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3,5
Veröffentlicht am 5. Februar 2025
"The Thin Red Line", ein zwiespältiger Anti-Kriegsfilm von Terrence Malick aus dem Jahr 1998.
Malick hat einen unverwechselbaren, elegischen Stil, der sich durch eine opulente Bildsprache auszeichnet. Kameramann John Toll fängt atemberaubende Naturaufnahmen der Salomonen ein und kontrastiert sie zu den Schreckensbildern des Krieges um einen Luftwaffenstützpunkt der Insel Guadalcanal im Pazifischen Ozean zwischen US-Amerikanern und Japanern. Untermalt wird die beeindruckende Optik durch einen sehr zurückgenommenen Score von Hans Zimmer.
Soweit, so gut. Wie im später veröffentlichten "The Tree of Life" begnügt sich Malick nicht damit, vor diesem Hintergrund mit einem unglaublichen Line-Up eine Geschichte zu erzählen; Nein, er etabliert durch permanente Off-Kommentare eine philosophische Ebene, die aus meiner Sicht die "Thin Red Line" zum Kitsch wiederholt übertritt. Seien es christlich gefärbte Anschauungen, Gedanken der Soldaten oder Betrachtungen über den Sinn des Lebens an sich, Malick begibt sich hier auf einen schwülstigen und manipulativen Diskurs,  der mir bitter aufstößt.
Auch der Einsatz einiger Hollywood-Hochkaräter (George Clooney, Woody Harrelson, John Travolta, John C. Reilley) mit einer jeweils gefühlten Screentime von fünf Minuten, stößt in die gleiche Kerbe der Effekthascherei.
Das ist sehr schade, da andere Akteure (Jim Caviezel, Nick Nolte, Sean Penn) durchaus zu gefallen wissen, und "Der schmale Grat" die Kriegsgegner (Japaner) nicht als gewissenlose Monster, sondern als ebenso verzweifelte Menschen aus Fleisch und Blut darstellt.
Es kann nur Verlierer geben. Wegen dieser Botschaft vergebe ich schlussendlich trotzdem gut gemeinte 3,5 Sterne.
Andrew Widdel
Andrew Widdel

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5,0
Veröffentlicht am 29. Mai 2024
Für mich ist der Film alleine durch seine Bilder schon eine Wucht. Auch die Schönheit der Gedanken vieler Menschen, die man in Kriege schickt, um sie für andere zu fechten. Einfach nur schön.

Und dann das Grauen jeder Facette von Krieg, zu jeder Zeit und für jeden, außer denjenigen, die nicht an der Front sind, Denjenigen, die immer daran verdienen werden. Ruhm und Ehre für Tod.

Für mich zeigt der Film die Dunkelheit des Grauens in den Köpfen der Menschen, und auch die Helligkeit der Liebe und Schönheit des Planeten und denjenigen, die wirklich lieben können.

Die Musik von Hans Zimmer ist so bildfüllend wie es nur geht. Jede Emotion fühlte ich mit der Musik. Und die Gesänge im Film haben sich tief in mein Herz vergraben.

Wer nicht nach Action, geilen Stunts oder Explosionen aus ist, und die Philosophie in Kriegen kennen lernen möchte, für den ist der Film eine Offenbarung. Ganz großes Kino. War von Terrence Malick nicht anders zu erwarten.
Brave Albar
Brave Albar

16 Follower 240 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 29. März 2024
Nicht die Top Besetzung, nicht die bildgewaltige Inszenierung und Action an sich machen den Film aus, es ist die tiefgründige Darstellung des Wahnsinns eines Krieges.
Philm
Philm

36 Follower 314 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 16. Januar 2021
Der Film plätschert zunehmendst etwas zu lang und wiederholend vor sich hin. Dennoch ein ganz großer Film, der den wahren Schrecken des Kriegs auf Leinwand bringt und es mit der Natur und dem Leben verbindet und dabei keine einfachen moralischen Antworten gibt. Es ist etwa kein Vergleich zwischen guter friedlicher Natur und bösen gewaltätigen Menschen. Vielmehr die Frage ob und warum das Wunderschöne erst aus all diesem schrecklichen Kampf entstehen kann und ob man sich von all dem befreien kann. Das Kriegsgeschehen selbst und die Auswirkungen wirken ungemein echt, was den Film sehr aufwühlend macht. Sehr gute Dialoge, die allerdings teilweise vorallem durch die Länge etwas aufgesetzt rüberkommen. Auch der Soundtrack fügt sich wunderbar ein.
Lord Borzi
Lord Borzi

364 Follower 747 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 28. Dezember 2020
Eher ein „leiser“ Kriegsfilm mit unnötiger Überlänge. Schusswechsel auf dem Schlachtfeld gab es eigentlich nur in der Mitte des Films zu sehen. Gut waren die inneren Monologe und Gedanken der Soldaten. Aber gerade zum Schluss verlor „Der schmale Grat“ deutlich an Stärke. Nach der Einnahme des japansichen Dorfes passierte nicht mehr wirklich viel. Interessant, dass Hollywood-Größen wie George Clooney nur für wenige Sekunden im Bild auftauchten. Die Musik von Hans Zimmer war wie immer ein göttlicher Hörgenuss.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 23. Dezember 2020
Der schmale Grat ist eine wirkliche Perle unter allen Kriegsfilmen, zumindest was die Handlung, Kamera und die Dialoge angeht. Andererseits ist der Film auch der wohl langweiligste Kriegsfilm, den ich kenne. Trotz eines Megastaraufgebotes sind die Darsteller bis auf Nick Nolte eher blass. Es passiert in den 158 Minuten nicht wirklich viel, da sich alles um eine Schlacht handelt. Aber dafür sind die Gedanken und Kommentare der Soldaten aus dem Off sehr interessant und beleuchten die Gedanken der Soldaten mal intensiver als normale Kriegsfilme. Auch sehr gut gefallen haben mir die zahlreichen Natur,- Landschaftsaufnahmen, die nicht nur wunderschön sind, sondern auch den Gegensatz zu all der Zerstörungsgewalt des Menschen zeigt. Da wollte der Regisseur wohl verdeutlichen, dass Gutes und Schlechtes sehr nah beieinander liegt. Vielleicht sollen diese Bilder auch zeigen, dass es auch schöne Seiten gibt und nicht nur alles Böse ist. Auf jeden fall lag dem Regisseur sehr viel an diesen Aufnahmen, weil sie immer wieder ins Geschehen integriert werden. Zurück zu meiner negativen Einstellung dem Film gegenüber, muss einfach gesagt werden, dass hier weniger mehr gewesen wäre.

