MEHR SATIRE ALS HORROR
In Plymouth öffent ein Supermarkt an Thanksgiving, zu dem ein Tag vor Blackfriday. Die Leute schubsen, drücken und es sterben sogar welche beim stürmen des Ladens, alles für ein gratis Waffeleisen. Ein Jahr später treibt ein Killer sein Unwesen und nimmt sich jeden vor, der auf einem Video erkennbar ist und beim Sturm damals dabei war.
Thanksgiving geht ca. 107 Minuten und ist ab 18 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Horrorstreifen von Eli Roth mit unteranderem Patrick Dempsey in der Hauptrolle. Die ersten 15 Minuten sind ein herrliches Bild wie Leute ausrasten wenn es etwas umsonst oder reduziert gibt. Das hier Leute sterben oder niedergetrampelt werden stört keinen, gibt ja schließlich was umsonst. Ein schönes Bild für Egoismus und die heutige Gesellschaft, hat man ja während Corona gesehen wie sich Leute benehmen.
Die Handlung ist klassisch simpel, ein Killer bestraft jeden der gierig ist und keine Hilfe geleistet hat. Dazu müssen ein paar Teenies versuchen zu überleben.
Ich mochte den satirischen Ansatz zu Beginn, es ist übertrieben aber dennoch sagt man sich "Japp, die Leute sind so bescheuert". Die Kills werden jedoch erst zum Finale hin interessant, der Truthahn der serviert wird schaut super aus. Das Blut spritzt und dies auch sehr übertrieben, allgemein nimmt sich der Streifen nicht sehr ernst, was ein großer Pluspunkt ist.
Die Charaktere sind nicht gerade sympathisch, schade das eigentlich so wenige draufgehen.
Das Finale ist dann die Enthüllung des Killers, ich persönlich bin nicht drauf gekommen. Die Motivation ist jedoch ein Billiger Trick um die kills zu rechtfertigen, klappt aber nicht.
Am Ende bleibt ein in Maßen spaßiger Slasher, der mehr mit seiner Übertriebenheit Punkten kann als mit seinem Horror. Denn außer Blut und Gedärme gibt es nicht viel, eher ein Ghostface für Fußgänger.
Von mir bekommt der Film 5/10 Punkten. Wozu die Post-Credit Szene? Sollte wohl witzig sein, vielleicht sollte Eli Roth nochmal die Bedeutung googlen.