JFK - Tatort Dallas
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Thomas 702
Thomas 702

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4,5
Veröffentlicht am 29. Januar 2026
Der Film ist zwar mit 3 Stunden sehr lang aber packend und sehr spannend. Die Schauspieler spielen ihre Rollen alle sehr gut, aber Kevin Costner als Bezirksstaatsanwalt Jim Garrison sticht hier nochmal höher hinaus.
Da Lee Harvey Oswald von Jack Ruby niedergeschossen wird und Ruby 1967 verstarb, hatte Garrison keinen Verdächtigen bzw. Zeugen mehr, der über das Attentat auspacken hätte können. Clay Shaw, der von Garrison vor Gericht gezerrt wurde, konnte man keine Schuld am Attentat nachweisen, deshalb scheiterte Jim Garrison vor Gericht, trotz seines langen, packenden Schlussplädoyers. Der Fall gilt weiterhin als nicht gelöst. Daher gibt es seitdem zwei verschiedene Lager, die einen sehen Lee Harvey Oswald als Einzeltäter, die anderen sehen es als eine Verschwörung an, mit mehreren Schützen.
Es wurde Untersuchungen durch die Warren Kommission angeordnet, die aber nicht sehr genau und unzuverlässig waren. Man ging von Anfang an nur vom Einzeltäter Oswald aus. Die Theorie sollte belegen, dass Lee Oswald 3 Schüsse auf JFK abgegeben hat. Der erste Schuss traf nicht JFK und auch nicht Connally. Der zweite Schuss, die sogenante magische Kugel soll insgesamt 7 Wunden, bei JFK 2 Wunden und bei Connally 5 Wunden hinterlassen haben. Der dritte Schuss traf JFK am Kopf und war damit dann der tödliche Schuss. Es wurde 52 mm Carcano- Patronen der Western Cartridge Company, bekannt als CE-399 benutzt und diese können tatsächlich mehrere Körper durchschlagen ohne extrem zu verformen.
Man muß aber auch noch sagen, dass der Oliver Stone Film JFK ungenau war und nicht beachtet hatte, dass JFK und Connally versetzt sassen und Conally seinen Oberkörper drehte während geschossen wurde.
Jetzt noch zur Theorie der magischen Kugel.
Bei Kennedy war es Einschussloch am Rücken und Austrittsloch Hals. Bei Connally war es Eintrittsloch Schulter, Austrittsloch Brust, dann Eintrittsloch Handgelenk, dann Austrittsloch Handgelenk und abschließend Eintrittsloch Oberschenkel.
Es wurde die magische Kugel auf der Bahre von JFK völlig intakt abgelegt und aufgefunden. Meiner Ansicht nach passt die Theorie der magischen Kugel nicht, weil die Chancen, dass eine Patrone 6 mal Fleisch passiert, ohne auf Knochen zu treffen, ohne zu verformen und ohne stecken zu bleiben, äusserst unwahrscheinlich ist. Dazu hätte es mehrerer Schützen gebraucht. Die Ein und Austrittswunden wurden durch die Ärzte und Rechtsmediziner nur unzureichend und ungenau abgeklärt. Die Lage der Ein und Austrittslöcher variierten mal höher und mal tiefer. Auch Aufzeichnungen auf die Lage der Wunden gab es nicht, oder wurden nicht erlaubt genauer aufzuführen.
Für mich ist damit nachgewiesen, dass es eine Verschwörung gab. Man hatte sich nunmal auf einen Einzeltäter Oswald festgelegt und eine weitereichende Untersuchung auf mehrere Schützen wurde abgelehnt. Auch Zeugen, die Schüsse gehört hatten vom Güterbahnhof, oder vom Grashügel wurden erst gar nicht gehört und auch nicht vernommen. Einige sagten aus mehrere, bis zu 6 Schüsse, gehört zu haben.
Viele glauben an den Einzeltäter Oswald. Ich denke dabei aber eher an eine Verschwörung mit mehreren Schützen.
Es gibt immernoch zwei verschiedene Lager, der Einzelschütze, oder eine Verschwörung mit mehreren Schützen.
Er ist eben immer noch nicht gelöst, der Kriminal- Fall JFK.
PostalDude
PostalDude

1.043 Follower 1.093 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 8. März 2021
Wow. So ein guter Film !
Spannend, mit einer Starbesetzung, die ihresgleichen sucht & trotz der Dauer von 3 Std. 25 min. (im Director´s Cut) bleibt es aufgrund von top recherchierten Fakten & natürlich auch Vermutungen, da der Fall immer noch nicht zu 100% aufgeklärt ist, IMMER interessant !

