Der Film machte exakt dort weiter, wo der erste Teil aufgehört hat, das ist schonmal ziemlich cool. Allerdings ist die Schauspielerin, die das Final Girl aus dem ersten Teil gespielt hat, nicht mehr dabei, an ihre Stelle ist jetzt (aus welchen Gründen auch immer) Danielle Harris gesetzt worden. Das sorgt zunächst für etwas Diskontinuitätsverwirrung, ist aber schnell auch wieder vollkommen egal. Denn die nächsten 50 (!) Minuten kann man getrost vorspulen.
Der Film quält uns mit einer viel zu langen und viel zu uninteressanten Exposition, es dauert wirklich bis zur Minute 50, bis der gute Victor Crowley endlich die Tanzfläche betritt. Alles, was bis dahin gefaselt und gelabert wurde, ist vollkommen egal, belanglos und langweilig. Einen Pluspunkt gibt es für den leider inzwischen verstorbenen Tony Todd, der hier eine herrlich zwielichtigen Reverend Zombie zum Besten gibt.
Aber mal echt jetzt: Niemand schaut sich den Film wegen der tollen Storyline an! Und niemand will hier überragende schauspielerische Leistungen sehen! Wir alle warten auf Victor Crowley, der möglichst stylish und absurd das ganze lärmende Pack ins Jenseits befördern soll. Das macht er dann im zweiten Teil auch, die Kills sind wieder herrlich überdreht, stets an der Grenze zum Slapstick, manchmal auch darüber hinaus. Die Effekte sind eine Mischung aus geilen handgemachten Splattersequenzen und schmieriger 90er Jahre-CGI.
Naja, wer „Hatchet“ bestellt, bekommt „Hatchet“. Ich fand den zweiten Teil richtig geil und hatte unheimlich viel Spaß. Doch der Weg dahin hat mir definitiv zu lange gedauert. Was soll das? 50 Minuten Gelaber in einem NoBrainer-Splatter? Ernsthaft? Ich hoffe, Teil 3 lässt es dann nochmal so richtig knacken…