Ohne Zweifel ist Terrence Malick mit „Der schmale Grat“ einer der außergewöhnlichsten Kriegsfilme aller Zeiten gelungen, der mir jedoch etwas zu beliebig vergeistigt daherkommt, ohne echte Tiefe zu erreichen. Die grandiose erste Stunde kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es zum Ende hin immer zäher wird, weshalb zahlreiche Längen den Begriff ‚Meisterwerk’ unangebracht erscheinen lassen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 20. November 2020
Was soll ich euch noch sagen. In diesem Film wird alles Wichtige im Leben gesagt. Künstlerisch und inhaltlich ein absolutes Meisterwerk für jeden, der dafür aufnahmefähig ist. Ich habe noch nie eine so lebensbejahende Liebe zu einer Frau und allen Dingen der Welt im krassen Gegensatz zur bestialischen Gewalt gesehen. Aber wie kam das Böse in unserer Welt? Und welchen Nutzen hat es? Wo stehe ich und warum? Wer lieben kann und seine tiefsten Abgründe kennt, findet sich in diesem Film wieder und nie wieder allein.
schonwer
schonwer

1.387 Follower 728 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 30. August 2016
"The Thin Red Line" ist schon wieder ein Kriegsfilm mit hervorragenden Kritiken. Doch dieser ist auch gut und ist auch etwas andersartig.

Die Schauplätze/Kulissen sind wirklich richtig gut ausgewählt und wunderschön anzusehen.
Der Cast ist wirklich sehr namenhaft und bis in die kleinste Nebenrolle top besetzt. Insbesondere Sean Penn, Jim Caviezel und Nick Nolte zeigen mal wieder ihr schauspielerisches können!
Der Film besitzt viele sehr intensive Szenen, ob Kriegsszenen oder auch nur durch Bilder und Spannung.
Die Dialoge sind top und auch manche Stimmen die im Hintergrund erzählen was die verschiedenen Personen denken gefallen sehr gut! Es wird viel hinterfragt, etc.
Die Kameraarbeit ist fabelhaft! Ob im Wasser oder am Boden, die Kamera ist immer perfekt.
Das Drehbuch ist interessant und bietet vieles verschiedenes (im Vergleich zu manchen Kriegsfilmen), wie die Darstellung von Krieg, der Horror und die Sinnlosigkeit des Krieges und u.a. die Folgen.
Der Score ist natürlich einer der berühmtesten in der Filmographie Hans Zimmers. Dieser ist gut an manchen Stellen, vor allem in den ruhigen Szenen, aber teils nicht sehr passend eingesetzt. Das berühmteste Stück "Journey to the Line" ist an sich ein sehr schönes Stück, aber im Film meiner Meinung nach nicht sehr passend/nicht wirklich gut eingesetzt.
Ansonsten ist der Film, wie viele Kriegsfilme, zu lang geraten, insbesondere in der Mitte des Filmes.

Fazit: "Platoon" zeigte in einer perfekten Lauflänge den Horror des Krieges, "Die durch die Hölle gehen" zeigte eine klasse Charakterzeichnung mit den Folgen des Krieges, "Der Soldat James Ryan" zeigte einen Zusammenhalt einer Truppe mit unglaublich heftigen und intensiven Szenen und "The Thin Red Line" zeigt den Zusammenhalt einer Truppe, die Sinnlosigkeit des Krieges, die Folgen, den Horror und die vielen Charaktere in fast poetischer Art und Weise. Leider mit Längen, doch vor grandioser Kulisse mit fantastischer Kameraarbeit und tollen Darstellern.
Cursha
Cursha

7.500 Follower 1.067 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 27. Juni 2015
Leider blieb der Film hinter meinen Erwartungen zurück. Mit dieser großartigen Besetzung hoffte ich eigentlich auf einen richtig starken streifen, wurde aber am Ende doch enttäuscht, da der Film sich unglaublich in die Länge zieht und nur begrenzt spannend ist. Allerdings sieht der Film toll sus und auch die längeren scenen mit dem voice over fand ich Klasse. Im Endergebnis ein Film der okay geht, aber weit hinter den Erwartungen zurück blieb.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 27. Februar 2015
Ein teilweise etwas ausschweifender, aber dennoch oft von dramatisch gedrängten Szenen getragener Kriegsfilm, der seine Kritik weniger aus politischer Analyse sondern eher aus der erbarmungslosen, ebenso anteilnehmenden wie distanzierten Beschreibung persönlichen Leids bezieht und darüberhinaus die Zerstörungswut des Krieges mit eindrucksvollem und passendem Einbezug von Naturaufnahmen kontrastiert. Angenehm ist auch, dass der Film keine dramaturgische Geschlossenheit künstlich herstellen will, sondern den odysseehaften Charakter des Krieges hervorhebt.
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