Kevin Costner spielt brillant, Joe Pesci taucht auf, Tommy Lee Jones, Kevin Bacon, und noch sehr viele weitere sehr bekannte Gesichter, klasse, wen Oliver Stone hier alles hervor zaubert !

Es stimmt einfach alles, die Kamera, der Schnitt, die Bilder (schwarz/weiß, Originalaufnahmen, gedrehte...) & das Schauspiel ! Alles spitze !
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 9. September 2017
Da waren sie noch in Bestform: Oliver Stone als gewagtester Verschwörungstheoretiker der seine Ideen und Ansichten in krachenden Filmen unterbrachte und Kevin Costner der zu dieser Zeit irgendwie keinen schlechten Film machen konnte. Drei krasse Stunden geht dieses Werk das zwei Stunden lang die Ermittlungen präsentiert und dann zu gigantischer Höchstform aufläuft: in Form eines bildgewaltigen Videoclips werden die Ereignisse rund um Kennedys Ermordung nachgestellt, Costner hält ein flammendes Plädoyer und in wie Dokumentarmaterial wirkenden Bildern wird alles gezeigt – kann man schwer beschreiben, muß man einfach sehen. Zum Kennedy Attentat gibt es eine Menge Theorien, Überlegungen und Vermutungen – dieser Film liefert leider keine Antworten sondern überaus glaubwürdige Überlegungen. Schon alleine deshalb sollte man mal einen Blick darauf werfen.

Fazit: Kein Unterhaltungskino sondern eine krasse Geschichtslektion in Sehnerv erschütternden Bildern!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 7. August 2014
"Gerechtigkeit wird immer von Menschen gemacht. Und Recht zu sprechen ist das Schwerste, was sich denken lässt." Wenn in JFK - Tatort Dallas ein Satz existiert, der die komplette Handlung des Films beschreibt, dann ist es dieses Zitat. Denn obwohl der Fall um die Ermordung von John F. Kennedy im Film, zumindest im Bezug auf die Anzahl der Täter sich "ungefähr so subtil wie ne Kakerlake, die auf nem weißen Teppich kriecht" verhält, wird der Beschluss der Warren-Kommission, dass Lee Harvey Oswald es mit einem alleinigen Attentat schaffte den mächtigsten, und (obwohl ich jetzt hier niemandem auf die Füße treten möchte) unbestreitbar zu seiner Zeit bedeutendsten Mann der Welt umzubringen, ingegen oftmaligen Meinungen, nie außer Acht gelassen. Der grandios von Kevin Costner verkörperte Staatsanwalt Jim Garrison zweifelt während seiner Ermittlungen in mehreren Fällen sogar selbst an sich und seiner Theorie. Regisseur Oliver Stone war sich ganz ohne zweifel bewusst, dass man eine Hypothese nie als die Warheit verkaufen darf, wenn man mit einem Film Menschen zum Nachdenken anregen will. So stellt er die (in Warheit ganz und garnicht weiß-hemdige) Figur des Manns des Volkes Jim Garrison immer mehr als jemanden dar, der sich darin verrennt Fakten zur Untermauerung seiner Theorie zu finden, an Stelle vom erstellen von Theorien an Hand von Fakten. Durch diese Ausgangskonstellation weiß man letztendlich nicht was man glauben soll: haben sich die Zufälle gehäuft oder die Verschwörer, den am Ende sind beide Theorien durchaus möglich. Die wichtigen Handlungsdetails erscheinen so immer aus zwei Betrachtungen, es ist z.B nicht geklärt ob spoiler: der geheimnisvolle Schönheitswettbewerb-Anrufer, der versucht Garrisons Kinder zu einem Treffen zu verführen Agent oder durch die Öffentlichkeit angelockter Stalker ist
. Nichts ist als klar zu definieren - sämtliche Optionen sind offen. Geradlienig führt Stone dies in allen anderen Mitteln seines Films fort. Die Kameraführung fasst die Gesichter bei den einzelnen szenischen Knackpunkten nie ganz ins Bild, es wird der Mund gezeigt oder die Sonnenbrille. Dadurch wirken die Aussagen zu gleichen Teilen nie glaubhaft oder unglaubwürdig - geradezu als würde jeder nur eine eigene Version der Warheit von sich geben. Der Schnitt des Films ist ebenfalls genial gelungen, wenn nicht sogar eine der besten jemals angefertigten Bildfolgen, Stone unterfüttert die einzelnen Szenen zum Teil einfach mit ausdruckstarken Motiven, etwa spoiler: Pferdefüßen oder eine ein Foto ausschneidende Schere
. Jede Kameraeinstellung, jedes Bild, jede Bildfolge ist ganz einfach perfekt gewählt, und ergibt letztendlich etwas das man nur simpel als ganz, ganz große Kunst bezeichnen kann. Die Tonmischung und der Soundtrack von John Williams, vermischen sich wie eine Einheit mit den Bildern, die Musik dekonstruiert zunächst patriotisch wirkende Lieder und kehrt sie dann ins Gegenteil. Schauspielerisch ist vor allem die, wie bereits erwähnt, die grandiose Jim-Garrison-Verkörperung durch Kevin Costner zu erwähnen, seit ihm hat vermutlich niemand mehr so gut dem Zuschauer ein Gefühl der Verzweiflung und Willenskraft nahegebracht. Eine Sache ist noch zu erwähnen: Stone hat es wirklich geschafft das Attentat mit all seinem Schrecken nachzustellen, so dass allein der Vorspann eine schockierende Wirkung besitzt. JFK - Tatort Dallas ist eine perfekte, unglaublich packende filmische Meisterleistung, die einem durch das Fehlen eben dieser nahebringt, was wirkliche Demokratie ist: Die von den Menschen gemachte Gerechtigkeit.
niman7
niman7

931 Follower 616 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 23. Dezember 2011
Hoch interessanter Film mit einen übermenschlich starken Kevin Costner. Der Film geht zwar extrem lange aber fesserlt einen von Anfang bis Ende. Unbedingt ansehen und am Schluss bei Costerns Rede zurücklehnen und einfach nur auf sich einwirken lassen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Gerade eben "JFK-Tatort Dallas" gesehen mit "Kevin Costner" und "Tommy Lee Jones". Echt geiler Film bei dem der Fall von "John F. Kennedy" rekonstruiert wird. Und wie es dazu kam, bzw warum, wer, wie ,was...Der Film ist sehr interessant und man erfährt wahrheiten vll. aber auch unwahrheiten (Kann ich nicht genau sagen, war nicht dabei). Auf jeden Fall macht "Kevin Costner" seine Sache als Anwalt der gegen alle ermittelt gut. Einziges Manko ist, das der Film 3!!! Stunden geht. Das kann schon mal ein bisschen lang werden, aber aufpassen muss man trotzdem, sonst kommt man durcheinander mit den ganzen Namen. Sehr zu empfehlen ist der Schluss, wo er den genauen Tathergang rekonstruiert. Einfach cool.

Deswegen

9,5 von 10 Omelettes
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Mafia, CIA, Armee und Agenten aus dem Ausland in einer Verschwörung gegen Kennedy. Die Mischung fesselt. Der Dokumentarische Stil erweckt den Eindruck so wars. Stone hat Recht.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 18. März 2010
Ich habe mir den Film gestern zum wahrscheinlich zehnten mal angeschaut und er fesselt mich immer wieder. Trotz seiner drei Stunden Spielzeit ist er keineswegs zu lang. Man könnte den Plädoyers Garrisons noch weitere drei Stunden zuhören. Die perfekte Inszenierung aus Fakten und Fiktion machen JFK zu einem Meilenstein des politisch engagierten Films. Ein großartiges und mutiges Meisterwerk.

Ganz, ganz großes Kino.
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